Posts mit dem Label Umfrage werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Umfrage werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

2025-11-01

12 Schatten für FröHlich

Im Rahmen des fünften Zukunfts(t)raum beschloss die Initiative einen, bzw. mehrere Zeichen auf dem Platz zu setzen.

Die Anzahl der Anwesenden war gerade so ausreichend um ansatzweise den künftigen Hain am Ort darzustellen. 


So konnte jeder Baum personifiziert werden und sich an seinem künftigen Standort umschauen und anfühlen.




Dies ist ein Baumhain


Jetzt wissen wir wie viel für den Beginn der Umgestaltung notwendig ist:

🌳 Zwölf Schatten – Weimar zeigt, wie Klimaanpassung geht

Weimar, Fröhlich-Platz. Wo sich im Sommer die Hitze staut, wird bald etwas Neues entstehen: zwölf Bäume – gesetzt in große Pflanzkübel, grün, lebendig, bereit zum Wachsen. Sie sind kein fertiger Park, sondern ein lebendiger Prototyp. Ein Vorgeschmack darauf, wie der Platz aussehen könnte, wenn die Stadt Weimar ihre eigenen Klimaziele ernst nimmt.

🌿 Klimaanpassung – auf die einfache Art

Die Idee ist so schlicht wie wirksam:

Statt jahrelang auf Genehmigungen, Tiefbau und Förderanträge zu warten, bringen wir das Grün einfach jetzt schon auf den Platz. Jeder Kübel spendet Schatten, kühlt durch Verdunstung und macht den Fröhlich-Platz wieder begehbar. Die mobilen Bäume lassen sich flexibel anordnen, gießen, verschieben – und sie machen sichtbar, was in Zukunft dauerhaft wachsen soll.


Diese spontane Maßnahme erfüllt genau das, wozu Gesetze und Strategien längst verpflichten:

  • Das Bundes-Klimaanpassungsgesetz (2024) verpflichtet Städte, konkrete Anpassungsmaßnahmen anzugehen – mobile Stadtbäume sind ein Paradebeispiel dafür.
  • Das Thüringer Klimagesetz und die neue vorsorgende Klimaanpassungsstrategie fordern, dass Städte wie Weimar Hitzeschutz und Begrünung aktiv umsetzen.
  • Und das Baugesetzbuch (§1a) nennt ausdrücklich den Schutz vor Klimafolgen als städtebauliche Aufgabe – ob mobil oder eingepflanzt.

Wir helfen also nur ein bisschen nach.


💧 Was jetzt passiert

Die Initiative „Fröhlich-Platz“ setzt sich für zwölf große Pflanzkübel ein – jeder Baum bekommt seinen Platz, seine Patin oder seinen Paten und regelmäßige Pflege.

Die Kübel sollen kein Provisorium sein, sondern Teil einer städtischen Lernphase: Wie verändern sie Temperatur, Aufenthaltsqualität, Wasserbedarf? Welche Arten kommen mit dem Standort klar?

Diese Erfahrungen fließen direkt in das entstehende Klimaanpassungskonzept der Stadt Weimar ein – als greifbares Beispiel, wie Bürger*innen Engagement zeigen, bevor die Verwaltung mit Planungsprozessen aufholt.

🌼 Ein Platz atmet auf

Die zwölf Kübel stehen nicht nur für Bäume, sondern für eine Haltung: Wir warten nicht auf Beschlüsse – wir handeln im Sinne der Gesetze, bevor sie umgesetzt sind.

Die Aktion ist Einladung, Anstoß und freundlicher Druck zugleich:


„Weimar hat den Auftrag zur Klimaanpassung – wir fangen schon mal an.



📚 Quellen & rechtlicher Hintergrund

  • Bundes-Klimaanpassungsgesetz (KAnG), in Kraft seit 01.07.2024
  • Deutsche Anpassungsstrategie 2024 – Umsetzungspflichten für Kommunen
  • Baugesetzbuch §1a – Klimaanpassung als Ziel der Bauleitplanung
  • Thüringer Klimagesetz (ThürKlimaG) und Entwurf der vorsorgenden Klimaanpassungsstrategie Thüringen
  • Stadt Weimar: Klimaanpassungskonzept (in Erarbeitung), Beirat für Klimaschutz und Klimafolgenanpassung

Abschließend eine visuelle Gedankenstütze:



2025-10-31

Ein Platz, der uns allen gehört – Ergebnisse der Sommerumfrage

Im Rahmen der sommerlichen Auswertung unserer Nachbarschaftsumfrage haben sich zwei charmante „Botschafter“ des Platzes vorgestellt:

  • Imker Fröhlich, der regelmäßig am Rande des Platzes seine Bienen beobachtet,

  • und Meerjungfrau Lotte, die sinnbildlich für den unterirdischen Lottebach steht, der unter dem Platz verläuft.

Sie standen symbolisch für die Auswertung der Umfrage, an der sich über 200 Anwohnerinnen und Anwohner beteiligt haben – ein beachtliches Zeichen des Interesses und der Verbundenheit mit diesem öffentlichen Raum. Von den 199 ausgewerteten Rückmeldungen ergibt sich ein klares Bild: 95 % der Befragten befürworten dauerhafte Verbesserungen am Platz.

Deutliche Mehrheit für mehr Aufenthaltsqualität

Eine überwältigende Mehrheit wünscht sich, dass der Platz künftig ruhiger, grüner und sicherer gestaltet wird.

  • 91 % der Teilnehmenden sprachen sich für eine Verkehrsberuhigung aus,

  • 64 bis 85 % wünschen sich mehr Bepflanzung,

Diese Ergebnisse zeigen ein breites Interesse an einer ausgewogenen Entwicklung des Platzes – hin zu einem Ort der Begegnung, der Sicherheit und des gemeinschaftlichen Lebens, ohne dabei Funktionalität oder Zugänglichkeit aus den Augen zu verlieren.

