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2026-06-24

FRÖHLICH Festival 2026: Der August-Frölich-Platz wird zur Bühne für Begegnung, Kultur und eure Ideen

 


Save the Date: 21.–23. August 2026

Nachbarschaft, Kultur, Musik, Austausch und gemeinsames Gestalten – all das möchten wir beim FRÖHLICH Festival 2026 zusammenbringen. Vom 21. bis 23. August 2026 verwandelt sich der August-Frölich-Platz in einen lebendigen Treffpunkt für Menschen aus dem Stadtteil und darüber hinaus.

Gemeinsam mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern entsteht ein Wochenende, das zeigt, wie viel Potenzial in einem Platz steckt, wenn Menschen zusammenkommen und ihn gemeinsam gestalten.

Was erwartet euch?

Auf dem Festivalgelände wird es ein abwechslungsreiches Programm geben, darunter:

  • Kunstfest-Performance von Tanja Krone & Band

  • Tuba Libre

  • Open-Air-Kino

  • Tangoworkshop

  • Musik, Tanz und Live-Acts

  • Open-Air-Gottesdienst

  • Ideenschmiede: Der Platz als Treffpunkt

  • Herzhaftes und Süßes auf Spendenbasis

Dabei steht nicht nur das Zuschauen im Mittelpunkt, sondern vor allem das Mitmachen.

Die Bühne ist offen – für eure Ideen

Ein besonderes Herzstück des Festivals wird die offene Bühne sein, die während des gesamten Wochenendes auf dem Platz zur Verfügung steht.

Wir möchten Menschen aus der Nachbarschaft, Initiativen, Vereine, Künstlerinnen und Künstler, Musikerinnen und Musiker sowie alle Kreativen einladen, das Festival aktiv mitzugestalten.

Habt ihr Lust auf:

🎤 Musik oder ein kleines Konzert?
📖 Eine Lesung oder Poetry-Slam?
💃 Tanz oder Performance?
🎨 Kunst- und Mitmachaktionen?
🧒 Angebote für Kinder und Familien?
💡 Gespräche, Workshops oder Diskussionen?

Dann ist auf unserer Bühne Platz für eure Ideen.

Das FRÖHLICH Festival versteht sich als offener Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames Ausprobieren. Wir möchten zeigen, wie ein öffentlicher Platz zu einem Ort werden kann, an dem Kultur, Nachbarschaft und gesellschaftliches Engagement zusammenfinden.

Gemeinsam den Platz gestalten

Mit dem Festival möchten wir nicht nur feiern, sondern auch darüber ins Gespräch kommen, wie der August-Fröhlich-Platz als lebendiger Treffpunkt weiterentwickelt werden kann. Die Ideenschmiede während des Festivals bietet Gelegenheit, Wünsche, Visionen und Anregungen einzubringen.

Wir freuen uns auf viele Begegnungen, neue Ideen und ein Wochenende voller gemeinsamer Erlebnisse.

Mitmachen und Kontakt

Ihr möchtet euch mit einem Programmpunkt beteiligen oder habt eine Idee für die offene Bühne?

Dann schreibt uns gerne:

📧 froehlichplatz@gmail.com

Wir freuen uns auf euch und auf ein buntes, kreatives und fröhliches Festivalwochenende im August 2026.

Eure Initiative Fröhlich Platz 🌱🎉

2026-06-08

Inclusive City Workshop: Neue Perspektiven auf öffentliche Räume in Weimar

 Wie können öffentliche Räume so gestaltet werden, dass sie Sicherheit, Begegnung und Teilhabe für alle ermöglichen? Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich der internationale Workshop „Inclusive City“, der Studierende und Lehrende aus vier Universitäten zusammenbrachte, um die öffentlichen Räume Weimars neu zu denken.



Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen der Bauhaus-Universität Weimar, der Notre Dame University Beirut, der Cairo University und der University of Nizwa (Oman) entwickelten die Teilnehmenden Konzepte für verschiedene Orte in Weimar. Ziel war es, bestehende Herausforderungen zu analysieren und innovative Ideen für eine inklusivere und lebenswertere Stadt zu erarbeiten.


Eines der untersuchten Beispiele war der August-Frölich-Platz. Die studentischen Entwürfe zeigten, wie durch eine Neuorganisation der Verkehrswege ein sicherer Schulweg für Kinder geschaffen werden kann. Gleichzeitig wurde das Potenzial des Platzes als Aufenthalts- und Begegnungsort für Jugendliche herausgearbeitet. Die vorhandene Infrastruktur bietet bereits Möglichkeiten für wettergeschützte Treffpunkte und soziale Interaktion. Durch gezielte gestalterische Eingriffe könnte dieser Ort weiter gestärkt und zu einem lebendigen Bestandteil des Quartiers entwickelt werden.



