2023-10-26

Auswertung der Bewohnerumfrage

Foto Marina Bykova

Dank der Beteiligung von mehr als 100 Bewohner an dem Kaki Kultur Kick-Off konnten wir eine Menge an Gedanken, tollen Ideen, wie auch viele konstruktive Anmerkungen einsammeln. Die von 80 BesucherInnen während der 3 Stunden ausgefüllten Umfragen wurden nun ausgewertet. Da die Veranstaltung durch mehrere Plakate, 250 Flyer mit Briefkasteneinwurf, sowie Zeitungsartikel angekündigt war, halten wir die Ergebnisse als eine aussagekräftige und ziemlich genaue Stimme der Bewohner. Die Zahlen in diesem Eintrag wurden durch die mitgeteilten Äußerungen und Kommentare ergänzt. Bonne lecture: 


67% der Befragten wohnt in der Westvorstadt. Die Beteiligung kam aus allen Weltrichtungen um den Platz: die Straßen Hoffmann-von-Fallersleben-, Washington-, Paul-Schneider, Abraham-Lincoln-, Richard-Wagner- und die Steubenstraße waren vertreten. 22% wohnen woanders in Weimar und nur 3% außerorts. 44% nutzen den Platz täglich, 30% wöchentlich, 6% mindestens einmal im Monat, nur 20% seltener. Es ist uns also eine ganz lokale Umfrage gelungen: eine Stimme der WeimarerInnen (97%) und tatsächlichen NutzerInnen des Platzes (80%). 



Auf die Frage 'Was ist der August-Frölich-Platz für Sie heute?' antwortete die Mehrheit: ein Raum zum Queren, eine Kreuzung.   Nur 21% bestätigen es als Treffpunkt und das meistens dank der bekannten Kuchenmanufaktur. Einige Personen haben es als einen wunderschönen Platz - mit dem Vorbehalt: künftig, "to be", bzw. mit großem Potenzial bezeichnet. Außerdem spielt natürlich die katholische Kirche eine Rolle, da der Platz für mindestens 10% der Beteiligten einfach ein Platz vor der Kirche ist. 

Dass der Platz für 54% der Beteiligen ein Ort zum Queren ist, bestätigt die zentrale geographische Lage, sowie funktionelle Rolle des Platzes für die Westvorstadt. Man ist hier auch, wenn man es nicht unbedingt vor hat: eine natürliche Voraussetzung für einen lebvollen Bezirksplatz. Für ein gesundes Nachbarschafts-leben müssen aber ganz deutlich zuerst die Voraussetzungen am Ort selbst geschafft werden.

Gefragt nach besonderen vergangenen Aktivitäten, konnten nur wenige genannt werden. Viele erinnern sich an den jährlichen Laternenumzug am St. Martins Tag. Es ist tatsächlich ein wunderschönes Fest von überlokalen Bedeutung, welches zur Identifizierung mit dem Ort beiträgt. Außerdem konnten nur Boule spielen und Kaffe/Kuchen genannt werden. Diese eher magere Zuschreibung von Bedeutungen mag klare Gründe haben. Diese zeichneten sich in der fünften Frage ab. Die darauffolgende Frage brachte auch eine klare Antwort: 



Nur 14% der Befragten fühlen sich sicher auf dem Platz, und das nur die jungen Erwachsenen. 46% fühlt sich ein bisschen gestresst, vor allem beim queren der breiten Fahrbahnen. Für 40% der Nutzer ist es kein angenehmer Ort um da zu sein, bzw. fühlen sie sich gar nicht sicher. Viele Erwachsenen haben hier das empfinden ihrer Kinder übermittelt. Mehrere ältere Bewohner haben die Unüberschaubarkeit der Querungsmöglichkeiten, bzw. die Länge der Übergänge als inakzeptabel bezeichnet. Und das alles mitten im Wohngebiet!  

Wie ganz oben beschrieben, haben wir uns die Mühe gegeben, mit der Initiative bei der breiten Bevölkerung anzukommen, damit ein möglich weites Spektrum an Bedürfnissen kommuniziert werden konnte. Bei der 6. Frage 'Wie wichtig ist es für Sie, dass der Platz verkehrsberuhigt wird?' war auch die Option gegeben sich für das Verbleiben der vorhandenen Verkehrssituation auszusprechen. Die fünfte Antwort 'es soll bleiben wie es ist' hat jedoch KEINE der 80 Anwesenden angekreuzt. 

57% fanden es sehr wichtig, dass der Platz im Namen zum tatsächlichem Platz, also mit einer sehr starken Verkehrseinschränkung, wird. Es gab hier zusätzlich viele Anmerkungen: "Bitte ohne Autos!", bzw. in der 5. Frage fanden sich überzeugende Begründungen des schlechten Empfindens des Platzes, wie: unklare Verkehrsregelung, Nichteinhaltung der "rechts-vor-links" Regel durch die Autofahrer, Irreführende Gestaltung der Fahrbahn, weil die Strecke zwischen Steuben- und Washingtonstraße durch Asphalt hervorgehoben wird, "Verkehr von allen Seiten!", etc.. Diese Gruppe der Menschen konnte sich häufig einen Platz sogar ganz ohne Straßenverkehr gut vorstellen. Diese Einstellung hat unsere Vorstellungen übertroffen und Mut gegeben ein Schritt gewagter zu denken.