Breite Beteiligung aus der Nachbarschaft

Die Umfrage wurde spontan über Aushänge am Platz durchgeführt – ohne gezielte Werbung oder Kampagnen – und spiegelt damit ein authentisches Meinungsbild der Nachbarschaft wider. Die hohe Beteiligung verdeutlicht, dass es sich hier nicht um ein Einzelanliegen, sondern um ein gemeinsames Interesse vieler Bürgerinnen und Bürger handelt.


Ein gemeinsamer Weg nach vorn

Die Ergebnisse laden dazu ein, in einem offenen Dialog über die Zukunft des Platzes zu sprechen. Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die sowohl Lebensqualität als auch Erreichbarkeit in Einklang bringt – und damit den Platz zu einem lebendigen Mittelpunkt unseres Viertels macht.


Vollständige Ergebnisse auf: www.initiative-froehlich-platz.de  Zukunftsmaschine und Internetseite gefördert durch:



Kommentar von Dr. Ammalia Podlaszewska zu den Ergebnissen:

Placemaking bedeutet nicht nur, lebendige und funktionale Räume zu gestalten – es muss auch Placecaring umfassen.

Das Prinzip des Placemakings sollte über die physische Gestaltung hinausgehen: Es fördert das Wohlbefinden der Menschen, des Ortes selbst und der fortlaufenden Praktiken, die ihn erhalten.

Placecaring betont, wie Menschen einen Ort nutzen, respektieren und im Laufe der Zeit pflegen. Es schafft ein Gefühl gemeinsamer Verantwortung und langfristiger Fürsorge. Wenn Menschen sich um einen Ort kümmern, kümmern sie sich auch umeinander – so entstehen tiefere Verbindungen und ein stärkeres Gefühl der Zugehörigkeit.

Die Ergebnisse der Gemeinschaftsbefragung verdeutlichen die Bedeutung von Placecaring: Nur durch Fürsorge und Verantwortungsbewusstsein können Orte zu lebendigen, gemeinschaftlich getragenen Räumen werden – für heutige und kommende Generationen.

2025-05-10

Perspektivenwechsel

Seit 09.05.2025 kann keiner mehr sagen „ich wusste nicht von der Initiative“.


Dank der kräftigen Unterstützung durch den Lokalen Aktionsplan Weimar, der Mega professionellen Umsetzung durch den Gaswerk e.V. und natürlich der zahlreich anwesenden Nachbarschaft, steht unser gemeinsam entworfener Info- und Treffpunkt der Bürgerinitiative am Platz! 

Das Ziel unsere Ideen und Visionen dauerhaft sichtbar zu machen, Diskussionen anzuregen, sowie die NachbarInnen näher zu einander zu bringen wird jetzt tagtäglich ermöglicht. Die durch den sichtbaren QR-Code verlinke Umfrage läuft bis Mitte Juni - verteilt sie gerne und nimmt Teil. Es wird an dem populärsten Szenario weitergearbeitet. Hinweise und weitere Ideen sind selbstverständlich willkommen.

Jeder und jede, auch bei gelegentlichem Vorbeigehen darf jetzt seine Perspektive sogar auf mehrere Art und Weise wechseln:

- durch kennenlernen von vier möglichen Szenarien für den Platz, untersucht durch Studentinnen der BUW 

- durch spontane Interaktionen mit anderen Nutzerinnen am Treffpunkt (schon am ersten Tag gab es manche emotionale Diskussionen)

- durch betreten des Treffpunktes über die Sitze kann man aus einem 1m höheren Winkel einen Blick auf den Platz werfen.

- durch aktive Teilnahme an der verlinkten Umfrage den Einfluss auf die künftige Gestaltung ausüben.


Viel Spaß bei der Nutzung!


2025-03-14

neue Internetseite der Bürgerinitiative

Gestalte mit uns die Zukunft des Fröhlich-Platzes!

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

wir haben großartige Neuigkeiten! Dank der Unterstützung der Stadt Weimar über den Lokalen Aktionsplan Weimar haben wir unserer Bürgerinitiative eine neue, moderne Internetpräsenz geschaffen. Dort findet ihr alle bisher entwickelten Zukunftsszenarien für den Fröhlich-Platz – und das Beste: Ihr könnt mitentscheiden!


👉 Macht mit bei unserer Umfrage – auf Deutsch oder Englisch! Eure Meinung zählt und bringt uns gemeinsam dem Ziel eines lebendigen, einladenden Stadtteilplatzes näher.

Nehmt euch einen Moment Zeit, stöbert durch die neuen Inhalte und macht euch am besten auf einem großen Bildschirm ein Bild davon.

Hier geht’s direkt zur Website: 

www.initiative-froehlich-platz.de

Lasst uns zusammen den Fröhlich-Platz gestalten!

Euer Team der Initiative Fröhlich-Platz



2025-02-17

Szenario 4: Der Frölich-Platz als interaktiver, fußgängerfreundlicher Erlebnisraum

Dieses Szenario stellt eine visionäre, ökologisch nachhaltige und zukunftsorientierte Neugestaltung des August-Frölich-Platzes vor. Im Fokus steht die Schaffung eines attraktiven, spielerischen und barrierefreien Stadtplatzes, der insbesondere für Kinder, Familien und Fußgänger*innen gestaltet wird. Durch eine veränderte Verkehrsführung, interaktive Elemente und natürliche Gestaltung wird der Platz zu einem einladenden Ort der Begegnung, Bewegung und Entspannung.