Der FröHlichplatz war dabei nur einer von mehreren öffentlichen Räumen, die im Workshop untersucht wurden. Die unterschiedlichen Projekte verdeutlichten, wie wichtig es ist, städtische Räume aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und die Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzergruppen – von Kindern über Jugendliche bis hin zu älteren Menschen – in die Planung einzubeziehen.


Der Workshop wurde von Dr. Amalia Podlaszewska und Prof. Dr. Frank Eckardt geleitet und bot den Studierenden die Möglichkeit, internationale Erfahrungen und lokale Kenntnisse miteinander zu verbinden. Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie akademische Zusammenarbeit dazu beitragen kann, neue Impulse für die Entwicklung inklusiver und zukunftsfähiger Städte zu geben.


Öffentliche Räume sind weit mehr als Verkehrsflächen oder Freiflächen zwischen Gebäuden. Sie sind Orte der Begegnung, des Lernens und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Die im Workshop entwickelten Ideen machen deutlich, welches Potenzial in den öffentlichen Räumen Weimars steckt und wie durch kreative Planung eine Stadt für alle entstehen kann.


2026-04-10

Ein Platz ist kein Parteiprogramm

Rund um das Thema „autofrei“ wird derzeit viel in großen politischen Bildern gesprochen. Im Stadtraum tauchen dazu klare Botschaften auf, die das Thema grundsätzlich zuspitzen. Für unsere Initiative FröHlich passt dieser Rahmen jedoch nur sehr bedingt.


Denn unser Ausgangspunkt ist kein parteipolitischer.

Wir diskutieren keine abstrakte Vision für die ganze Stadt, sondern eine ganz konkrete Frage vor Ort: Wie kann ein einzelner Platz so gestaltet werden, dass er für die Nachbarschaft mehr kann als nur Stellplatz zu sein?


Für uns ist deshalb wichtig, den Maßstab nicht zu verlieren. Ein Platz ist nicht die ganze Stadt. Und die Frage, wie öffentlicher Raum an einem bestimmten Ort genutzt werden sollte, lässt sich aus unserer Sicht pragmatisch, gemeinschaftlich und über politische Lager hinweg beantworten.


Wir können uns gut vorstellen, dass sowohl eher konservative als auch progressive Perspektiven eine Aufwertung des Platzes unterstützen können — aus unterschiedlichen Gründen, aber mit einem gemeinsamen Ziel:

mehr Qualität im direkten Lebensumfeld.


Mehr Sicherheit. Mehr Aufenthaltsqualität. Mehr Raum für Begegnung. Mehr Platz für Kinder und Nachbarschaft.


Genau darum geht es uns.


Die große Gegenüberstellung „Auto gegen autofrei“ hilft auf der Ebene eines einzelnen Platzes oft nur begrenzt weiter. Sie ist zu grob für das, was lokal eigentlich verhandelt wird. Denn hier geht es nicht um Symbolpolitik, sondern um eine konkrete Verbesserung eines konkreten Ortes.


Wir wünschen uns deshalb, dass die Idee eines autofreien oder anders genutzten Platzes nicht vorschnell parteipolitisch gelesen wird. Entscheidend ist für uns nicht, aus welcher politischen Richtung Zustimmung kommt, sondern ob eine Lösung für viele Menschen vor Ort sinnvoll und tragfähig ist.


Unsere Hoffnung ist, dass die von einer breiten Gemeinschaft getragenen Visionen für diesen Platz offen diskutiert werden können — sachlich, lokal und mit Blick auf das Gemeinsame.


Initiative FröHlich steht genau dafür:

für einen Ort, der mehr sein kann als Abstellfläche,

und für eine Debatte, die näher an der Nachbarschaft ist als an politischen Schlagworten.



2025-10-31

Ein Platz, der uns allen gehört – Ergebnisse der Sommerumfrage

Im Rahmen der sommerlichen Auswertung unserer Nachbarschaftsumfrage haben sich zwei charmante „Botschafter“ des Platzes vorgestellt:

  • Imker Fröhlich, der regelmäßig am Rande des Platzes seine Bienen beobachtet,

  • und Meerjungfrau Lotte, die sinnbildlich für den unterirdischen Lottebach steht, der unter dem Platz verläuft.