Weiterhin fanden zusätzliche 28% die Verkehrsberuhigung wichtig. Zu der Gruppe zählen Personen, die sich wahrscheinlich eine Umgestaltung mit starken Einschränkung der Verkehrsflächen vorstellen. Laut unseren Rechnungen wäre eine Halbierung der Verkehrsfläche ohne Einschränkung des Verkehrsflusses (durch Wegfall von 3 Bushaltestellen und des zentralen Wendeplatzes) möglich. 

Für 12% der Befragten schien das Thema egal zu sein. Auf diese Gruppe kann die Qualität der anstehenden menschenfreundlichen Planung künftig vielleicht überzeugend wirken. Nur 2 von den 80 Befragten fanden die Verkehrsberuhigung für sie unwichtig. Alle Beteiligten waren somit aktiv für eine Umgestaltung des Platzes. Auf der zweiten Seite der Umfrage standen deshalb die nächsten Fragen:

Hier herrschte an einigen Stellen, trotzt ermöglichten Mehrantworten, wieder Eindeutigkeit: 

- 76 von den 80 befragten (95%!) brachten die Notwendigkeit von mehr Sitzgelegenheiten zum Ausdruck. Es scheint ein direkter Auftrag an die Stadtverwaltung zu sein und es hat uns gefreut, dass dieser Bedarf von Frau Dr. Kolb an Ort und Stelle persönlich entgegengenommen wurde.  

- 71% wünschen sich an dem Ort mehr Grün und Bäume. Damit der Platz in dem immer länger werdenden Sommer nicht wie eine Bratpfanne wirkt, hätte man hier vielleicht an die ursprüngliche Vision der Grünen Kette um die Kirche zugreifen können. Das wunderschöne Gebäude war ursprünglich tatsächlich von einem Baumring umgeben. Ein viertel davon wurde jedoch irgendwann aus mutmaßlich denkmalpflegerischen Gründen entfernt. Eine Idee wäre es auch verstellbare Töpfe mit Bäumen zur Abgrenzung des Straßenverkehrs an den zwischenzeitlich den Fußgängern zugeschlagenen Flächen zu nutzen. Das könnte mit einem Schlag ein dreifacher Gewinn sein: Sicherheit und Ambiente dank den Schattenspender. Drittens: auf dieser Weise während der Zwischenzeit adaptierten Bäume könnten nach erfolgten Planung an ihre Endstelle direkt auf dem Platz ausgepflanzt werden.   

- ein klarer 3. Platz ging an die Idee einer Straßenbibliothek in der Form eines Bücherschrankes. Ein tolles Ergebnis welches bestimmt noch besser mit den guten Sitzgelegenheiten, sowie reduziertem Verkehrslärm in Einklang gebracht werden könnte. Ein Lesergarten in der Verlängerung des Pfarrergartens wäre eine ansprechende Möglichkeit an Sommertagen.. 

- viele Befürworter (38% Angaben) fand das Thema Bewegung. Dank dem tollen Team der Parkour Leute wurde Calastenics den Anwesenden anschaulich gemacht. Viele konnten auch die mitgebrachten Geräte selbst ausprobieren und erleben, wie toll es ist auf frischer Luft Sportübungen zu machen. Einer der Nachbarn hat die Idee einer Calastenics Anlage für ältere Jugendliche und Erwachsenen an dem heute komplett (außer Hunde) ungenutztem grünem Dreieck südlich der Kirche vorgestellt. Diese wäre relativ unkompliziert, mit dem Vorbehalt es handelt sich um kein Kinderspielplatz, realisierbar, so die Stadtvertreterin.  

- die fünfte der am meisten gewählten Funktionen, die der Platz unbedingt erhalten soll, war Wasser. Das unter dem Platz im Kanalrohr fliesende Lottebach möge hoffentlich eines Tages das Tageslicht wieder sehen... Dies würde mit dem auch geäußertem Wunsch nach einem "Ort zum Entspannen" doch Hand in Hand gehen.  

Alle die fünf Funktionen könnten und sollten noch vor der großen künftigen (also ungewissen) Umgestaltung auf eine zeitnahe Umsetzung überprüft werden, da sie einem klaren Wunsch der Bewohner entsprechen. Die weiter aufgeführten Funktionen scheinen weniger zu brennen, da sie auch Bestandteile der Einrichtung eines schon funktionierenden städtischen Platzes sein könnten.

Eine ähnliche Zahl der Angaben (knapp unterhalb 1/3) befürwortete die Schaffung von neuen Spielgelegenheiten, Fahrradstellplätze, Kunstinstallationen, sowie die Veranstaltung eines Markts mit regionalen Produkten. 10% der Befragten befürworteten die Idee eines Pavillons für Nachbartreff. Es wurde auch das Thema der derzeit unzureichenden Beleuchtung angesprochen. Das sind also zusätzliche Themen die nach Beginn der Umplanung vielleicht nicht vergessen werden sollten. 

So kommen wir auch zu der 8. Frage in der die Befragten um Auflistung der möglichen Veranstaltungen oder Aktivitäten gebeten worden sind. Ein klarer Sieger in der Kategorie war der Flohmarkt! Zu den interessanten Ideen zählten auch das Freilichtkino und öffentliches Lagerfeuer (hoho!). Apropos, gab es schon ein Genius Loci an der katholischen Kirche? Natürlich mehrmals ausgedruckt war auch der klare Verbleib für den Boule-Platz! Außerdem waren Stichwörter wie Nachbarfest, Stadteilfest, Kindertagesfest, Familienfest häufig auf den Zungen. Alle diese Ideen wurden unter eine Schirmidee eines (jährlichen?) Platzfestes aufgenommen und vor Ort verkündet. 