Kernidee & Umsetzung

  • Fußgängerfreundliche Gestaltung & Verkehrsberuhigung:
    • Der Platz wird für Fahrzeuge gesperrt, nur ein Radweg führt hindurch.
    • Die zwei Bushaltestellen werden verlegt, um den Raum vollständig für Fußgänger*innen nutzbar zu machen.
  • Spiel- und Erlebniszonen:
    • Spielplatz mit Geräten für Kinder:
      • Südlich der Kirche gelegen, um die Sicht auf das Gebäude nicht zu beeinträchtigen.
      • Fördert Bewegung, Spaß und soziale Interaktion.
    • Calisthenics Anlage für Erwachsene und Jugendliche:
      • Fördert Bewegung, Spaß und soziale Interaktion auch bei Menschen ohne Kleinkinder
    • Bespielbare Brunnen mit kleinen Wasserbecken:
      • im nördlichen Teil des Platzes, um eine künstlerisch und spielerisch nutzbare Wasserfläche zu schaffen.
      • Verbindet ästhetische Stadtgestaltung mit praktischer Nutzung zur Abkühlung im Sommer - angenehm auch für die ältere Bewohnerschaft.
    • Gemütlicher Sitzbereich mit Bühne:
      • Gegenüber der Kirche, in direkter Nähe zum bestehenden Café.
      • Gastronomie & Kultur werden durch eine Bühne für temporäre Aufführungen bereichert.
  • Naturnahe Gestaltung & ökologische Innovation:
    • Der Lottebach, der derzeit unterirdisch verläuft, soll wieder an die Oberfläche gebracht werden.
      • Dies ermöglicht spielerische Wassernutzung für Kinder.
      • Das fließende Wasser könnte das Mikroklima verbessern und den Platz im Sommer kühlen.
    • Die Platzgestaltung folgt einer organischen, fließenden Formensprache, die natürliche Bewegungsmuster und Aufenthaltsqualität unterstützt.
    • Grüne Elemente wie Bäume, Pflanzen und kleine Naturinseln schaffen eine angenehme, nachhaltige Atmosphäre.
  • Flexible Nutzung & offene Programmgestaltung:
    • Die zentrale Hauptroute bleibt frei für temporäre Aktivitäten, von Straßentheater über Pop-up-Stände bis hin zu sportlichen Events.
    • Die Planung ist partizipativ ausgerichtet, sodass zukünftige Veränderungen an die Bedürfnisse der Anwohner*innen angepasst werden können.

Vorteile des Szenarios

Maximale Aufenthaltsqualität für Fußgänger*innen & Familien

  • Der Platz wird barrierefrei, kindersicher und einladend für alle Generationen.
  • Durch Sitzgelegenheiten, Wasserspiele und begrünte Flächen entsteht eine Wohlfühloase inmitten der Stadt.

Spiel, Kunst & Interaktion im öffentlichen Raum

  • Die Mischung aus Spielplatz, Wasserflächen und einer offenen Bühne bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.
  • Der Spielaspekt fördert Begegnung, Aktivität und Freude im urbanen Raum.

Ökologische und nachhaltige Stadtentwicklung

  • Die Freilegung des Lottebachs fördert Biodiversität, verbessert das Stadtklima und schafft eine natürliche Wasseroase.
  • Grünflächen reduzieren Hitze und steigern die Lebensqualität.

Flexibilität & Zukunftsorientierung

  • Das Konzept bleibt anpassbar und offen für neue Ideen.
  • Die Umgestaltung kann unabhängig von der zukünftigen Nutzung des Busbahnhofs erfolgen.

Herausforderungen & mögliche Nachteile

Verlegung der Bushaltestelle & Verkehrsanpassung

  • Die Neupositionierung des öffentlichen Nahverkehrs muss gut durchdacht sein.
  • Lösung: Eine enge Abstimmung mit Stadtverwaltung und ÖPNV-Betreibern.

Kosten und baulicher Aufwand

  • Die Umgestaltung erfordert technische und finanzielle Ressourcen.
  • Lösung: Mitfinanzierung durch nachhaltige Entwicklungsprogramme.

Akzeptanz & Nutzungsvielfalt

  • Manche Anwohner*innen könnten eine vollständige Sperrung für Autos kritisch sehen.
  • Lösung: Intensive Bürgerbeteiligung, um den Platz so inklusiv wie möglich zu gestalten.

 
c - Helge Grüter-Birgaoanu

Fazit

Dieses Szenario verwandelt den Frölich-Platz in einen zukunftsweisenden, kinderfreundlichen und ökologischen Erlebnisraum. Die Kombination aus grüner Gestaltung, spielerischen Elementen, Wassernutzung und flexibler Platznutzung macht ihn zu einem einzigartigen Ort der Begegnung. Die größten Herausforderungen liegen in der Freilegung des Lottebachs, der Anpassung des Verkehrs und der Finanzierung, doch die langfristigen Vorteile für Stadtklima, Lebensqualität und soziale Interaktion sind erheblich.

Jetzt sind Sie gefragt! Was halten Sie von diesem Szenario? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit und gestalten Sie die Zukunft des Frölich-Platzes aktiv mit.

Gefordert durch: 


Szenario 2: Der Wochenendplatz – Weekend Square

Dieses Szenario verwandelt den August-Frölich-Platz an den Wochenenden in einen dynamischen, inklusiven öffentlichen Raum, der zum Austausch und zur Begegnung einlädt. Durch gezielte temporäre Straßensperrungen entsteht eine autofreie Umgebung, in der sich vielfältige Aktivitäten entfalten können. Unter der Woche bleibt der Platz in seiner aktuellen Form als Verkehrsknotenpunkt bestehen, doch am Wochenende wird er zu einem vielseitigen, lebendigen Treffpunkt für Anwohner*innen und Besucher*innen.

