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2026-04-10

Ein Platz ist kein Parteiprogramm

Rund um das Thema „autofrei“ wird derzeit viel in großen politischen Bildern gesprochen. Im Stadtraum tauchen dazu klare Botschaften auf, die das Thema grundsätzlich zuspitzen. Für unsere Initiative FröHlich passt dieser Rahmen jedoch nur sehr bedingt.


Denn unser Ausgangspunkt ist kein parteipolitischer.

Wir diskutieren keine abstrakte Vision für die ganze Stadt, sondern eine ganz konkrete Frage vor Ort: Wie kann ein einzelner Platz so gestaltet werden, dass er für die Nachbarschaft mehr kann als nur Stellplatz zu sein?


Für uns ist deshalb wichtig, den Maßstab nicht zu verlieren. Ein Platz ist nicht die ganze Stadt. Und die Frage, wie öffentlicher Raum an einem bestimmten Ort genutzt werden sollte, lässt sich aus unserer Sicht pragmatisch, gemeinschaftlich und über politische Lager hinweg beantworten.


Wir können uns gut vorstellen, dass sowohl eher konservative als auch progressive Perspektiven eine Aufwertung des Platzes unterstützen können — aus unterschiedlichen Gründen, aber mit einem gemeinsamen Ziel:

mehr Qualität im direkten Lebensumfeld.


Mehr Sicherheit. Mehr Aufenthaltsqualität. Mehr Raum für Begegnung. Mehr Platz für Kinder und Nachbarschaft.


Genau darum geht es uns.


Die große Gegenüberstellung „Auto gegen autofrei“ hilft auf der Ebene eines einzelnen Platzes oft nur begrenzt weiter. Sie ist zu grob für das, was lokal eigentlich verhandelt wird. Denn hier geht es nicht um Symbolpolitik, sondern um eine konkrete Verbesserung eines konkreten Ortes.


Wir wünschen uns deshalb, dass die Idee eines autofreien oder anders genutzten Platzes nicht vorschnell parteipolitisch gelesen wird. Entscheidend ist für uns nicht, aus welcher politischen Richtung Zustimmung kommt, sondern ob eine Lösung für viele Menschen vor Ort sinnvoll und tragfähig ist.


Unsere Hoffnung ist, dass die von einer breiten Gemeinschaft getragenen Visionen für diesen Platz offen diskutiert werden können — sachlich, lokal und mit Blick auf das Gemeinsame.


Initiative FröHlich steht genau dafür:

für einen Ort, der mehr sein kann als Abstellfläche,

und für eine Debatte, die näher an der Nachbarschaft ist als an politischen Schlagworten.



2025-11-01

12 Schatten für FröHlich

Im Rahmen des fünften Zukunfts(t)raum beschloss die Initiative einen, bzw. mehrere Zeichen auf dem Platz zu setzen.

Die Anzahl der Anwesenden war gerade so ausreichend um ansatzweise den künftigen Hain am Ort darzustellen. 


So konnte jeder Baum personifiziert werden und sich an seinem künftigen Standort umschauen und anfühlen.




Dies ist ein Baumhain


Jetzt wissen wir wie viel für den Beginn der Umgestaltung notwendig ist:

🌳 Zwölf Schatten – Weimar zeigt, wie Klimaanpassung geht

Weimar, Fröhlich-Platz. Wo sich im Sommer die Hitze staut, wird bald etwas Neues entstehen: zwölf Bäume – gesetzt in große Pflanzkübel, grün, lebendig, bereit zum Wachsen. Sie sind kein fertiger Park, sondern ein lebendiger Prototyp. Ein Vorgeschmack darauf, wie der Platz aussehen könnte, wenn die Stadt Weimar ihre eigenen Klimaziele ernst nimmt.

🌿 Klimaanpassung – auf die einfache Art

Die Idee ist so schlicht wie wirksam:

Statt jahrelang auf Genehmigungen, Tiefbau und Förderanträge zu warten, bringen wir das Grün einfach jetzt schon auf den Platz. Jeder Kübel spendet Schatten, kühlt durch Verdunstung und macht den Fröhlich-Platz wieder begehbar. Die mobilen Bäume lassen sich flexibel anordnen, gießen, verschieben – und sie machen sichtbar, was in Zukunft dauerhaft wachsen soll.