Sie standen symbolisch für die Auswertung der Umfrage, an der sich über 200 Anwohnerinnen und Anwohner beteiligt haben – ein beachtliches Zeichen des Interesses und der Verbundenheit mit diesem öffentlichen Raum. Von den 199 ausgewerteten Rückmeldungen ergibt sich ein klares Bild: 95 % der Befragten befürworten dauerhafte Verbesserungen am Platz.

Deutliche Mehrheit für mehr Aufenthaltsqualität

Eine überwältigende Mehrheit wünscht sich, dass der Platz künftig ruhiger, grüner und sicherer gestaltet wird.

  • 91 % der Teilnehmenden sprachen sich für eine Verkehrsberuhigung aus,

  • 64 bis 85 % wünschen sich mehr Bepflanzung,

Diese Ergebnisse zeigen ein breites Interesse an einer ausgewogenen Entwicklung des Platzes – hin zu einem Ort der Begegnung, der Sicherheit und des gemeinschaftlichen Lebens, ohne dabei Funktionalität oder Zugänglichkeit aus den Augen zu verlieren.

Breite Beteiligung aus der Nachbarschaft

Die Umfrage wurde spontan über Aushänge am Platz durchgeführt – ohne gezielte Werbung oder Kampagnen – und spiegelt damit ein authentisches Meinungsbild der Nachbarschaft wider. Die hohe Beteiligung verdeutlicht, dass es sich hier nicht um ein Einzelanliegen, sondern um ein gemeinsames Interesse vieler Bürgerinnen und Bürger handelt.


Ein gemeinsamer Weg nach vorn

Die Ergebnisse laden dazu ein, in einem offenen Dialog über die Zukunft des Platzes zu sprechen. Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die sowohl Lebensqualität als auch Erreichbarkeit in Einklang bringt – und damit den Platz zu einem lebendigen Mittelpunkt unseres Viertels macht.


Vollständige Ergebnisse auf: www.initiative-froehlich-platz.de  Zukunftsmaschine und Internetseite gefördert durch:



Kommentar von Dr. Ammalia Podlaszewska zu den Ergebnissen:

Placemaking bedeutet nicht nur, lebendige und funktionale Räume zu gestalten – es muss auch Placecaring umfassen.

Das Prinzip des Placemakings sollte über die physische Gestaltung hinausgehen: Es fördert das Wohlbefinden der Menschen, des Ortes selbst und der fortlaufenden Praktiken, die ihn erhalten.

Placecaring betont, wie Menschen einen Ort nutzen, respektieren und im Laufe der Zeit pflegen. Es schafft ein Gefühl gemeinsamer Verantwortung und langfristiger Fürsorge. Wenn Menschen sich um einen Ort kümmern, kümmern sie sich auch umeinander – so entstehen tiefere Verbindungen und ein stärkeres Gefühl der Zugehörigkeit.

Die Ergebnisse der Gemeinschaftsbefragung verdeutlichen die Bedeutung von Placecaring: Nur durch Fürsorge und Verantwortungsbewusstsein können Orte zu lebendigen, gemeinschaftlich getragenen Räumen werden – für heutige und kommende Generationen.

2025-05-10

Perspektivenwechsel

Seit 09.05.2025 kann keiner mehr sagen „ich wusste nicht von der Initiative“.


Dank der kräftigen Unterstützung durch den Lokalen Aktionsplan Weimar, der Mega professionellen Umsetzung durch den Gaswerk e.V. und natürlich der zahlreich anwesenden Nachbarschaft, steht unser gemeinsam entworfener Info- und Treffpunkt der Bürgerinitiative am Platz! 

Das Ziel unsere Ideen und Visionen dauerhaft sichtbar zu machen, Diskussionen anzuregen, sowie die NachbarInnen näher zu einander zu bringen wird jetzt tagtäglich ermöglicht. Die durch den sichtbaren QR-Code verlinke Umfrage läuft bis Mitte Juni - verteilt sie gerne und nimmt Teil. Es wird an dem populärsten Szenario weitergearbeitet. Hinweise und weitere Ideen sind selbstverständlich willkommen.

Jeder und jede, auch bei gelegentlichem Vorbeigehen darf jetzt seine Perspektive sogar auf mehrere Art und Weise wechseln:

- durch kennenlernen von vier möglichen Szenarien für den Platz, untersucht durch Studentinnen der BUW 

- durch spontane Interaktionen mit anderen Nutzerinnen am Treffpunkt (schon am ersten Tag gab es manche emotionale Diskussionen)

- durch betreten des Treffpunktes über die Sitze kann man aus einem 1m höheren Winkel einen Blick auf den Platz werfen.