Kernidee & Nutzungsmöglichkeiten

  • Markt & Kulinarik: Ein Bauern- und Flohmarkt lädt zum nachhaltigen Einkaufen ein, während das Café Koriat, Restaurant Apollon, Biebereis und Essensstände für kulinarische Erlebnisse sorgen.
  • Bewegung & Entspannung: Morgendliche Yoga-Sessions, ruhige Chill-Bereiche und gemütliche Entspannungszonen schaffen eine Wohlfühlatmosphäre.
  • Spiel & Gemeinschaft: Bereiche für Ballspiele und interaktive Freizeitangebote fördern das Miteinander.
  • Kreative & kulturelle Nutzung:
    • Multifunktionale, mobile Möbel ermöglichen flexible Nutzungen und geben den Besuchern Freiraum zur Gestaltung. Festinstallierte Bänke (mother-benches) dienen unter der Woche als Aufbewahrung für andere Sitzmöbel, damit am Wochenende eine schnelle Bespielung des Platzes möglich wird.
    • Bewegliche Leinwandflächen dienen als Flächen für künstlerischen Ausdruck, Informationsaustausch und Open-Air-Kino.
    • Live-Auftritte und Silent-Discos sorgen bis in die Abendstunden für Unterhaltung, ohne Anwohner durch Lärm zu stören.

Vorteile des Szenarios

Flexible Nutzung des Stadtraums

  • Während der Woche bleibt der Platz wie gewohnt nutzbar, während er am Wochenende zu einem lebendigen Treffpunkt wird.
  • Die temporären Veränderungen erfordern keine, bzw. nur punktuelle, baulichen Eingriffe und können an Bedürfnisse angepasst werden.

Förderung von Gemeinschaft und sozialem Austausch

  • Durch die Vielfalt der Angebote entsteht ein Treffpunkt für Menschen aller Altersgruppen und Interessen.
  • Die Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung stärkt die Identifikation der Bewohnenden mit ihrem Stadtteil.

Nachhaltigkeit & lokale Wirtschaft

  • Ein Wochenendmarkt mit regionalen Produkten fördert nachhaltigen Konsum und stärkt lokale Händler.
  • Flohmärkte bieten eine Plattform für den Austausch und Wiederverwendung von Gegenständen.

Mehr Aufenthaltsqualität & kulturelle Vielfalt

  • Bewegliche Möbel, Pflanzeninseln und künstlerische Elemente erhöhen die Attraktivität des Platzes.
  • Das abwechslungsreiche Programm mit Sport, Musik und Kunst spricht verschiedene Zielgruppen an.

Herausforderungen & mögliche Nachteile

Verkehrliche Auswirkungen

  • Die temporäre Sperrung der Straßen erfordert eine gute Planung und Kommunikation, um Verkehrsprobleme zu minimieren.
  • Alternative Routen müssen für Auto- und Busfahrer klar ausgeschildert sein.

Logistik & Organisation

  • Der regelmäßige Auf- und Abbau der mobilen Infrastruktur erfordert engagierte Organisationsteams und finanzielle Mittel.
  • Lösung: Kooperation mit Stadtverwaltung, Anwohner*innengruppen und lokalen Unternehmen.

Lärmbelastung für Anwohner

  • Abendveranstaltungen wie Silent-Discos reduzieren Lärmprobleme, aber es muss dennoch Rücksicht auf Anwohner*innen genommen werden.
  • Lösung: Begrenzung der Lautstärke für Live-Musik und klare Regeln zu Veranstaltungszeiten.


Fazit

Das Wochenendplatz-Szenario schafft eine vielseitige Nutzung des öffentlichen Raums, die sowohl Erholung als auch kulturelle Aktivitäten vereint. Die Kombination aus Markt, Sport, Kunst und Begegnung bietet einen Mehrwert für die gesamte Nachbarschaft, ohne permanente bauliche Veränderungen zu erfordern. Die größten Herausforderungen liegen in der Verkehrsplanung, Organisation und der Balance zwischen Belebung und Rücksichtnahme auf Anwohner.

Jetzt sind Sie gefragt! Was halten Sie von diesem Szenario? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit und gestalten Sie die Zukunft des Frölich-Platzes aktiv mit.

Gefordert durch: 

Szenario 1 - Platz für Feste

Dieses Szenario verwandelt den Frölich-Platz in einen lebendigen Treffpunkt für Kultur, Kreativität und soziale Begegnungen. An 1 bis 2 gewählten Wochenenden in der warmen Jahreszeit wird der Platz für verschiedene Veranstaltungen genutzt, ohne dass eine grundlegende bauliche Veränderung nötig ist. Stattdessen geschieht die Umgestaltung auf gesellschaftlicher Ebene durch eine gemeinschaftliche Organisation von wiederkehrenden Stadtteilfesten.

Kernidee & Nutzungsmöglichkeiten

  • Kulturelle Veranstaltungen: Konzerte, Open-Air-Theater und Filmvorführungen beleben den Platz und bieten Anwohner*innen und Besucher*innen abwechslungsreiche Unterhaltung.
  • Flohmärkte und Regionalmärkte: An bestimmten Wochenenden könnte die gesamte Herrmann-von-Fallersleben-Straße temporär für den Verkehr gesperrt und als Marktfläche genutzt werden. Dies würde den Platz stärker mit der Stadtmitte verbinden.
  • Kreativ- und Mitmach-Workshops: Bürger*innen könnten sich aktiv an der Gestaltung beteiligen – etwa durch gemeinsames Bauen von Sitzmöbeln oder durch Gartenprojekte.
  • Temporäre Straßensperrungen: Durch zeitlich begrenzte verkehrsfreie Zonen an Wochenenden wird die Nutzung des Platzes sicherer und vielfältiger.