Diese spontane Maßnahme erfüllt genau das, wozu Gesetze und Strategien längst verpflichten:

  • Das Bundes-Klimaanpassungsgesetz (2024) verpflichtet Städte, konkrete Anpassungsmaßnahmen anzugehen – mobile Stadtbäume sind ein Paradebeispiel dafür.
  • Das Thüringer Klimagesetz und die neue vorsorgende Klimaanpassungsstrategie fordern, dass Städte wie Weimar Hitzeschutz und Begrünung aktiv umsetzen.
  • Und das Baugesetzbuch (§1a) nennt ausdrücklich den Schutz vor Klimafolgen als städtebauliche Aufgabe – ob mobil oder eingepflanzt.

Wir helfen also nur ein bisschen nach.


💧 Was jetzt passiert

Die Initiative „Fröhlich-Platz“ setzt sich für zwölf große Pflanzkübel ein – jeder Baum bekommt seinen Platz, seine Patin oder seinen Paten und regelmäßige Pflege.

Die Kübel sollen kein Provisorium sein, sondern Teil einer städtischen Lernphase: Wie verändern sie Temperatur, Aufenthaltsqualität, Wasserbedarf? Welche Arten kommen mit dem Standort klar?

Diese Erfahrungen fließen direkt in das entstehende Klimaanpassungskonzept der Stadt Weimar ein – als greifbares Beispiel, wie Bürger*innen Engagement zeigen, bevor die Verwaltung mit Planungsprozessen aufholt.

🌼 Ein Platz atmet auf

Die zwölf Kübel stehen nicht nur für Bäume, sondern für eine Haltung: Wir warten nicht auf Beschlüsse – wir handeln im Sinne der Gesetze, bevor sie umgesetzt sind.

Die Aktion ist Einladung, Anstoß und freundlicher Druck zugleich:


„Weimar hat den Auftrag zur Klimaanpassung – wir fangen schon mal an.



📚 Quellen & rechtlicher Hintergrund

  • Bundes-Klimaanpassungsgesetz (KAnG), in Kraft seit 01.07.2024
  • Deutsche Anpassungsstrategie 2024 – Umsetzungspflichten für Kommunen
  • Baugesetzbuch §1a – Klimaanpassung als Ziel der Bauleitplanung
  • Thüringer Klimagesetz (ThürKlimaG) und Entwurf der vorsorgenden Klimaanpassungsstrategie Thüringen
  • Stadt Weimar: Klimaanpassungskonzept (in Erarbeitung), Beirat für Klimaschutz und Klimafolgenanpassung

Abschließend eine visuelle Gedankenstütze:



2025-10-31

Ein Platz, der uns allen gehört – Ergebnisse der Sommerumfrage

Im Rahmen der sommerlichen Auswertung unserer Nachbarschaftsumfrage haben sich zwei charmante „Botschafter“ des Platzes vorgestellt:

  • Imker Fröhlich, der regelmäßig am Rande des Platzes seine Bienen beobachtet,

  • und Meerjungfrau Lotte, die sinnbildlich für den unterirdischen Lottebach steht, der unter dem Platz verläuft.

Sie standen symbolisch für die Auswertung der Umfrage, an der sich über 200 Anwohnerinnen und Anwohner beteiligt haben – ein beachtliches Zeichen des Interesses und der Verbundenheit mit diesem öffentlichen Raum. Von den 199 ausgewerteten Rückmeldungen ergibt sich ein klares Bild: 95 % der Befragten befürworten dauerhafte Verbesserungen am Platz.

Deutliche Mehrheit für mehr Aufenthaltsqualität

Eine überwältigende Mehrheit wünscht sich, dass der Platz künftig ruhiger, grüner und sicherer gestaltet wird.

  • 91 % der Teilnehmenden sprachen sich für eine Verkehrsberuhigung aus,

  • 64 bis 85 % wünschen sich mehr Bepflanzung,

Diese Ergebnisse zeigen ein breites Interesse an einer ausgewogenen Entwicklung des Platzes – hin zu einem Ort der Begegnung, der Sicherheit und des gemeinschaftlichen Lebens, ohne dabei Funktionalität oder Zugänglichkeit aus den Augen zu verlieren.