- durch aktive Teilnahme an der verlinkten Umfrage den Einfluss auf die künftige Gestaltung ausüben.


Viel Spaß bei der Nutzung!


2025-03-14

neue Internetseite der Bürgerinitiative

Gestalte mit uns die Zukunft des Fröhlich-Platzes!

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

wir haben großartige Neuigkeiten! Dank der Unterstützung der Stadt Weimar über den Lokalen Aktionsplan Weimar haben wir unserer Bürgerinitiative eine neue, moderne Internetpräsenz geschaffen. Dort findet ihr alle bisher entwickelten Zukunftsszenarien für den Fröhlich-Platz – und das Beste: Ihr könnt mitentscheiden!


👉 Macht mit bei unserer Umfrage – auf Deutsch oder Englisch! Eure Meinung zählt und bringt uns gemeinsam dem Ziel eines lebendigen, einladenden Stadtteilplatzes näher.

Nehmt euch einen Moment Zeit, stöbert durch die neuen Inhalte und macht euch am besten auf einem großen Bildschirm ein Bild davon.

Hier geht’s direkt zur Website: 

www.initiative-froehlich-platz.de

Lasst uns zusammen den Fröhlich-Platz gestalten!

Euer Team der Initiative Fröhlich-Platz



2025-02-17

Szenario 2: Der Wochenendplatz – Weekend Square

Dieses Szenario verwandelt den August-Frölich-Platz an den Wochenenden in einen dynamischen, inklusiven öffentlichen Raum, der zum Austausch und zur Begegnung einlädt. Durch gezielte temporäre Straßensperrungen entsteht eine autofreie Umgebung, in der sich vielfältige Aktivitäten entfalten können. Unter der Woche bleibt der Platz in seiner aktuellen Form als Verkehrsknotenpunkt bestehen, doch am Wochenende wird er zu einem vielseitigen, lebendigen Treffpunkt für Anwohner*innen und Besucher*innen.

Kernidee & Nutzungsmöglichkeiten

  • Markt & Kulinarik: Ein Bauern- und Flohmarkt lädt zum nachhaltigen Einkaufen ein, während das Café Koriat, Restaurant Apollon, Biebereis und Essensstände für kulinarische Erlebnisse sorgen.
  • Bewegung & Entspannung: Morgendliche Yoga-Sessions, ruhige Chill-Bereiche und gemütliche Entspannungszonen schaffen eine Wohlfühlatmosphäre.
  • Spiel & Gemeinschaft: Bereiche für Ballspiele und interaktive Freizeitangebote fördern das Miteinander.
  • Kreative & kulturelle Nutzung:
    • Multifunktionale, mobile Möbel ermöglichen flexible Nutzungen und geben den Besuchern Freiraum zur Gestaltung. Festinstallierte Bänke (mother-benches) dienen unter der Woche als Aufbewahrung für andere Sitzmöbel, damit am Wochenende eine schnelle Bespielung des Platzes möglich wird.
    • Bewegliche Leinwandflächen dienen als Flächen für künstlerischen Ausdruck, Informationsaustausch und Open-Air-Kino.
    • Live-Auftritte und Silent-Discos sorgen bis in die Abendstunden für Unterhaltung, ohne Anwohner durch Lärm zu stören.

Vorteile des Szenarios

Flexible Nutzung des Stadtraums

  • Während der Woche bleibt der Platz wie gewohnt nutzbar, während er am Wochenende zu einem lebendigen Treffpunkt wird.
  • Die temporären Veränderungen erfordern keine, bzw. nur punktuelle, baulichen Eingriffe und können an Bedürfnisse angepasst werden.

Förderung von Gemeinschaft und sozialem Austausch

  • Durch die Vielfalt der Angebote entsteht ein Treffpunkt für Menschen aller Altersgruppen und Interessen.
  • Die Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung stärkt die Identifikation der Bewohnenden mit ihrem Stadtteil.

Nachhaltigkeit & lokale Wirtschaft

  • Ein Wochenendmarkt mit regionalen Produkten fördert nachhaltigen Konsum und stärkt lokale Händler.
  • Flohmärkte bieten eine Plattform für den Austausch und Wiederverwendung von Gegenständen.

Mehr Aufenthaltsqualität & kulturelle Vielfalt

  • Bewegliche Möbel, Pflanzeninseln und künstlerische Elemente erhöhen die Attraktivität des Platzes.
  • Das abwechslungsreiche Programm mit Sport, Musik und Kunst spricht verschiedene Zielgruppen an.