Vorteile des Szenarios

Lebendige Nachbarschaft & soziale Begegnungen

  • Der Platz wird zu einem Treffpunkt für alle Generationen und schafft Raum für spontane Begegnungen.
  • Durch die gemeinschaftliche Organisation von Events entsteht ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl im Stadtteil.

Flexible Nutzung ohne bauliche Eingriffe

  • Der Charakter des Platzes bleibt unverändert, da die Veränderungen durch die Art der Nutzung entstehen.
  • Die temporären Straßensperrungen ermöglichen es, den Raum mutiger und kreativer zu nutzen.

Stärkung der lokalen Kultur & Wirtschaft

  • Lokale Künstler*innen, Händler und Initiativen bekommen eine Plattform, um ihre Angebote sichtbar zu machen.
  • Regionale Märkte könnten den Platz stärker mit der Stadtmitte verbinden und die Wirtschaft vor Ort fördern.

Erhöhte Aufenthaltsqualität & Nachhaltigkeit

  • Die Kombination aus kulturellen Angeboten und grünen Mitmach-Projekten könnte den Platz attraktiver machen.
  • Nachhaltige Nutzungskonzepte, wie Tauschmärkte oder Urban-Gardening-Initiativen, passen zu den Bedürfnissen einer modernen Stadt.

Herausforderungen & mögliche Nachteile

Lärmbelastung für Anwohner

  • Veranstaltungen, besonders Musik-Events, könnten zu Konflikten mit Anwohnern führen.
  • Lösung: Begrenzung der Veranstaltungszeiten.

Organisation & Finanzierung

  • Die regelmäßige Umsetzung von Events erfordert engagierte Organisator*innen und ausreichende Mittel.
  • Lösung: Kooperation mit lokalen Vereinen, Kulturinitiativen und Förderprogrammen.

Verkehrsprobleme durch temporäre Sperrungen

  • Die Sperrung von Straßen, insbesondere der Herrmann-von-Fallersleben-Straße würde den Regionalbusverkehr beeinträchtigen.
  • Lösung: Klare Kommunikation und Umleitungspläne, um Verkehrsprobleme zu minimieren.

Fazit

Dieses Szenario schafft ein dynamisches, kulturell bereichertes Stadtviertel, ohne kostenintensive bauliche Maßnahmen zu erfordern. Durch kreative Veranstaltungen und flexible Nutzungsformen wird der Frölich-Platz ein Ort für Begegnung, Austausch und Gemeinschaft. Allerdings müssen Herausforderungen wie Lärmschutz, Organisation und Verkehrsanpassungen bedacht werden, um eine langfristig tragfähige Lösung zu gewährleisten.

Jetzt sind Sie gefragt! Was halten Sie von diesem Szenario? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit und gestalten Sie die Zukunft des Frölich-Platzes mit.

Gefordert durch: 

2024-06-16

Frö(h)lich Fest UMFRAGE

Wir haben während des Platzfestes 175 von Euch ausgefüllte Umfragen zurückbekommen. Viele davon wurden von ganzen Familien gemeinsam ausgefüllt, daher gehen wir von einer Aussagekraft von gerundet 200 Rückmeldungen aus.

Aus der ersten Frage ergab sich, dass unsere Nachbarschaft bereits ziemlich gut vernetzt ist, weil die Nachricht über das Fest sich am meisten über Mund-zu-Mund-Propaganda verbreitete. Außerdem hat sich die Rolle eines klassischen Plakates (auch dank dem super Entwurf von Nguyen Ha' Phan) bestätigt:

Wir haben uns bemüht mit unserer Einladung alle zu erreichen: Blog, 2000 Flyer, Plakate, Zeitungsartikel. Über das Pfingstwochenende konnten wir über 1000 Gäste zählen. Es scheint auch dass unsere Einladung ziemlich gut in ganzer Stadt verteilt wurde, da die Locals weniger als Hälfte der Respondenten stellten:
Die meisten nutzen den Platz bereits täglich. Desto mehr war es vermutlich für viele überraschend, zum ersten mal den "Platz", bzw. Kreuzung, als einen städtischen Platz zu erleben. Das Potenzial dieses Raumes wurde für uns alle entdeckt. Einer der Höhepunkte war die Austragung der heiligen Messe auf dem Platz, was für die Kirchenbesucher zu einem außerordentlichen Erlebnis wurde.

Anhand des 3-tagigen Verkehrsexperimentes hatten wir genug Zeit gehabt, um die Auswirkungen auf die umliegenden Straßen zu beobachten. 3 Wochenendtage gaben uns zwar keinen Anspruch auf eine repräsentative Aussage, wie die Sperrung sich auf den Verkehrsfluss während der Arbeitswoche auswirken würde, jedoch war neben vereinzelten skeptischen Stimmen generell keine radikale Abwehr durch die Anwohnerschaft spürbar gewesen.
Und hier die entscheidende Frage: was haltet Ihr von der Sperrung? Könnte es sogar die finale Lösung sein? 
Wir haben versucht auch einzelne Stimmen oder Ideen aufzufangen:
Wir sind davon ausgegangen, dass es nicht das letzte Fest sein wird. Daher wollten wir wissen, wie Ihr Euch eine künftige Sperrung des Platzes vorstellt. Und hier kommt eine verblüffende Antwort: 122 von 175 der Befragten, also satte 70% sind dafür den Platz gleich permanent abzusperren. Die vorsichtigere, temporäre, bzw. Wochenendvariante hätte auch viele Unterstützer. Nur einzelne (2) Stimmen wären gegen eine Sperrung.
Und wenn, dann mit welchem Zweck?
Welche Argumente habt Ihr dabei erwogen?
Es gab viele interessante Gespräche darüber, wie die Sperrung sich während der Woche auswirken würde. Auch hier aber überwogen ziemlich entspannte Einstellungen der Bewohner. Zu unserer Erleichterung gab es keinen Aufstand gegen das Experiment.
Am Ende war eindeutig, dass eine Sperrung überwiegend Vorteile bringen würde:
Das würde sich - wie von Befragten deklariert - direkt auf die Nutzungsintensität dieses öffentlichen Raumes übertragen:

Fast alle Besucher sahen solche Feste als (sehr) wichtig. Hierzu gehört eine persönliche Geschichte eines älteren Anwohners der mir am letzten Abend begegnete und sagte:
"Vielen Dank an euch. Ich kann kaum meine Tränen halten. In meinem ganzen Leben in Weimar habe ich nie so viel Gemeinschaftsgefühl erhalten. Bitte, macht es weiter. Ich wünsche euch viel Erfolgt bei Gesprächen mit der Stadt, damit solche Feste häufiger stattfinden."
Es ist Euch bewusst, das der August-Frölich-Platz nicht auf dem obersten Platz der Prioritätenliste der Stadt Weimar steht, da er halbwegs ok funktioniert. Wir werden uns trotzdem für weitere, zu jeweiliger Zeit mögliche Verbesserungen einsetzten. 
Was sich dank dem Experiment eindeutig bestätigt hat, ist dass die zwei Bushaltestellen am Platz sich sehr einfach in die Hermann-von-Fallersleben-Straße integrieren lassen. Eine dadurch ermöglichte Ausweitung der Fußgängerfläche auf den gepflasterten Bereich hätte folgende Vorteile:
- weitere empfundene Verengung der Asphalt Fahrbahn = Steigerung der Verkehrssicherheit,
- Erhöhung der Aufenthaltsqualität der Bahnhofnutzer, sowie Platznutzer durch Entstehung von Platz für eine neue Haltestelle / Laube / Pavillon in der Verlängerung der von-Fallersleben,
- mehr Platz für neue Aktivitäten
- Umwandlung der "Bratpfanne" in einen freundlichen Raum durch Schattenspender, etc.
- klares Signal zur Weiterentwicklung des Platzes als Stadtteilplatz
Abschließend ein Paar Wörter zu Eurem Fest. Dieses wurde in Ehrenamt ohne Ansprüche auf Professionalität organisiert. Das Programm entstand ausschließlich durch ehrenamtliches Angebot (Verkauf wäre mit Gebühren verbunden). Immerhin, wir nehmen für das nächste Mal sehr gerne Eure Anmerkungen und Ideen mit:
Hoffentlich lässt sich im Gespräch mit der Stadt eine Lösung finden, um die finanziell sehr aufwändige Sperrung durch stadteigene, bzw. andere Maßnahmen zu organisieren. Es wurde von Herrn OB Kleine die Idee einer regelmäßigen Sperrung des Platzes für die gemeinschaftliche Nutzung begrüßt. Jetzt muss nur eine technische und förmliche Lösung her.

2023-10-26

Auswertung der Bewohnerumfrage

Foto Marina Bykova

Dank der Beteiligung von mehr als 100 Bewohner an dem Kaki Kultur Kick-Off konnten wir eine Menge an Gedanken, tollen Ideen, wie auch viele konstruktive Anmerkungen einsammeln. Die von 80 BesucherInnen während der 3 Stunden ausgefüllten Umfragen wurden nun ausgewertet. Da die Veranstaltung durch mehrere Plakate, 250 Flyer mit Briefkasteneinwurf, sowie Zeitungsartikel angekündigt war, halten wir die Ergebnisse als eine aussagekräftige und ziemlich genaue Stimme der Bewohner. Die Zahlen in diesem Eintrag wurden durch die mitgeteilten Äußerungen und Kommentare ergänzt. Bonne lecture: 


67% der Befragten wohnt in der Westvorstadt. Die Beteiligung kam aus allen Weltrichtungen um den Platz: die Straßen Hoffmann-von-Fallersleben-, Washington-, Paul-Schneider, Abraham-Lincoln-, Richard-Wagner- und die Steubenstraße waren vertreten. 22% wohnen woanders in Weimar und nur 3% außerorts. 44% nutzen den Platz täglich, 30% wöchentlich, 6% mindestens einmal im Monat, nur 20% seltener. Es ist uns also eine ganz lokale Umfrage gelungen: eine Stimme der WeimarerInnen (97%) und tatsächlichen NutzerInnen des Platzes (80%). 



Auf die Frage 'Was ist der August-Frölich-Platz für Sie heute?' antwortete die Mehrheit: ein Raum zum Queren, eine Kreuzung.   Nur 21% bestätigen es als Treffpunkt und das meistens dank der bekannten Kuchenmanufaktur. Einige Personen haben es als einen wunderschönen Platz - mit dem Vorbehalt: künftig, "to be", bzw. mit großem Potenzial bezeichnet. Außerdem spielt natürlich die katholische Kirche eine Rolle, da der Platz für mindestens 10% der Beteiligten einfach ein Platz vor der Kirche ist. 

Dass der Platz für 54% der Beteiligen ein Ort zum Queren ist, bestätigt die zentrale geographische Lage, sowie funktionelle Rolle des Platzes für die Westvorstadt. Man ist hier auch, wenn man es nicht unbedingt vor hat: eine natürliche Voraussetzung für einen lebvollen Bezirksplatz. Für ein gesundes Nachbarschafts-leben müssen aber ganz deutlich zuerst die Voraussetzungen am Ort selbst geschafft werden.