Breite Beteiligung aus der Nachbarschaft

Die Umfrage wurde spontan über Aushänge am Platz durchgeführt – ohne gezielte Werbung oder Kampagnen – und spiegelt damit ein authentisches Meinungsbild der Nachbarschaft wider. Die hohe Beteiligung verdeutlicht, dass es sich hier nicht um ein Einzelanliegen, sondern um ein gemeinsames Interesse vieler Bürgerinnen und Bürger handelt.


Ein gemeinsamer Weg nach vorn

Die Ergebnisse laden dazu ein, in einem offenen Dialog über die Zukunft des Platzes zu sprechen. Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die sowohl Lebensqualität als auch Erreichbarkeit in Einklang bringt – und damit den Platz zu einem lebendigen Mittelpunkt unseres Viertels macht.


Vollständige Ergebnisse auf: www.initiative-froehlich-platz.de  Zukunftsmaschine und Internetseite gefördert durch:



Kommentar von Dr. Ammalia Podlaszewska zu den Ergebnissen:

Placemaking bedeutet nicht nur, lebendige und funktionale Räume zu gestalten – es muss auch Placecaring umfassen.

Das Prinzip des Placemakings sollte über die physische Gestaltung hinausgehen: Es fördert das Wohlbefinden der Menschen, des Ortes selbst und der fortlaufenden Praktiken, die ihn erhalten.

Placecaring betont, wie Menschen einen Ort nutzen, respektieren und im Laufe der Zeit pflegen. Es schafft ein Gefühl gemeinsamer Verantwortung und langfristiger Fürsorge. Wenn Menschen sich um einen Ort kümmern, kümmern sie sich auch umeinander – so entstehen tiefere Verbindungen und ein stärkeres Gefühl der Zugehörigkeit.

Die Ergebnisse der Gemeinschaftsbefragung verdeutlichen die Bedeutung von Placecaring: Nur durch Fürsorge und Verantwortungsbewusstsein können Orte zu lebendigen, gemeinschaftlich getragenen Räumen werden – für heutige und kommende Generationen.

2025-02-17

Szenario 4: Der Frölich-Platz als interaktiver, fußgängerfreundlicher Erlebnisraum

Dieses Szenario stellt eine visionäre, ökologisch nachhaltige und zukunftsorientierte Neugestaltung des August-Frölich-Platzes vor. Im Fokus steht die Schaffung eines attraktiven, spielerischen und barrierefreien Stadtplatzes, der insbesondere für Kinder, Familien und Fußgänger*innen gestaltet wird. Durch eine veränderte Verkehrsführung, interaktive Elemente und natürliche Gestaltung wird der Platz zu einem einladenden Ort der Begegnung, Bewegung und Entspannung.

Kernidee & Umsetzung

  • Fußgängerfreundliche Gestaltung & Verkehrsberuhigung:
    • Der Platz wird für Fahrzeuge gesperrt, nur ein Radweg führt hindurch.
    • Die zwei Bushaltestellen werden verlegt, um den Raum vollständig für Fußgänger*innen nutzbar zu machen.
  • Spiel- und Erlebniszonen:
    • Spielplatz mit Geräten für Kinder:
      • Südlich der Kirche gelegen, um die Sicht auf das Gebäude nicht zu beeinträchtigen.
      • Fördert Bewegung, Spaß und soziale Interaktion.
    • Calisthenics Anlage für Erwachsene und Jugendliche:
      • Fördert Bewegung, Spaß und soziale Interaktion auch bei Menschen ohne Kleinkinder
    • Bespielbare Brunnen mit kleinen Wasserbecken:
      • im nördlichen Teil des Platzes, um eine künstlerisch und spielerisch nutzbare Wasserfläche zu schaffen.
      • Verbindet ästhetische Stadtgestaltung mit praktischer Nutzung zur Abkühlung im Sommer - angenehm auch für die ältere Bewohnerschaft.
    • Gemütlicher Sitzbereich mit Bühne:
      • Gegenüber der Kirche, in direkter Nähe zum bestehenden Café.
      • Gastronomie & Kultur werden durch eine Bühne für temporäre Aufführungen bereichert.
  • Naturnahe Gestaltung & ökologische Innovation:
    • Der Lottebach, der derzeit unterirdisch verläuft, soll wieder an die Oberfläche gebracht werden.
      • Dies ermöglicht spielerische Wassernutzung für Kinder.
      • Das fließende Wasser könnte das Mikroklima verbessern und den Platz im Sommer kühlen.
    • Die Platzgestaltung folgt einer organischen, fließenden Formensprache, die natürliche Bewegungsmuster und Aufenthaltsqualität unterstützt.
    • Grüne Elemente wie Bäume, Pflanzen und kleine Naturinseln schaffen eine angenehme, nachhaltige Atmosphäre.
  • Flexible Nutzung & offene Programmgestaltung:
    • Die zentrale Hauptroute bleibt frei für temporäre Aktivitäten, von Straßentheater über Pop-up-Stände bis hin zu sportlichen Events.
    • Die Planung ist partizipativ ausgerichtet, sodass zukünftige Veränderungen an die Bedürfnisse der Anwohner*innen angepasst werden können.