Der Bedarf nach Alternativen zu den altstädtischen Festen scheint in der Westvorstadt da zu sein. Ein jährliches Platzfest könnte tatsächlich die Form eines großen Flohmarktes haben, da sich an sowas viele Familienhäuser gleich gerne beteiligen. Wir stellen uns aber auch vor, dass das eine geniale Gelegenheit sein könnte um alle in der Westvorstadt und natürlich auch in der ganzen Stadt sich entwickelnde Initiativen hier an einem Tag zusammen zu bringen und sich einander vorzustellen. "Gemeinsam sind wir stark!" und es ist schade, wenn viel Kraft in getrennte Gruppen-arbeit investiert wird ohne Erkundung der möglichen Synergien..  

In der 11. Frage haben wir um weitere Vorschläge für die Zeit bis zu dem großen Umbau gebeten. Die vielen tollen Stimmen lassen sich folgend zusammenfassen:
VERKEHR - "aus der Perspektive der Fußgänger denken!" schrieb eine Bewohnerin. Es ist ein inspirierender Hinweis zum Überdenken des Platzes vielleicht gar ohne Autos, bzw. mit Autos als Gast. Da der Platz von einem vollständigen Straßennetz umgeben ist, da er nicht zwingend als Abkürzung zwischen Steuben- und Erfurter Straße genutzt werden muss, wäre eine Umlenkung der großen Mehrheit des Verkehrs sicherlich denkbar.  
GUTE NACHBARSCHAFT - hohe Aufenthaltsqualität: ja, Partyzone: nein. Natürlich wollen wir die Bedürfnisse der Anwohner, die direkt auf den Platz blicken, erkennen und respektieren.       Die neuen Nutzungen sollen den aktuellen Verkehrslärm nicht übertreffen. Zum Thema Sorgen um einen zweiten Wielandplatz wird es auf diesem Blog einen besonderen Eintrag geben.
REZEPTE - man sagt, viele Köche verderben den Brei. Um eventuell widersprechenden Interessen entgegenzukommen, um einem planerischen Fiasko vorzubeugen, fangen wir schon jetzt an Rahmenforderungen an die Stadtplanung durchzudenken, in der Hoffnung, dass diese künftig auch an der richtigen Stelle verdaut werden. Dafür werden wir uns noch häufig am Platz sehen müssen. Und weil in vielen Häusern die Küche die zentrale Anlaufstelle ist, stellen wir uns vor, dass ein gemeinsames Kochen am Platz eine tolle Sache sein könnte (t.b.c.). Lasst Euch schmecken!     

Last but not least: der große Gewinner des Kaki Kultur Kick-Offs ist der Spitzname Fröhlich! Wir haben uns aber auch gefreut den Namen Lindenplatz zu hören. Zusammen mit dem Namensgeber August-Frölich kam der Spitzname auf eine große Mehrheit der Stimmen. So, jetzt haben wir keine Wahl mehr als Fröhlich miteinander! 

Foto Marina Bykova

2023-10-23

Kaki Kultur kicked off!

Foto Marina Bykova

Liebe Anlieger, Bewohner und Mitmacher,

Vielen Dank für das sehr zahlreiche erscheinen am Sonntag! Da wir an dem herbstlichen Nachmittag mehr als 80 ausgefüllte Umfragen einsammeln konnten, empfinden wir den Kaki-Kultur-Kick-Off als einen großen Erfolg. Die vielen kommunizierten Gedanken, Ideen und Kritikpunkte werden wir in den kommenden Tagen auswerten und hier öffentlich machen.

Unser Nachbartreff am Platz ist nicht ohne Aufmerksamkeit der Stadtverwaltung abgelaufen. Dank der Anwesenheit von Frau Dr. Claudia Kolb, der Beigeordneten für Bauen und Verkehr der Stadt Weimar, ist unser Anliegen erneut mit einer bemerkenswerten Dialogbereitschaft durch die Stadt empfangen worden. Es sind vor Ort die nächstmöglichen Verbesserungen zur Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität besprochen worden. Die ebenso anwesende Behinderten- und Seniorenbeauftragte Frau Böhnki teilte konstruktive Anmerkungen und Perspektiven mit uns. Detaillierte Gespräche sollen folgen. 

Neben den vielen Familien, Kindern und älteren Bewohnerschaft, gesprächsbereit waren auch ein Mitgründer der Petition vom 2022 (der persönlich über 400 Unterschriften einsammelte), sowie auch der Stadtrat Herr Wolfram Wiese, dank dessen Bemühungen der August-Frölich-Platz sich auf der langen Investitionsliste der Stadt Weimar schon seit dem Jahr 2019 befindet. 

So eine Veranstaltung konnte nicht unbemerkt von lokalen Medien stattfinden. Vielen Dank an TA für den Bericht:


Am Wochenende lud folgender Artikel des TA alle Bewohner zum Kaki Platz ein:





2023-10-03

KaKi Kultur: Anwohner sind die Experten

Die Einladung zum KaKi Kultur Kick-Off am 22.10 richtet sich an alle Anwohner und Nutzer des Platzes. Wir möchten an das lokale Wissen anknüpfen und lokale Netzwerke ausbauen. Denn die Reise zu einem menschenfreundlichen Platz beginnt: in der Gemeinschaft.

Wir werden einen Impuls an alle Altersklassen senden, aus ihrer Sicht weitere Impulse für den zentralen Ort der Westvorstadt zu geben. Es wäre schön zum Beispiel die Geschichten von den älteren Bewohner für die jüngeren Nutzer zugänglich zu machen.