Herausforderungen & mögliche Nachteile

Verkehrliche Auswirkungen

  • Die temporäre Sperrung der Straßen erfordert eine gute Planung und Kommunikation, um Verkehrsprobleme zu minimieren.
  • Alternative Routen müssen für Auto- und Busfahrer klar ausgeschildert sein.

Logistik & Organisation

  • Der regelmäßige Auf- und Abbau der mobilen Infrastruktur erfordert engagierte Organisationsteams und finanzielle Mittel.
  • Lösung: Kooperation mit Stadtverwaltung, Anwohner*innengruppen und lokalen Unternehmen.

Lärmbelastung für Anwohner

  • Abendveranstaltungen wie Silent-Discos reduzieren Lärmprobleme, aber es muss dennoch Rücksicht auf Anwohner*innen genommen werden.
  • Lösung: Begrenzung der Lautstärke für Live-Musik und klare Regeln zu Veranstaltungszeiten.


Fazit

Das Wochenendplatz-Szenario schafft eine vielseitige Nutzung des öffentlichen Raums, die sowohl Erholung als auch kulturelle Aktivitäten vereint. Die Kombination aus Markt, Sport, Kunst und Begegnung bietet einen Mehrwert für die gesamte Nachbarschaft, ohne permanente bauliche Veränderungen zu erfordern. Die größten Herausforderungen liegen in der Verkehrsplanung, Organisation und der Balance zwischen Belebung und Rücksichtnahme auf Anwohner.

Jetzt sind Sie gefragt! Was halten Sie von diesem Szenario? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit und gestalten Sie die Zukunft des Frölich-Platzes aktiv mit.

Gefordert durch: 

Szenario 1 - Platz für Feste

Dieses Szenario verwandelt den Frölich-Platz in einen lebendigen Treffpunkt für Kultur, Kreativität und soziale Begegnungen. An 1 bis 2 gewählten Wochenenden in der warmen Jahreszeit wird der Platz für verschiedene Veranstaltungen genutzt, ohne dass eine grundlegende bauliche Veränderung nötig ist. Stattdessen geschieht die Umgestaltung auf gesellschaftlicher Ebene durch eine gemeinschaftliche Organisation von wiederkehrenden Stadtteilfesten.

Kernidee & Nutzungsmöglichkeiten

  • Kulturelle Veranstaltungen: Konzerte, Open-Air-Theater und Filmvorführungen beleben den Platz und bieten Anwohner*innen und Besucher*innen abwechslungsreiche Unterhaltung.
  • Flohmärkte und Regionalmärkte: An bestimmten Wochenenden könnte die gesamte Herrmann-von-Fallersleben-Straße temporär für den Verkehr gesperrt und als Marktfläche genutzt werden. Dies würde den Platz stärker mit der Stadtmitte verbinden.
  • Kreativ- und Mitmach-Workshops: Bürger*innen könnten sich aktiv an der Gestaltung beteiligen – etwa durch gemeinsames Bauen von Sitzmöbeln oder durch Gartenprojekte.
  • Temporäre Straßensperrungen: Durch zeitlich begrenzte verkehrsfreie Zonen an Wochenenden wird die Nutzung des Platzes sicherer und vielfältiger.

Vorteile des Szenarios

Lebendige Nachbarschaft & soziale Begegnungen

  • Der Platz wird zu einem Treffpunkt für alle Generationen und schafft Raum für spontane Begegnungen.
  • Durch die gemeinschaftliche Organisation von Events entsteht ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl im Stadtteil.

Flexible Nutzung ohne bauliche Eingriffe

  • Der Charakter des Platzes bleibt unverändert, da die Veränderungen durch die Art der Nutzung entstehen.
  • Die temporären Straßensperrungen ermöglichen es, den Raum mutiger und kreativer zu nutzen.

Stärkung der lokalen Kultur & Wirtschaft

  • Lokale Künstler*innen, Händler und Initiativen bekommen eine Plattform, um ihre Angebote sichtbar zu machen.
  • Regionale Märkte könnten den Platz stärker mit der Stadtmitte verbinden und die Wirtschaft vor Ort fördern.

Erhöhte Aufenthaltsqualität & Nachhaltigkeit

  • Die Kombination aus kulturellen Angeboten und grünen Mitmach-Projekten könnte den Platz attraktiver machen.
  • Nachhaltige Nutzungskonzepte, wie Tauschmärkte oder Urban-Gardening-Initiativen, passen zu den Bedürfnissen einer modernen Stadt.

Herausforderungen & mögliche Nachteile

Lärmbelastung für Anwohner

  • Veranstaltungen, besonders Musik-Events, könnten zu Konflikten mit Anwohnern führen.
  • Lösung: Begrenzung der Veranstaltungszeiten.