Vorteile des Szenarios

Maximale Aufenthaltsqualität für Fußgänger*innen & Familien

  • Der Platz wird barrierefrei, kindersicher und einladend für alle Generationen.
  • Durch Sitzgelegenheiten, Wasserspiele und begrünte Flächen entsteht eine Wohlfühloase inmitten der Stadt.

Spiel, Kunst & Interaktion im öffentlichen Raum

  • Die Mischung aus Spielplatz, Wasserflächen und einer offenen Bühne bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.
  • Der Spielaspekt fördert Begegnung, Aktivität und Freude im urbanen Raum.

Ökologische und nachhaltige Stadtentwicklung

  • Die Freilegung des Lottebachs fördert Biodiversität, verbessert das Stadtklima und schafft eine natürliche Wasseroase.
  • Grünflächen reduzieren Hitze und steigern die Lebensqualität.

Flexibilität & Zukunftsorientierung

  • Das Konzept bleibt anpassbar und offen für neue Ideen.
  • Die Umgestaltung kann unabhängig von der zukünftigen Nutzung des Busbahnhofs erfolgen.

Herausforderungen & mögliche Nachteile

Verlegung der Bushaltestelle & Verkehrsanpassung

  • Die Neupositionierung des öffentlichen Nahverkehrs muss gut durchdacht sein.
  • Lösung: Eine enge Abstimmung mit Stadtverwaltung und ÖPNV-Betreibern.

Kosten und baulicher Aufwand

  • Die Umgestaltung erfordert technische und finanzielle Ressourcen.
  • Lösung: Mitfinanzierung durch nachhaltige Entwicklungsprogramme.

Akzeptanz & Nutzungsvielfalt

  • Manche Anwohner*innen könnten eine vollständige Sperrung für Autos kritisch sehen.
  • Lösung: Intensive Bürgerbeteiligung, um den Platz so inklusiv wie möglich zu gestalten.

 
c - Helge Grüter-Birgaoanu

Fazit

Dieses Szenario verwandelt den Frölich-Platz in einen zukunftsweisenden, kinderfreundlichen und ökologischen Erlebnisraum. Die Kombination aus grüner Gestaltung, spielerischen Elementen, Wassernutzung und flexibler Platznutzung macht ihn zu einem einzigartigen Ort der Begegnung. Die größten Herausforderungen liegen in der Freilegung des Lottebachs, der Anpassung des Verkehrs und der Finanzierung, doch die langfristigen Vorteile für Stadtklima, Lebensqualität und soziale Interaktion sind erheblich.

Jetzt sind Sie gefragt! Was halten Sie von diesem Szenario? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit und gestalten Sie die Zukunft des Frölich-Platzes aktiv mit.

Gefordert durch: 


Szenario 2: Der Wochenendplatz – Weekend Square

Dieses Szenario verwandelt den August-Frölich-Platz an den Wochenenden in einen dynamischen, inklusiven öffentlichen Raum, der zum Austausch und zur Begegnung einlädt. Durch gezielte temporäre Straßensperrungen entsteht eine autofreie Umgebung, in der sich vielfältige Aktivitäten entfalten können. Unter der Woche bleibt der Platz in seiner aktuellen Form als Verkehrsknotenpunkt bestehen, doch am Wochenende wird er zu einem vielseitigen, lebendigen Treffpunkt für Anwohner*innen und Besucher*innen.