Es wird an dem Nachmittag ein gemütliches Wohnzimmer aufgestellt um ins Gespräch miteinander zu kommen und zu erfahren, was der Platz für jeden einzelnen bedeutet und ob es vielleicht bereits Überlegungen gibt, wie er sich weiter entwickeln sollte.

Ebenso die derzeit hinter der KaKi geparkte Bank wird zur Aufnahme von weiteren Geschichten des Ankommens in Weimar bereitgestellt.

2023-10-02

Kaki - Begriffsklärung

Ich dachte Kaki wäre von "Katholische Kirche" abgeleitet. Dann aber haben wir in Italien (Inspirationsquelle für die Architektur der Kirche) - das entdeckt:


Kaki

2023-09-20

KaKi Kultur Kick-Off

Gerne kopieren und teilen:


Englische Version:


Vielen Dank an Ha Phan für das wunderschöne Poster!

 

Radverkehrskonzept Weimar 2030

Hier ein kurzer Blick auf die durch Stadtverwaltung geplanten Vorhaben in den umliegenden Straßen im Rahmen des Radverkehrskonzepts Weimar 2030 (vom Jahr 2017). Kommentierte Auszüge aus dem Konzept zur Veranschaulichung eventueller Auswirkungen für den Platz:

"Der innere Stadtbereich ist gekennzeichnet von engen Straßenräumen und Gassen. Für die überwiegende Mehrzahl der Straßen besteht eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h und darunter. Es besteht eine hohe Nutzungsdurchmischung und vielfältiger Querungsbedarf. Die Seitenräume neben den Fahrbahnen besitzen keine Flächenreserven. Diese Aussage trifft i.d.R. auch für alle bebauten Bereiche der Ortsteile zu. (...)

Hier wird der Radverkehr i.d.R. im Mischverkehr auf der Fahrbahn geführt."

Entscheidender Satz: "In den Tempo-30-Zonen sind keine baulichen Maßnahmen für Radwege erforderlich." Es wird auf gegenseitiges Vertrauen gesetzt. Zu der Hauptverkehrszeit spitzt sich jedoch die Situation vor allem um die Schulen zu. Aus dem Grund wird nach Wegen gesucht den anfälligeren Transportmittel wie Fahrrad und Fuß mehr Sicherheit zu garantieren. So entstand das Konzept einer Fahrradstraße:

"Schubert- / Mozart - / Bruckner - / Herbststraße 

Diese Route wird schon heute intensiv von Radfahrern genutzt. Sie verbindet mehrere Schulen mit den Wohngebieten und bietet innerhalb von Tempo-30-Zonen eine Alternative zum stark befahrenen Stadtring. Zur weiteren Verbesserung der Bedingungen für den Radverkehr wird vorgeschlagen, Maßnahmen für diesen „Fahrradring“ in zwei Stufen vorzunehmen.

Stufe 1 (kurzfristig, s.a. 5.8):

  • Markierung der Halteverbote im 5-m-Bereich;

  • Markierung der Einfahrten von Einbahnstraßen mit Fahrradpiktogrammen

  • Markierung von „30“- Symbolen auf der Fahrbahn. 

Stufe 2 (mittel- und langfristig):
  • Sanierung der Fahrbahnoberfläche;

  • Ausweisung als Fahrradstraße (Vz. 244) mit Freigabe für ausgewählte Kfz;

  • Parken nur für Bewohner;

  • Vorfahrtregelung für die Fahrradstraße mit Ausnahme der querenden Hauptverkehrsstraßen".

Stufe 1 soll im Jahr 2023 umgesetzt werden. Stufe 2 fand bisher keine Mehrheit im Stadtrat.

Auswirkungen für den Ka-Ki-Platz? 
- Verkehrssicherheit: leider geringe Auswirkung, da die Priorisierung der querenden Straßen mit 50 km/h durch das Konzept nicht angefochten wird, obwohl diese dem beschriebenen Charakter der Innenstadt widerspricht.
- Parkplätze: die aus dem genannten Straßenzug rausgeworfene Fremdparker mögen weitere Parkmöglichkeiten in der Nähe suchen. Sollten keine Alternativen angeboten werden, es könnte künftig ein Stellplatzdruck auf den Ka-Ki-Platz ausgeübt werden.

Da in der Umgebung des Platzes mehrere Schulen liegen, wird von uns auch auf eine andere europäische Entwicklung hingewiesen: Schulstraßen und Schulzonen, die die Eltern ermutigen die Kinder selbstständig zur Schule (bzw. mindestens auf den letzten Meter) laufen zu lassen, anstatt sie direkt vor die Schultür zu liefern.

2023-09-11

Die Hintergrundgeschichte des Kultur Kaki Kick-Offs: Von wandernden Wohnzimmern zu einladenden Räumen

 💭Bevor Sie sich Ihren Kalender für das bevorstehende Kultur-Kaki-Kick-Off am 22. Oktober vormerken, lassen Sie uns einen Spaziergang in die Vergangenheit machen. Haben Sie sich jemals über die Wurzeln dieses Festivals gewundert? 


🔎Lass uns eintauchen.