Organisation & Finanzierung

  • Die regelmäßige Umsetzung von Events erfordert engagierte Organisator*innen und ausreichende Mittel.
  • Lösung: Kooperation mit lokalen Vereinen, Kulturinitiativen und Förderprogrammen.

Verkehrsprobleme durch temporäre Sperrungen

  • Die Sperrung von Straßen, insbesondere der Herrmann-von-Fallersleben-Straße würde den Regionalbusverkehr beeinträchtigen.
  • Lösung: Klare Kommunikation und Umleitungspläne, um Verkehrsprobleme zu minimieren.

Fazit

Dieses Szenario schafft ein dynamisches, kulturell bereichertes Stadtviertel, ohne kostenintensive bauliche Maßnahmen zu erfordern. Durch kreative Veranstaltungen und flexible Nutzungsformen wird der Frölich-Platz ein Ort für Begegnung, Austausch und Gemeinschaft. Allerdings müssen Herausforderungen wie Lärmschutz, Organisation und Verkehrsanpassungen bedacht werden, um eine langfristig tragfähige Lösung zu gewährleisten.

Jetzt sind Sie gefragt! Was halten Sie von diesem Szenario? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit und gestalten Sie die Zukunft des Frölich-Platzes mit.

Gefordert durch: 

2024-12-05

Ideenbrunnen

Am 29.11.2024 fand im Gemeindehaus der Katholischen Kirche unser 3. Zukunftstraum statt. 8 BürgerInnen verstärkt durch TeilnehmerInnen eines unserem Platz gewidmeten Seminars der Bauhaus-Universität-Weimar haben mit der organisatorischen Unterstützung von Culture Goes Europe e.V. und Stella den Elisabeethensaal mit Gesprächen und Ideen gefüllt.

Zur Erinnerung, beim 1. und 2. Zukunftstraum wurde klar: es soll auf dem Platz ein Treff- und Informationspunkt aufgestellt werden, welcher die Ziele der Bürgerinitiative der breiteren Anwohnerschaft fortlaufend und vor Ort kommunizieren könnte. Gleichzeitig soll der Punkt einen Perspektivenwechsel, z.B. durch besteigen weniger Treppen ermöglichen und Gedanken über Funktion und Zukunft des Platzes anregen und sammeln. Der Treffpunkt soll zudem mobil sein, um verschiedene Bereiche des Platzes über mehrere Monate erkundigen zu können. Viele Aufgaben für einen Treffpunkt, daher "Zukunftsmaschine“ - wir wollen sehen, was sie kann und finden auch noch einen richtigen Namen...

Gaswerk e.V. lieferte rechtzeitig einen Mockup der Base zur Untersuchung der Dimensionen des Treff- und Infopunktes (Zukunftsmaschine) in Anlehnung an den in Oktober gemeinsam entwickelten Entwurf. Vielen Dank, Stephan! 

Die Runde war diesmal größer und internationaler. Viele Namen zu merken! Durch die Übersetzungen von Lotte & Leonie konnte der Workshop bilingual stattfinden. Dann ging es an die Arbeit.

Um Vorstellungskräfte zu wecken, wurden die TeilnehmerInnen eingeladen, Briefe zu schrieben, in denen der künftige Platz, also in 5 Jahren beschrieben wurde. Aus Zeit-Gründen, wurden die Briefe in eine Zukunftskapsel eingeworfen und werden bei nächster Gelegenheit aufgearbeitet.

Inspiriert, in 5 Gruppen widmeten sich die TeilnehmerInnen den Funktionen der imaginierten Zukunftsmaschine. Was soll sie also alles können? Wie kann sie mit den BewohnerInnen kommunizieren? Wie kann sie helfen den Platz-Raum zu erkundigen? Wie könnte sie zu einem ansprechenden Treffpunkt werden?

Die Ergebnisse der Gruppenarbeit wurden gemeinsam ausgewertet...

und weiter diskutiert.

Einer der spannenden Programmpunkte war das testen des Mockups, also erleben der angenommenen Maße auf einem 1:1 Modell.  Dadurch konnten Fehlentscheidungen rechtzeitig im Vorfeld erkannt werden.

Zusammenfassung: 
- die Zukunftsmaschine soll nicht unbedingt "Maschine" heißen. Vielleicht Ideenbrunnen?
- die Sitzmöglichkeit soll lieber direkt, ohne besteigen der Plattform möglich sein
- die Paneele mit Informationen können als Rückenlehnen dienen
- der Treffpunkt soll erweiterbar sein.