Kernidee & Nutzungsmöglichkeiten

  • Markt & Kulinarik: Ein Bauern- und Flohmarkt lädt zum nachhaltigen Einkaufen ein, während das Café Koriat, Restaurant Apollon, Biebereis und Essensstände für kulinarische Erlebnisse sorgen.
  • Bewegung & Entspannung: Morgendliche Yoga-Sessions, ruhige Chill-Bereiche und gemütliche Entspannungszonen schaffen eine Wohlfühlatmosphäre.
  • Spiel & Gemeinschaft: Bereiche für Ballspiele und interaktive Freizeitangebote fördern das Miteinander.
  • Kreative & kulturelle Nutzung:
    • Multifunktionale, mobile Möbel ermöglichen flexible Nutzungen und geben den Besuchern Freiraum zur Gestaltung. Festinstallierte Bänke (mother-benches) dienen unter der Woche als Aufbewahrung für andere Sitzmöbel, damit am Wochenende eine schnelle Bespielung des Platzes möglich wird.
    • Bewegliche Leinwandflächen dienen als Flächen für künstlerischen Ausdruck, Informationsaustausch und Open-Air-Kino.
    • Live-Auftritte und Silent-Discos sorgen bis in die Abendstunden für Unterhaltung, ohne Anwohner durch Lärm zu stören.

Vorteile des Szenarios

Flexible Nutzung des Stadtraums

  • Während der Woche bleibt der Platz wie gewohnt nutzbar, während er am Wochenende zu einem lebendigen Treffpunkt wird.
  • Die temporären Veränderungen erfordern keine, bzw. nur punktuelle, baulichen Eingriffe und können an Bedürfnisse angepasst werden.

Förderung von Gemeinschaft und sozialem Austausch

  • Durch die Vielfalt der Angebote entsteht ein Treffpunkt für Menschen aller Altersgruppen und Interessen.
  • Die Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung stärkt die Identifikation der Bewohnenden mit ihrem Stadtteil.

Nachhaltigkeit & lokale Wirtschaft

  • Ein Wochenendmarkt mit regionalen Produkten fördert nachhaltigen Konsum und stärkt lokale Händler.
  • Flohmärkte bieten eine Plattform für den Austausch und Wiederverwendung von Gegenständen.

Mehr Aufenthaltsqualität & kulturelle Vielfalt

  • Bewegliche Möbel, Pflanzeninseln und künstlerische Elemente erhöhen die Attraktivität des Platzes.
  • Das abwechslungsreiche Programm mit Sport, Musik und Kunst spricht verschiedene Zielgruppen an.

Herausforderungen & mögliche Nachteile

Verkehrliche Auswirkungen

  • Die temporäre Sperrung der Straßen erfordert eine gute Planung und Kommunikation, um Verkehrsprobleme zu minimieren.
  • Alternative Routen müssen für Auto- und Busfahrer klar ausgeschildert sein.

Logistik & Organisation

  • Der regelmäßige Auf- und Abbau der mobilen Infrastruktur erfordert engagierte Organisationsteams und finanzielle Mittel.
  • Lösung: Kooperation mit Stadtverwaltung, Anwohner*innengruppen und lokalen Unternehmen.

Lärmbelastung für Anwohner

  • Abendveranstaltungen wie Silent-Discos reduzieren Lärmprobleme, aber es muss dennoch Rücksicht auf Anwohner*innen genommen werden.
  • Lösung: Begrenzung der Lautstärke für Live-Musik und klare Regeln zu Veranstaltungszeiten.


Fazit

Das Wochenendplatz-Szenario schafft eine vielseitige Nutzung des öffentlichen Raums, die sowohl Erholung als auch kulturelle Aktivitäten vereint. Die Kombination aus Markt, Sport, Kunst und Begegnung bietet einen Mehrwert für die gesamte Nachbarschaft, ohne permanente bauliche Veränderungen zu erfordern. Die größten Herausforderungen liegen in der Verkehrsplanung, Organisation und der Balance zwischen Belebung und Rücksichtnahme auf Anwohner.

Jetzt sind Sie gefragt! Was halten Sie von diesem Szenario? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit und gestalten Sie die Zukunft des Frölich-Platzes aktiv mit.

Gefordert durch: 

Szenario 1 - Platz für Feste

Dieses Szenario verwandelt den Frölich-Platz in einen lebendigen Treffpunkt für Kultur, Kreativität und soziale Begegnungen. An 1 bis 2 gewählten Wochenenden in der warmen Jahreszeit wird der Platz für verschiedene Veranstaltungen genutzt, ohne dass eine grundlegende bauliche Veränderung nötig ist. Stattdessen geschieht die Umgestaltung auf gesellschaftlicher Ebene durch eine gemeinschaftliche Organisation von wiederkehrenden Stadtteilfesten.