🚀The Genesis: Wandering Living Room

Letztes Jahr, im Dezember 2022, startete CGE mit 9 großartigen jungen Menschen aus Erfurt, Weimar und Jena das Placemaking Youth Ambassadors-Programm. Angetrieben von ihrem Hintergrund in Stadtplanung und Architektur waren sie alle daran interessiert, öffentliche Räume in ihren Städten wiederzubeleben, um Inklusivität und Gemeinschaftsgeist zu fördern🏘️🤝



💡Im August 2023 entwickelten die Placemaking Ambassadors zusammen mit ihren Mentoren dieses brillante Konzept: The Wandering Living Room. Am 26. und 27. August unternahm das Wohnzimmer einen Roadtrip durch Erfurt und Weimar. Passanten und Besucher wurden in diesem provisorischen Wohnzimmer willkommen geheißen, um ihre persönlichen Geschichten und Erfahrungen über den Umzug in die Stadt oder sogar nach Deutschland als Ganzes zu teilen.


🛋️Worum ging es? Unser Wandering Living Room war nicht nur ein gemütlicher Raum mit Sofas und Kissen. Es war eine Leinwand für einzelne Geschichten, die einen gemeinsamen Wandteppich bilden sollten. Ziel des Projekts war es, die Vorstellungen von Heimat und Migration im städtischen Raum zu erforschen und alle dazu einzuladen, über ihre eigenen Reisen nachzudenken. Es nahm die Intimität eines Wohnzimmers und verschmolz es mit dem öffentlichen Raum, wodurch die Grenzen zwischen öffentlichen und privaten Räumen aufgelöst wurden.


🧳Ein Blick über das Wohnzimmer hinaus: Das Besondere an dieser Initiative waren ihre performativen Aspekte. Das Wohnzimmer war nicht stationär; Es wurde auf Karren gepackt und durch die ganze Stadt transportiert, genau wie viele von uns ihr Leben bewegen – manchmal häufiger, als uns lieb ist. Dieser Aspekt diente als visuelle Erinnerung an den ständigen Wandel, in dem sich viele befinden, egal ob sie Studenten oder neue Bewohner sind.

🪁Wie hängt es mit dem Kultur Kaki Festival zusammen? Während der Wandering Living Room das Konzept von Zuhause und Zugehörigkeit im Mikromaßstab erforschte, zielt das kommende Kultur Kaki Festival darauf ab, dieselben Themen auf eine breitere Leinwand anzuwenden 💌– die des Ka-Ki-Platzes. Das Festival wird als größere Plattform dienen, um mehrere Perspektiven zu integrieren und die Beteiligung der Interessengruppen an der zukünftigen Entwicklung dieses wichtigen öffentlichen Raums zu fördern.

.

🗣️So wie sich im Wandering Living Room einzelne Stimmen zu einer kollektiven Erzählung zusammenfügten, stellen wir uns vor, dass beim Kultur Kaki Festival eine Symphonie aus Ideen und Bestrebungen Gestalt annimmt. Betrachten Sie dies also als Ihre offizielle Einladung – seien Sie Teil dieses wunderschönen Wandteppichs, den wir am Ka-Ki-Platz schaffen. Lasst uns teilen, kreieren und zusammengehören.

Wir sehen uns am 22. Oktober und lassen Sie uns den Ka-Ki-Platz zu einem lebendigen Zeugnis unserer gemeinsamen Träume machen!

Kontakt: www.kakiplatz.blogspot.com 


🌟 KaKi Kultur Kick-Off: Gestalten wir gemeinsam die Zukunft des Ka-Ki-Platzes!

 Liebe Weimarerinnen und Weimarer!

Machen Sie sich bereit für eine farbenfrohe Reise der Transformation und des Zusammenhalts in der Gemeinschaft in diesem Herbst. Am Sonntag, den 22. Oktober, laden wir Sie ein, Teil einer wunderschönen Initiative zu werden: der KaKi Kultur Kick-Off auf unserem August-Frölich-Platz.


📅 Wann: 22.10.2023

📍Wo: August-Frölich-Platz, 99423 Weimar


🎯 Das bereiten wir für Sie vor:

🚗 Safe Streets Initiative: Verkehrsbedenken? Wir hören dich! Unser Hauptziel ist es, für sicherere Straßen zu sorgen und die Behörden daran zu erinnern, die Sanierung des Platzes genau im Auge zu behalten. Verschaffen wir unserer Stimme Gehör!

🤝Gemeinschaft-Zusammenarbeit: Lassen Sie uns ein Brainstorming durchführen und von der Zukunft des Ka-Ki-Platzes träumen.

🌱 Samen pflanzen: Wir hoffen, den Samen für eine Reihe von Placemaking-Initiativen und Co-Creation-Initiativen für unsere Gemeinschaft zu säen.

Unterhaltsame Aktivitäten an diesem Tag:

🎨 Community Canvas: Es wurde eine offene Einladung an die gesamte Gemeinschaft gerichtet, an einem Malen-im-Freien auf dem Platz teilzunehmen. Diese Aktivität schafft nicht nur Kunstwerke, sondern fördert auch die Bindung zur Gemeinschaft, indem sie sich einen besseren gemeinsamen Raum vorstellt und Ideen für die gemeinsame Gestaltung dieses Raums liefert.

📋 Ihre Meinung zählt: Um die kollektive Denkweise der Bewohner zu erschließen, führen wir eine Umfrage zum öffentlichen Raum in der Westvorstadt durch. Ihre Beiträge sind für den Erfolg dieser Initiative von entscheidender Bedeutung. Nehmen Sie also unbedingt am 22. Oktober teil.

🎈Workshops: Durch Workshops, die in Placemaking-Methoden verankert sind, wollen wir ein tieferes Verständnis und eine tiefere Verbindung zwischen dem Ka-Ki-Platz und seinen Bewohnern fördern. Gemeinsam werden wir das latente Potenzial dieses Raums aufdecken und ihn in einen geschätzten Gemeinschaftsknotenpunkt verwandeln.