Unsere Initiative wird dieses Jahr stark durch den Lokalen Aktionsplan Weimar unterstützt. Vielen Dank! 



2024-11-15

Zukunfts(t)raum 3.0

Die Ideen aus dem letzten Community Workshop gehen auf!

Dank einer Unterstützung des Lokalen Aktionsplan Weimar konnten wir einige Hilfe vom Gaswerk e.V. für unser Vorhaben gewinnen. Am Freitag 29.11.20214, dank der Gastfreundschaft von Pfarrer Gothe, treffen wir uns alle wieder im Gemeindehaus (Elisabethensaal). 

Die während letzten Workshops vom 13.09.2024 konzipierte Zukunftsmaschine soll jetzt langsam physisches Gestalt bekommen. Wenn alles gut läuft, werden wir die Grundkonstruktion auf dem Platz sehen können. Die Fertigstellung obliegt der Nachbarschaft!

Was soll die Zukunftsmaschine können? Vor allem soll sie an die Anliegen der Bürgerinitiative auf dem Platz erinnern, Informationen und Visionen vor Ort bereitstellen. Sie wird auch bereit Eure Ideen, Rückmeldungen und Fragen aufzunehmen. Sie darf zu einem Treffpunkt werden. Wie wir beim letzten Workshop festgestellt haben, soll sie uns gleichzeitig helfen, den Raum um die KaKi Schritt für Schritt besser zu verstehen. 

Gearbeitet wird im World Cafe Format und vielleicht auch schon physisch mit der Maschine.

Wie soll das alles gehen? Interessiert? Kommt zahlreich zum Workshop:   




2024-10-19

Zukunftsmaschine

Dank der Zusage vom Lokalen Aktionsplan Weimar konnten wir mit der Umsetzung der Idee aus unserem 2. Community Workshop loslegen.


Am 18.10  fand eine kleine kreative Runde im Gaswerk Weimar statt. Die Zukunftsmaschine nimmt ihre Form an: es wird octagonal, es wird organisch, es wird Perspektiven verändern! 

Es soll ein Treffpunkt, ein Inspirationspunkt, ein physischer Akzent entstehen, mit dem wir in verschiedenen Stellungen den Platz mit Euren Hilfe weiter erkunden werden.

Die grobe Idee und Form ist definiert worden, um notwendiges Material bestellen zu können. Der Gestaltungsprozess ist ununterbrochen offen auf Eure Ideen und Anmerkungen - es wird Anfang November noch ein Planungstreffen geben müssen, bei Interesse - schreibt.

Eine gemeinsame Fertigstellung der Maschine soll während des 3. Community Workshops am 29.11.2024 stattfinden. Da das schöne Wetter längst vorbei ist, wird es höchstwahrscheinlich in einem Innenraum stattfinden. Da müssen wir noch sehen, wo die Maschine ihren Winterunterschlupf findet, damit sie im Frühjahr frisch ausgeschlafen auf ihre erste Station am Platz hingestellt werden kann.

Der Post wird fortgeschrieben.






2024-09-15

Der See ist größer als zuvor gesehen und er hat nur einen Schiff

Am Freitag, den 13. September fand der zweite Zukunfts(t)raum - eine Ideenwerkstatt der Nachbarn aus der Westvorstadt, diesmal in dem großzügigen Elisabethensaal des Pfarramtes statt. Gleich am Anfang konnten wir beim Blick aus dem Fenster entdecken, dass der Raum des August-Frölich-Platzes sich eigentlich bis hierher erstreckt!

Raumwahrnehmungsmodelle kurz skizziert

Der diesmalige Workshop wurde von Stella, einer Expertin für Geokultur geleitet. Der Ansatz der Geokultur ist es, den Raum von sich aus aktiv mit allen Sinnen wahrzunehmen, anstatt nur auf die Form zu achten. Nach einer Vorstellungsrunde und einer spannenden Einführung in die geokulturelle Sichtweise begaben sich die rund 20 Teilnehmer auf den Platz, um ihn über eine erweiterte Wahrnehmung zu untersuchen. 



Die gesammelten Erkenntnisse wurden nachher auf einen großen Plan des Platzes im Maßstab 1:50 übertragen. Mit erstaunen konnten wir feststellen, wie der Ort zu uns „spricht“ und uns seine kontrastvolle Seiten aufdeckte: alles zwischen vibrierendem Pflasterbelag, brummenden Bussen im Bereich der „Pfanne“ bis zu raschelndem Lindenlaub und geheimnisvollen Stille an der Südseite der Kirche. Die Teilnehmer waren sich einig: trotz verschiedener Atmosphären, lädt der Ort nicht so wirklich zum verweilen ein. Nur teilweise an den Rändern, mit einem Gebäude im Rücken und vielleicht das grüne Dreieck gaben den Besuchern ein bisschen Halt. Etwas ist also schief. Fehlt dem Platz das Gleichgewicht oder ist das genau seine Funktion, seine Natur, ständig im Fluss zu sein?