Kernidee & Nutzungsmöglichkeiten

  • Kulturelle Veranstaltungen: Konzerte, Open-Air-Theater und Filmvorführungen beleben den Platz und bieten Anwohner*innen und Besucher*innen abwechslungsreiche Unterhaltung.
  • Flohmärkte und Regionalmärkte: An bestimmten Wochenenden könnte die gesamte Herrmann-von-Fallersleben-Straße temporär für den Verkehr gesperrt und als Marktfläche genutzt werden. Dies würde den Platz stärker mit der Stadtmitte verbinden.
  • Kreativ- und Mitmach-Workshops: Bürger*innen könnten sich aktiv an der Gestaltung beteiligen – etwa durch gemeinsames Bauen von Sitzmöbeln oder durch Gartenprojekte.
  • Temporäre Straßensperrungen: Durch zeitlich begrenzte verkehrsfreie Zonen an Wochenenden wird die Nutzung des Platzes sicherer und vielfältiger.

Vorteile des Szenarios

Lebendige Nachbarschaft & soziale Begegnungen

  • Der Platz wird zu einem Treffpunkt für alle Generationen und schafft Raum für spontane Begegnungen.
  • Durch die gemeinschaftliche Organisation von Events entsteht ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl im Stadtteil.

Flexible Nutzung ohne bauliche Eingriffe

  • Der Charakter des Platzes bleibt unverändert, da die Veränderungen durch die Art der Nutzung entstehen.
  • Die temporären Straßensperrungen ermöglichen es, den Raum mutiger und kreativer zu nutzen.

Stärkung der lokalen Kultur & Wirtschaft

  • Lokale Künstler*innen, Händler und Initiativen bekommen eine Plattform, um ihre Angebote sichtbar zu machen.
  • Regionale Märkte könnten den Platz stärker mit der Stadtmitte verbinden und die Wirtschaft vor Ort fördern.

Erhöhte Aufenthaltsqualität & Nachhaltigkeit

  • Die Kombination aus kulturellen Angeboten und grünen Mitmach-Projekten könnte den Platz attraktiver machen.
  • Nachhaltige Nutzungskonzepte, wie Tauschmärkte oder Urban-Gardening-Initiativen, passen zu den Bedürfnissen einer modernen Stadt.

Herausforderungen & mögliche Nachteile

Lärmbelastung für Anwohner

  • Veranstaltungen, besonders Musik-Events, könnten zu Konflikten mit Anwohnern führen.
  • Lösung: Begrenzung der Veranstaltungszeiten.

Organisation & Finanzierung

  • Die regelmäßige Umsetzung von Events erfordert engagierte Organisator*innen und ausreichende Mittel.
  • Lösung: Kooperation mit lokalen Vereinen, Kulturinitiativen und Förderprogrammen.

Verkehrsprobleme durch temporäre Sperrungen

  • Die Sperrung von Straßen, insbesondere der Herrmann-von-Fallersleben-Straße würde den Regionalbusverkehr beeinträchtigen.
  • Lösung: Klare Kommunikation und Umleitungspläne, um Verkehrsprobleme zu minimieren.

Fazit

Dieses Szenario schafft ein dynamisches, kulturell bereichertes Stadtviertel, ohne kostenintensive bauliche Maßnahmen zu erfordern. Durch kreative Veranstaltungen und flexible Nutzungsformen wird der Frölich-Platz ein Ort für Begegnung, Austausch und Gemeinschaft. Allerdings müssen Herausforderungen wie Lärmschutz, Organisation und Verkehrsanpassungen bedacht werden, um eine langfristig tragfähige Lösung zu gewährleisten.

Jetzt sind Sie gefragt! Was halten Sie von diesem Szenario? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit und gestalten Sie die Zukunft des Frölich-Platzes mit.

Gefordert durch: 

2024-07-25

Zukunfts(t)raum 2.0

Wie geht es mit dem Fröhlich Platz weiter?