Gefragt nach besonderen vergangenen Aktivitäten, konnten nur wenige genannt werden. Viele erinnern sich an den jährlichen Laternenumzug am St. Martins Tag. Es ist tatsächlich ein wunderschönes Fest von überlokalen Bedeutung, welches zur Identifizierung mit dem Ort beiträgt. Außerdem konnten nur Boule spielen und Kaffe/Kuchen genannt werden. Diese eher magere Zuschreibung von Bedeutungen mag klare Gründe haben. Diese zeichneten sich in der fünften Frage ab. Die darauffolgende Frage brachte auch eine klare Antwort: 



Nur 14% der Befragten fühlen sich sicher auf dem Platz, und das nur die jungen Erwachsenen. 46% fühlt sich ein bisschen gestresst, vor allem beim queren der breiten Fahrbahnen. Für 40% der Nutzer ist es kein angenehmer Ort um da zu sein, bzw. fühlen sie sich gar nicht sicher. Viele Erwachsenen haben hier das empfinden ihrer Kinder übermittelt. Mehrere ältere Bewohner haben die Unüberschaubarkeit der Querungsmöglichkeiten, bzw. die Länge der Übergänge als inakzeptabel bezeichnet. Und das alles mitten im Wohngebiet!  

Wie ganz oben beschrieben, haben wir uns die Mühe gegeben, mit der Initiative bei der breiten Bevölkerung anzukommen, damit ein möglich weites Spektrum an Bedürfnissen kommuniziert werden konnte. Bei der 6. Frage 'Wie wichtig ist es für Sie, dass der Platz verkehrsberuhigt wird?' war auch die Option gegeben sich für das Verbleiben der vorhandenen Verkehrssituation auszusprechen. Die fünfte Antwort 'es soll bleiben wie es ist' hat jedoch KEINE der 80 Anwesenden angekreuzt. 

57% fanden es sehr wichtig, dass der Platz im Namen zum tatsächlichem Platz, also mit einer sehr starken Verkehrseinschränkung, wird. Es gab hier zusätzlich viele Anmerkungen: "Bitte ohne Autos!", bzw. in der 5. Frage fanden sich überzeugende Begründungen des schlechten Empfindens des Platzes, wie: unklare Verkehrsregelung, Nichteinhaltung der "rechts-vor-links" Regel durch die Autofahrer, Irreführende Gestaltung der Fahrbahn, weil die Strecke zwischen Steuben- und Washingtonstraße durch Asphalt hervorgehoben wird, "Verkehr von allen Seiten!", etc.. Diese Gruppe der Menschen konnte sich häufig einen Platz sogar ganz ohne Straßenverkehr gut vorstellen. Diese Einstellung hat unsere Vorstellungen übertroffen und Mut gegeben ein Schritt gewagter zu denken.

Weiterhin fanden zusätzliche 28% die Verkehrsberuhigung wichtig. Zu der Gruppe zählen Personen, die sich wahrscheinlich eine Umgestaltung mit starken Einschränkung der Verkehrsflächen vorstellen. Laut unseren Rechnungen wäre eine Halbierung der Verkehrsfläche ohne Einschränkung des Verkehrsflusses (durch Wegfall von 3 Bushaltestellen und des zentralen Wendeplatzes) möglich. 

Für 12% der Befragten schien das Thema egal zu sein. Auf diese Gruppe kann die Qualität der anstehenden menschenfreundlichen Planung künftig vielleicht überzeugend wirken. Nur 2 von den 80 Befragten fanden die Verkehrsberuhigung für sie unwichtig. Alle Beteiligten waren somit aktiv für eine Umgestaltung des Platzes. Auf der zweiten Seite der Umfrage standen deshalb die nächsten Fragen:

Hier herrschte an einigen Stellen, trotzt ermöglichten Mehrantworten, wieder Eindeutigkeit: 

- 76 von den 80 befragten (95%!) brachten die Notwendigkeit von mehr Sitzgelegenheiten zum Ausdruck. Es scheint ein direkter Auftrag an die Stadtverwaltung zu sein und es hat uns gefreut, dass dieser Bedarf von Frau Dr. Kolb an Ort und Stelle persönlich entgegengenommen wurde.  

- 71% wünschen sich an dem Ort mehr Grün und Bäume. Damit der Platz in dem immer länger werdenden Sommer nicht wie eine Bratpfanne wirkt, hätte man hier vielleicht an die ursprüngliche Vision der Grünen Kette um die Kirche zugreifen können. Das wunderschöne Gebäude war ursprünglich tatsächlich von einem Baumring umgeben. Ein viertel davon wurde jedoch irgendwann aus mutmaßlich denkmalpflegerischen Gründen entfernt. Eine Idee wäre es auch verstellbare Töpfe mit Bäumen zur Abgrenzung des Straßenverkehrs an den zwischenzeitlich den Fußgängern zugeschlagenen Flächen zu nutzen. Das könnte mit einem Schlag ein dreifacher Gewinn sein: Sicherheit und Ambiente dank den Schattenspender. Drittens: auf dieser Weise während der Zwischenzeit adaptierten Bäume könnten nach erfolgten Planung an ihre Endstelle direkt auf dem Platz ausgepflanzt werden.   

- ein klarer 3. Platz ging an die Idee einer Straßenbibliothek in der Form eines Bücherschrankes. Ein tolles Ergebnis welches bestimmt noch besser mit den guten Sitzgelegenheiten, sowie reduziertem Verkehrslärm in Einklang gebracht werden könnte. Ein Lesergarten in der Verlängerung des Pfarrergartens wäre eine ansprechende Möglichkeit an Sommertagen.. 