Graphische Übertragung der Erfahrung aus der geokulturellen Ortserkundung.

Die Frage entfachte eine lange Diskussion die wir versuchten folgend zu systematisieren.

Der in der Siedlung zentral gelegene Platz erstreckt sich tatsächlich zwischen dem ehemaligen Versicherungshaus und dem Griechischen Restaurant, zwischen Koriat und ehemaligen Mühlhaus, also in alle Richtungen ca. 100m Diameter. Fast zentral dominiert die Kirche den eigentlich runden Platz.
Im Verlauf des kanalisierten Lottebaches ist bis heute ein starkes Gefühl des Fließen spürbar, welches durch den großzügigen Asphalt- „Fluss“ aus Richtung Washington- in die Steubenstraße noch verstärkt wird. Horizontale Richtungen der Bewegung und der Sichtachsen dominieren den Platz. Der Kirchturm schafft es alleine, bzw. aktuell nicht, den Platz zu „erden“.

Die Hecke, welche die Kirche von dem Platz abgrenzt, warf einige Fragen auf. Da sie auf dem öffentlichen Grundstück liegt, verantwortet nicht der Pfarrer ihre Pflege. Eine Idee kursierte in Gesprächen: was wäre, wenn die Hecke komplett weg wäre? Die sich dahinter anstauende Energie wäre frei, das Problem der heimlichen Pinkler wäre weg, die Kirche wäre definiert als das zentrale Element des Platzes, so wie es auch beim Florenz Dom, der mutmaßlichen Entwurfsvorlage, bis heute ist.

Es gab mehrere Versuchungen gleich in Entwurfsideen einzutauchen. Wir versuchten aber immer noch den Schritt zurück zu gehen und vor allem erst den Genius Loci des Platzes zu begreifen. Was wollen wir von dem Platz und was kann uns der Platz geben? Den als negativ empfundenen Bereich der „Pfanne“ versuchten wir auch nicht sofort zu streichen. Ein Teilnehmer erinnerte uns an die zahlreiche Benutzergruppe, die gerade aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens (und Kuchen) vor dem Gebäude gerne herumsitzt. Eine Teilnehmerin hat die Verkehrsfunktion des Platzes unterstrichen. Es waren sich jedoch alle einig, dass die derzeitige Verkehrsfläche schlicht zu großzügig ist und der nördliche gepflasterte Bereich dringend reduziert werden sollte, um das Verkehrsaufkommen besser zu leiten.

In der Frage nach der Ausrichtung und nächsten Schritten der Bürgerinitiative musste die Stadtverwaltung thematisiert werden. Eine erfreuliche Nachricht erreichte uns direkt vor dem Workshop: wir bekamen eine Zuwendung im Rahmen des Lokalen Aktionsplan Weimar für die Durchführung des Workshops. Da wir gleichzeitig einen Antrag auf eine weitere Förderung gestellt haben, abhängig von dem Ergebnis, werden wir vielleicht noch dieses Jahr eine weitere Maßnahme unternehmen können. Geplant für den Fall wird der Bau einer Zukunftsmaschine, die uns helfen soll, den Platz mithilfe der Nutzer weiter zu erforschen.

Eine weitere Teilnehmende erinnerte an den mehrfach ausgedruckten Wünsch, das Platzfest regelmäßig abzuhalten. Hier musste der Autor auf die noch ausstehende Antwort der Stadtverwaltung hinweisen, in welcher Form ein Stadtteilfest unterstützt werden könnte um die sonst privat und teuer zu organisierende logistischen Aufwendungen zu reduzieren.

Eine starke Unterstützung wurde uns von den teilnehmenden Youth Ambassadors (die mit uns die Initiative vor einem Jahr gestartet haben) vorgestellt: dem August-Fröhlich-Platz wird In diesem Semester ein Seminar des Instituts für Urbanistik an der Bauhaus Universität Weimar gewidmet: 

Bleibt geschaltet und merkt euch schon den Freitag 29.11.2024 für den nächsten Community Workshop vor.

Der Workshop wurde neben der Gastfreundschaft des Pfarramtes der Katholischen Kirche unterstützt von: 




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