Am 13.03 ab 13:00 Uhr werden wir das zweite Community Workshop zum Frö-h-lichplatz durchführen. Diesmal auf den ganzen Nachmittag gestreckt, um die Zeit für ein spannendes Programm zu schaffen. Nach kurzer Einleitung und Vorstellung der noch ausstehenden Rückmeldungen aus der Stadtverwaltung gibt es spannendes Programm:

1. Geokulturelle Analyse des Ortes:

Angebot von Stella*_Geokulturelle Raumentwicklung


Zu Beginn des Workshops gibt es kurz einen Impuls zur Geokultur:

_was Geokulturelle Raumgestaltung ist & will

_warum bei Gestaltungen ein geokultureller Ansatz sinnvoll ist

_wie man sich dem Raum geokulturell nähert.

Anschließend erkunden wir das „Gelände“ - unseren Platz:

_alle Teilnehmenden bekommen Wahrnehmungsaufgaben

_der Platz wird durch uns erfahren mit unterschiedlichem Fokus

_alle Erfahrungen tragen wir zusammen und tauschen uns aus.

Unsichtbares machen wir kreativ sichtbar:

_wir sammeln Impulse & Ideen, die aus der Wahrnehmung heraus entstanden sind

_in einem großen Plan wird eingezeichnet - bringt Malstifte, Papier, Schere mit...

_eine gemeinsame Vision entsteht

Was „spricht“ der Platz? - geosystemische Ortsanalyse

_wahrnehmen was ist - die Realität des Ortes

_was will eigentlich der Ort?! - fragen wir ihn doch...

_Raumerfahrung in den Ideen-Cluster übersetzen


„Hast du Lust auf einen interessanten Nachmittag - dann bring Zeit mit und Offenheit, du wirst danach die Stadt mit anderen Augen sehen...“ Stella*


Außerdem vorgesehen:

2. Mapping des Platzes aus umweltpsychologischer Perspektive - angedacht ist eine einfache Aufgabe mit ausgehändigtem Zettel und zwei bunten Stiften in der Hand. Jeder kann mitmachen, Kinder auch willkommen. Die einzelnen Beobachtungen werden dann zusammen auf einen großen Plan der Platzumgebung eingetragen.

3. Konkretisieren der Vorschläge vom 1. Workshop: mit Begleitung von Designexperten vom Gaswerk Weimar e.V. werden wir die Idee einer Litfaßsäule / Straßenbibliothek / Sitzlandschaft in Richtung eines Entwurfes konkretisieren, mit dem Ziel es dieses Jahr noch zu bauen! 

Die Ergebnisse des Workshops werden ca. 17:00 Uhr für die Öffentlichkeit zusammengefasst. 

Die Werkstatt ist offen:

Ihr seid alle herzlich willkommen. Wir werden uns immer über eine Voranmeldung freuen. 

Treffpunkt ist Otto-Neururer-Haus. Vielen Dank an Pfarrer Timo Gothe für die Gastfreundschaft!

2024-06-16

Frö(h)lich Fest UMFRAGE

Wir haben während des Platzfestes 175 von Euch ausgefüllte Umfragen zurückbekommen. Viele davon wurden von ganzen Familien gemeinsam ausgefüllt, daher gehen wir von einer Aussagekraft von gerundet 200 Rückmeldungen aus.

Aus der ersten Frage ergab sich, dass unsere Nachbarschaft bereits ziemlich gut vernetzt ist, weil die Nachricht über das Fest sich am meisten über Mund-zu-Mund-Propaganda verbreitete. Außerdem hat sich die Rolle eines klassischen Plakates (auch dank dem super Entwurf von Nguyen Ha' Phan) bestätigt:

Wir haben uns bemüht mit unserer Einladung alle zu erreichen: Blog, 2000 Flyer, Plakate, Zeitungsartikel. Über das Pfingstwochenende konnten wir über 1000 Gäste zählen. Es scheint auch dass unsere Einladung ziemlich gut in ganzer Stadt verteilt wurde, da die Locals weniger als Hälfte der Respondenten stellten:
Die meisten nutzen den Platz bereits täglich. Desto mehr war es vermutlich für viele überraschend, zum ersten mal den "Platz", bzw. Kreuzung, als einen städtischen Platz zu erleben. Das Potenzial dieses Raumes wurde für uns alle entdeckt. Einer der Höhepunkte war die Austragung der heiligen Messe auf dem Platz, was für die Kirchenbesucher zu einem außerordentlichen Erlebnis wurde.