🛋 Wandering Living Room Flashback: Erinnern Sie sich an das mobile Wohnzimmer, das im August durch Weimar schlenderte? Es feiert ein Comeback! Kommen Sie vorbei, teilen Sie Ihre Geschichten und engagieren Sie sich in unserer gemeinsamen Community.


🚀 Blick in die Zukunft:

Da sich der regionale Busbahnhof nach 2030 verabschiedet, bereitet sich unser Ka-Ki-Platz auf eine fußgängerfreundliche Umgestaltung vor. Betrachten Sie es als einen städtischen Spielplatz voller innovativer Experimente, aufregender Veranstaltungen und unterhaltsamer Kooperationen.

🏛Pop-up-Pavillon: Um das alles künftig zu ermöglichen, beabsichtigen wir, im Herzen des Platzes einen multifunktionalen Pavillon zu errichten. Dieser Raum soll im nächsten Jahrzehnt als Epizentrum für Diskussionen, Ausstellungen und öffentliche Veranstaltungen dienen.


💌 Ihre Einladung:

Dies ist nicht nur eine Veranstaltung. Es ist UNSERE Veranstaltung. Es geht um unsere Träume, unseren Platz und unser gemeinsames Streben nach einer besseren Zukunft. Kreisen Sie also dieses Datum ein, schnappen Sie sich Ihre Familie und Freunde und lassen Sie uns zu einem unvergesslichen Tag der gemeinsamen Gestaltung zusammenkommen.

Wir sehen uns am 22. Oktober! Gemeinsam werden wir unseren geliebten Ka-Ki-Platz neu erfinden, verjüngen und umgestalten.


💪Unser Team


Kontakt: www.kakiplatz.blogspot.com 


2023-09-08

Lernen von "Meanwhile city"

Eine tolle Veröffentlichung "Meanwhile City" von Milk - erhältlich kostenlos hier - inspirierte mich zu folgenden Gedanken bezügliche einer Zwischennutzung des Platzes bis zu deren Neugestaltung nach 2030.


Eine durch die Nutzergemeinschaft gemeinsam entwickelte Zwischennutzung ist von entscheidenden Rolle für den Erfolg eines neuen städtischen Raumes.

Für die Erbe der Zwischennutzung :

- Bildungsvorteile - neue Fähigkeiten die Nutzer dabei für das ganze Leben erlernen können. Nota bene: Es befinden sich in direktem Einzugsgebiet des Ka-Ki-Platzes 4 große Bildungseinrichtungen (JenaPlan Schule, Friedrich-Schiller-Gymnasium, Goethegymnasium, Pestalozzi Grundschule).

- gute Design Lösungen - wir halten bereits Ausschau!

- ein Betriebskonzept, das die kulturelle Aktivitäten ermutigt, lokale Geschäfte unterstützt und mit der Gemeinschaft für deren Zusammenhalt arbeitet ist von enormen Bedeutung und trägt zum Leben nach der Zwischenzeit bei. 

- Umweltfreundlichkeit ist der Schlüssel. Es muss überlegt werden was mit jedem Teil des Projektes danach passieren wird. Idealerweise, was verbleibt auf und um den Platz nach dem Projektende sind Fähigkeiten und Inspirationen, dafür keine Spuren in der Umwelt.

Die Zwischennutzung ist nicht nur Marketing. Neben ein Werkzeug für Kommunikation, Konsultationen und Veränderung der Wahrnehmung eines Ortes zu sein, muss es auch eine künftige Realisierbarkeit enthalten, bzw. generieren.

Gleichzeitig muss die Zwischennutzung von den Entwickler der Endnutzung (Stadtverwaltung Weimar) als das Fundament für die Endnutzung gesehen werden. Es gibt keinen Grund, beide Entwicklungsphasen als getrennt voneinander zu betrachten.

Eine Zwischennutzung kann sich auf vielen Ebenen abspielen, die zwischen temporär und permanent (innerhalb des begrenzten Zeitraumes) variieren. Eine temporäre Möblierung die witterungsabhängig bereit gestellt wird ist Beispiel für eine günstige Bereicherung des öffentlichen Raumes. Ein Pavillon ist ein Beispiel für eine kostenintensivere dafür aber ehrlichere Lösung, die mit vielen Vorteilen verbunden sein kann, in dem Simulationen einer später realisierbaren Ergänzung des Programms über einen längeren Zeitraum getestet werden können.

Um es uns einfacher zu machen, werden in dem Buch 10 Schritte zu einer erfolgreichen Zwischennutzung beschrieben. Hier eine Zusammenfassung:

1. Mit einem breit geteilten Ziel beginnen. (hier ist was noch vor dem ersten Schnee zu erwarten)

2. Partner finden und bereit zum Experimentieren bleiben. (daran arbeiten wir gerade intensiv)

3. Finanzierung nachhaltig sichern. (hierfür brennen schon einige Gehirne)

4. Umwelteinfluss auswerten - flexibel und nachhaltig über die Projektzeit hinaus. (selbstverständlich)   

5. Lokale Gemeinschaft kennenlernen und engagieren. (merkt Euch schon den 22.10.2023)

6. Vertrauen zwischen Bewohnern, Geschäftsleuten und lokalen Verwaltung aufbauen. (das ist das langfristige Ziel aller unseren Aktivitäten. Wir freuen uns auf eine langfristige Fortsetzung der bereits ertragreichen Zusammenarbeit. Dafür werden wir von allen Richtungen Offenheit und Hilfsbereitschaft brauchen)