- viele Befürworter (38% Angaben) fand das Thema Bewegung. Dank dem tollen Team der Parkour Leute wurde Calastenics den Anwesenden anschaulich gemacht. Viele konnten auch die mitgebrachten Geräte selbst ausprobieren und erleben, wie toll es ist auf frischer Luft Sportübungen zu machen. Einer der Nachbarn hat die Idee einer Calastenics Anlage für ältere Jugendliche und Erwachsenen an dem heute komplett (außer Hunde) ungenutztem grünem Dreieck südlich der Kirche vorgestellt. Diese wäre relativ unkompliziert, mit dem Vorbehalt es handelt sich um kein Kinderspielplatz, realisierbar, so die Stadtvertreterin.  

- die fünfte der am meisten gewählten Funktionen, die der Platz unbedingt erhalten soll, war Wasser. Das unter dem Platz im Kanalrohr fliesende Lottebach möge hoffentlich eines Tages das Tageslicht wieder sehen... Dies würde mit dem auch geäußertem Wunsch nach einem "Ort zum Entspannen" doch Hand in Hand gehen.  

Alle die fünf Funktionen könnten und sollten noch vor der großen künftigen (also ungewissen) Umgestaltung auf eine zeitnahe Umsetzung überprüft werden, da sie einem klaren Wunsch der Bewohner entsprechen. Die weiter aufgeführten Funktionen scheinen weniger zu brennen, da sie auch Bestandteile der Einrichtung eines schon funktionierenden städtischen Platzes sein könnten.

Eine ähnliche Zahl der Angaben (knapp unterhalb 1/3) befürwortete die Schaffung von neuen Spielgelegenheiten, Fahrradstellplätze, Kunstinstallationen, sowie die Veranstaltung eines Markts mit regionalen Produkten. 10% der Befragten befürworteten die Idee eines Pavillons für Nachbartreff. Es wurde auch das Thema der derzeit unzureichenden Beleuchtung angesprochen. Das sind also zusätzliche Themen die nach Beginn der Umplanung vielleicht nicht vergessen werden sollten. 

So kommen wir auch zu der 8. Frage in der die Befragten um Auflistung der möglichen Veranstaltungen oder Aktivitäten gebeten worden sind. Ein klarer Sieger in der Kategorie war der Flohmarkt! Zu den interessanten Ideen zählten auch das Freilichtkino und öffentliches Lagerfeuer (hoho!). Apropos, gab es schon ein Genius Loci an der katholischen Kirche? Natürlich mehrmals ausgedruckt war auch der klare Verbleib für den Boule-Platz! Außerdem waren Stichwörter wie Nachbarfest, Stadteilfest, Kindertagesfest, Familienfest häufig auf den Zungen. Alle diese Ideen wurden unter eine Schirmidee eines (jährlichen?) Platzfestes aufgenommen und vor Ort verkündet. 


Der Bedarf nach Alternativen zu den altstädtischen Festen scheint in der Westvorstadt da zu sein. Ein jährliches Platzfest könnte tatsächlich die Form eines großen Flohmarktes haben, da sich an sowas viele Familienhäuser gleich gerne beteiligen. Wir stellen uns aber auch vor, dass das eine geniale Gelegenheit sein könnte um alle in der Westvorstadt und natürlich auch in der ganzen Stadt sich entwickelnde Initiativen hier an einem Tag zusammen zu bringen und sich einander vorzustellen. "Gemeinsam sind wir stark!" und es ist schade, wenn viel Kraft in getrennte Gruppen-arbeit investiert wird ohne Erkundung der möglichen Synergien..  

In der 11. Frage haben wir um weitere Vorschläge für die Zeit bis zu dem großen Umbau gebeten. Die vielen tollen Stimmen lassen sich folgend zusammenfassen:
VERKEHR - "aus der Perspektive der Fußgänger denken!" schrieb eine Bewohnerin. Es ist ein inspirierender Hinweis zum Überdenken des Platzes vielleicht gar ohne Autos, bzw. mit Autos als Gast. Da der Platz von einem vollständigen Straßennetz umgeben ist, da er nicht zwingend als Abkürzung zwischen Steuben- und Erfurter Straße genutzt werden muss, wäre eine Umlenkung der großen Mehrheit des Verkehrs sicherlich denkbar.  
GUTE NACHBARSCHAFT - hohe Aufenthaltsqualität: ja, Partyzone: nein. Natürlich wollen wir die Bedürfnisse der Anwohner, die direkt auf den Platz blicken, erkennen und respektieren.       Die neuen Nutzungen sollen den aktuellen Verkehrslärm nicht übertreffen. Zum Thema Sorgen um einen zweiten Wielandplatz wird es auf diesem Blog einen besonderen Eintrag geben.
REZEPTE - man sagt, viele Köche verderben den Brei. Um eventuell widersprechenden Interessen entgegenzukommen, um einem planerischen Fiasko vorzubeugen, fangen wir schon jetzt an Rahmenforderungen an die Stadtplanung durchzudenken, in der Hoffnung, dass diese künftig auch an der richtigen Stelle verdaut werden. Dafür werden wir uns noch häufig am Platz sehen müssen. Und weil in vielen Häusern die Küche die zentrale Anlaufstelle ist, stellen wir uns vor, dass ein gemeinsames Kochen am Platz eine tolle Sache sein könnte (t.b.c.). Lasst Euch schmecken!     

Last but not least: der große Gewinner des Kaki Kultur Kick-Offs ist der Spitzname Fröhlich! Wir haben uns aber auch gefreut den Namen Lindenplatz zu hören. Zusammen mit dem Namensgeber August-Frölich kam der Spitzname auf eine große Mehrheit der Stimmen. So, jetzt haben wir keine Wahl mehr als Fröhlich miteinander! 

Foto Marina Bykova

Beliebte Posts