Anhand des 3-tagigen Verkehrsexperimentes hatten wir genug Zeit gehabt, um die Auswirkungen auf die umliegenden Straßen zu beobachten. 3 Wochenendtage gaben uns zwar keinen Anspruch auf eine repräsentative Aussage, wie die Sperrung sich auf den Verkehrsfluss während der Arbeitswoche auswirken würde, jedoch war neben vereinzelten skeptischen Stimmen generell keine radikale Abwehr durch die Anwohnerschaft spürbar gewesen.
Und hier die entscheidende Frage: was haltet Ihr von der Sperrung? Könnte es sogar die finale Lösung sein? 
Wir haben versucht auch einzelne Stimmen oder Ideen aufzufangen:
Wir sind davon ausgegangen, dass es nicht das letzte Fest sein wird. Daher wollten wir wissen, wie Ihr Euch eine künftige Sperrung des Platzes vorstellt. Und hier kommt eine verblüffende Antwort: 122 von 175 der Befragten, also satte 70% sind dafür den Platz gleich permanent abzusperren. Die vorsichtigere, temporäre, bzw. Wochenendvariante hätte auch viele Unterstützer. Nur einzelne (2) Stimmen wären gegen eine Sperrung.
Und wenn, dann mit welchem Zweck?
Welche Argumente habt Ihr dabei erwogen?
Es gab viele interessante Gespräche darüber, wie die Sperrung sich während der Woche auswirken würde. Auch hier aber überwogen ziemlich entspannte Einstellungen der Bewohner. Zu unserer Erleichterung gab es keinen Aufstand gegen das Experiment.
Am Ende war eindeutig, dass eine Sperrung überwiegend Vorteile bringen würde:
Das würde sich - wie von Befragten deklariert - direkt auf die Nutzungsintensität dieses öffentlichen Raumes übertragen:

Fast alle Besucher sahen solche Feste als (sehr) wichtig. Hierzu gehört eine persönliche Geschichte eines älteren Anwohners der mir am letzten Abend begegnete und sagte:
"Vielen Dank an euch. Ich kann kaum meine Tränen halten. In meinem ganzen Leben in Weimar habe ich nie so viel Gemeinschaftsgefühl erhalten. Bitte, macht es weiter. Ich wünsche euch viel Erfolgt bei Gesprächen mit der Stadt, damit solche Feste häufiger stattfinden."
Es ist Euch bewusst, das der August-Frölich-Platz nicht auf dem obersten Platz der Prioritätenliste der Stadt Weimar steht, da er halbwegs ok funktioniert. Wir werden uns trotzdem für weitere, zu jeweiliger Zeit mögliche Verbesserungen einsetzten. 
Was sich dank dem Experiment eindeutig bestätigt hat, ist dass die zwei Bushaltestellen am Platz sich sehr einfach in die Hermann-von-Fallersleben-Straße integrieren lassen. Eine dadurch ermöglichte Ausweitung der Fußgängerfläche auf den gepflasterten Bereich hätte folgende Vorteile:
- weitere empfundene Verengung der Asphalt Fahrbahn = Steigerung der Verkehrssicherheit,
- Erhöhung der Aufenthaltsqualität der Bahnhofnutzer, sowie Platznutzer durch Entstehung von Platz für eine neue Haltestelle / Laube / Pavillon in der Verlängerung der von-Fallersleben,
- mehr Platz für neue Aktivitäten
- Umwandlung der "Bratpfanne" in einen freundlichen Raum durch Schattenspender, etc.
- klares Signal zur Weiterentwicklung des Platzes als Stadtteilplatz
Abschließend ein Paar Wörter zu Eurem Fest. Dieses wurde in Ehrenamt ohne Ansprüche auf Professionalität organisiert. Das Programm entstand ausschließlich durch ehrenamtliches Angebot (Verkauf wäre mit Gebühren verbunden). Immerhin, wir nehmen für das nächste Mal sehr gerne Eure Anmerkungen und Ideen mit:
Hoffentlich lässt sich im Gespräch mit der Stadt eine Lösung finden, um die finanziell sehr aufwändige Sperrung durch stadteigene, bzw. andere Maßnahmen zu organisieren. Es wurde von Herrn OB Kleine die Idee einer regelmäßigen Sperrung des Platzes für die gemeinschaftliche Nutzung begrüßt. Jetzt muss nur eine technische und förmliche Lösung her.

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