7. Lösungsansätze diversifizieren. (flexibel sind wir von Natur aus)

8. Tagtäglichen Betrieb berücksichtigen. (erst nach 2025)

9. Werte und Aktivitäten klar kommunizieren! (es wird nach Kommunikationsspezialisten gesucht)

10. Klein beginnen um die Ergebnisse hochzuskalieren. (Ihr seid die Lawine!) 

Die Welt hat schon hunderte tolle Beispiele erfolgreicher Zwischennutzungen im öffentlichen Raum gesehen, die die Nutzergemeinschaften zusammen gebrach und resilienter gemacht haben. Wir hoffen mit Euch neue, oder bereits gut bewahrte Ideen auf dem Ka-Ki-Platz umzusetzen - und dabei noch ganz viel Spaß haben. 

2023-09-06

Mobilitätsknoten!

Breaking news:

in einem freundlichen Telefonat mit der Stadtverwaltung konnte ich in Erfahrung bringen: bereits im Mai 2023 verabschiedete der Stadtrat die Entscheidung einen Mobilitätsknoten nördlich des Hauptbahnhofes auszubauen. Nach Plänen von quaas-stadtplaner aus Weimar soll dort der Bahnverkehr mit dem regionalen Busverkehr integriert werden, damit das Umsteigen und Reisen aus und nach Weimar einfacher werden. Die gesamte Studie ist unter dem Link abrufbar.  

Der ganze Gebiet nördlich des Bahnhofs soll ungefähr in die Richtung ab Jahr 2030 entwickelt werden:


Was bedeutet das alles für den Ka-Ki-Platz? 

- die Rolle des Verkehrsknoten wäre verloren gegangen...
- der Hoffmann-von-Fallersleben-Straße könnten ganz neue Bedeutungen zugeschrieben werden,
- die vorhandene Verkehrsfläche wird überflüssig...
- die Unterbindung einer Abkürzung der Wege durch August-Frölich-Platz durch Autos wird realistischer, 
- und vor allem:
Dieser ganze Busse Kram wird Geschichte! 


Die vorgestellte Rahmenplanung schenkt uns eine gewisse Sicherheit und sehr viel Zeit um den Platz mit Ideen, Konzepten, Experimenten, Visionen und Leben zu füllen!

Bis dahin, nach quaas-stadtplanern, Zuversicht ist geboten (zitierter Rahmenplan, s.31):
"Wenn es gelingt, den Regional- und Fernbusverkehr im Bereich nördlich des Bahnhofs einzuordnen, könnte der derzeitige Regionalbusbahnhof an der Hoffmann-von-Fallersleben-Straße    (1,5 km vom Hauptbahnhof entfernt) aufgegeben werden, 
was insbesondere für diesen innerstädtischen Standort neue Entwicklungsperspektiven generiert
Die dadurch freiwerdenden Haltestellen in der Schopenhauerstraße könnten von den Stadtbuslinien genutzt werden, welche derzeit beengt ausschließlich im Bereich des August-Baudert-Platz untergebracht sind. Zudem müssten die überwiegend von Norden einfahrenden Regionalbuslinien nicht mehr die Innenstadt durchfahren.
Aus Richtung Süden einfahrende Linien können zusätzlich die Haltestellen der SWG im Stadtgebiet anfahren – eine gemeinsame Nutzung der Haltestellen stellt nach Aussage beider Busunternehmen kein Problem dar."

2023-09-01

WHO Ziel: 30 km/h weltweit - warum nicht in der Westvorstadt?

Die Welt entwickelt sich in Richtung unfallfreier Städte. Schön, dass Weimar den Anschluss nicht verlieren will und die Ziele bereits teilweise umgesetzt hat. Jetzt ist Mut zur Vervollständigung der Umsetzung gefragt!

Aus der Internetseite der World Health Organisation:  

Streets for Life: Warum #Love30?

Niedriggeschwindigkeitsstraßen retten Leben und sind das Herzstück jeder Gemeinschaft. Geschwindigkeitsbegrenzungen von 30 km/h, bei denen sich Menschen und Verkehr vermischen, sorgen für sichere, gesunde, grüne und lebenswerte Straßen, mit anderen Worten: Straßen fürs Leben. Die 6. UN-Woche für globale Verkehrssicherheit fordert politische Entscheidungsträger dazu auf, sich für langsame Straßen weltweit einzusetzen und die Geschwindigkeit auf 30 km/h zu begrenzen, wenn Menschen dort gehen, leben und spielen. Schließen Sie sich der Kampagne #Love30 an und fordern Sie, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen von 30 km/h in Städten und Dörfern weltweit zur Norm werden.

Welche Vorteile haben 30-km/h-Straßen?

30 km/h-Straßen sind sicher und gesund.

30-km/h-Straßen schützen alle, die sie nutzen, insbesondere aber die Schwächsten wie Fußgänger, Radfahrer, Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen. 30-km/h-Straßen, in denen sich Menschen und Verkehr vermischen, tragen dazu bei, Verkehrstote zu verhindern und körperliche Aktivität zu fördern, denn wenn die Straßen sicher sind, gehen die Menschen mehr zu Fuß und radeln.

30 km/h-Straßen sind grün.

30-km/h-Straßen sind für die Umstellung auf CO2-freie Mobilität von entscheidender Bedeutung. Straßen, die sicheres Gehen und Radfahren fördern, können die Autoabhängigkeit und schädliche Fahrzeugemissionen verringern, die zum Klimawandel beitragen. Um die Umwelt zu schützen, brauchen die Menschen sichere Straßen mit langsamer Geschwindigkeit, die nachhaltige Transportmöglichkeiten fördern.

30 km/h-Straßen sind bewohnbar.

Lebenswerte Straßen, die durch niedrige Geschwindigkeiten ermöglicht werden, stehen im Mittelpunkt der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und können viele ihrer Ziele ermöglichen. Während wir uns besser von der COVID-19-Pandemie erholen, sollten alle von langsamen Straßen profitieren, damit sie nicht nur überleben, sondern auch gedeihen. 30 km/h-Straßen, in denen sich Menschen und Verkehr vermischen, sind Straßen fürs Leben.

Link zu Originalartikel

Warum über 30 km/h überhaupt noch reden? Trotz der Einführung der Geschwindigkeitsbegrenzung bis 30 km/h in weiten Teilen der Westvorstadt bleiben die am Ka-Ki-Platz einmündende Straßen: 

- Abraham-Lincoln-Straße

- Paul-Schneider-Straße

- so wie die Erfurter Straße

immer noch mit 50 km/h auf der 200m langen Strecke bis zum Stadtring priorisiert, was zu oft zu gefährlichen Situationen, oder zu Unfällen wie dieser unweit des Ka-Ki-Platzes führt:



Der Unfall fand am 16.07.2023 an der Kreuzung Mozartstraße / Paul-Schneider-Straße statt. Es war der zweite Unfall an dieser Stelle alleine im Jahr 2023! Die Mozartstraße wird intensiv als Schulweg in Richtung Friedrich-Schiller und Goethegymnasium genutzt. Die Antwort auf die Frage, ob die Sicherheit der Kinder wichtiger als 2 ersparte Sekunden durch den Regionalbus ist, sollte ziemlich klar sein.

Was bedeutet eine menschenfreundliche Stadtplanung?

Um die in diesem Blog bisher locker eingeworfene Gedanken für unsere Sache zu strukturieren, habe ich mich auf ChatGPT gestützt. Auf meine Frage nach menschenfreundlichen Planung erhielt ich passend sortierte Eckpunkte, sowie Argumente für unsere Bestrebungen am Ka-Ki-Platz:

Eine menschenfreundliche Stadtplanung, auch als stadtplanerische oder urbane Gestaltung bezeichnet, zielt darauf ab, Städte so zu gestalten und zu entwickeln, dass sie die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Menschen in ihnen fördern. Hier sind einige Schlüsselprinzipien und Merkmale einer menschenfreundlichen Stadtplanung:

  1. 1. Zugänglichkeit und Mobilität: Eine menschenfreundliche Stadtplanung legt Wert auf barrierefreie Wege, öffentliche Verkehrsmittel und Infrastruktur, die es allen Menschen ermöglichen, sich sicher und effizient in der Stadt zu bewegen. Das kann den Ausbau von Fußgängerzonen, Radwegen und öffentlichen Verkehrsmitteln einschließen.

  2. 2. Grünflächen und Natur: Die Integration von Grünflächen, Parks und Erholungsgebieten in die Stadtplanung fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bewohner. Grüne Oasen bieten Orte zum Entspannen, Sport treiben und soziale Kontakte knüpfen.

  3. 3. Gemeinschaftsorientierte Räume: Die Schaffung von öffentlichen Plätzen, Märkten und anderen gemeinschaftlichen Räumen fördert die soziale Interaktion und das Gefühl der Zugehörigkeit zur Stadt.

  4. 4. Bezahlbarer Wohnraum: Die Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum ist entscheidend, um sicherzustellen, dass Menschen unterschiedlicher Einkommensgruppen in der Stadt leben können.

  5. 5. Kulturelle Vielfalt: Eine menschenfreundliche Stadtplanung unterstützt kulturelle Vielfalt und fördert kulturelle Veranstaltungen und Institutionen.

  6. 6. Umweltschutz: Nachhaltige Stadtplanung integriert Umweltschutzprinzipien, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren und die Lebensqualität der Bewohner zu verbessern.

  7. 7. Sicherheit: Eine sichere Umgebung, die Verbrechensprävention und den Schutz vor Verkehrsunfällen berücksichtigt, ist ein wichtiger Aspekt einer menschenfreundlichen Stadtplanung.

  8. 8. Partizipation und Bürgerbeteiligung: Bürgerbeteiligung bei der Stadtplanung ermöglicht den Bewohnern, ihre Bedürfnisse und Anliegen einzubringen und trägt dazu bei, dass die Planung den tatsächlichen Bedürfnissen der Gemeinschaft entspricht.

  9. 9. Wirtschaftliche Chancen: Die Schaffung von Arbeitsplätzen und wirtschaftlichen Möglichkeiten in der Stadt trägt zur sozialen und wirtschaftlichen Stabilität bei.

  10. 10. Gesundheitswesen und Bildung: Die Verfügbarkeit von Gesundheitsdiensten und Bildungseinrichtungen ist entscheidend für die Lebensqualität in einer Stadt.

Zusammengefasst strebt eine menschenfreundliche Stadtplanung danach, Städte lebenswerter, nachhaltiger und inklusiver zu gestalten, indem sie die Bedürfnisse und Wünsche der Bewohner in den Mittelpunkt stellt und die Lebensqualität in urbanen Gebieten verbessert. Dies kann dazu beitragen, dass Städte lebendige, attraktive und gesunde Orte für Menschen jeden Alters und Hintergrunds sind.

Beliebte Posts