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2026-06-08

Inclusive City Workshop: Neue Perspektiven auf öffentliche Räume in Weimar

 Wie können öffentliche Räume so gestaltet werden, dass sie Sicherheit, Begegnung und Teilhabe für alle ermöglichen? Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich der internationale Workshop „Inclusive City“, der Studierende und Lehrende aus vier Universitäten zusammenbrachte, um die öffentlichen Räume Weimars neu zu denken.



Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen der Bauhaus-Universität Weimar, der Notre Dame University Beirut, der Cairo University und der University of Nizwa (Oman) entwickelten die Teilnehmenden Konzepte für verschiedene Orte in Weimar. Ziel war es, bestehende Herausforderungen zu analysieren und innovative Ideen für eine inklusivere und lebenswertere Stadt zu erarbeiten.


Eines der untersuchten Beispiele war der August-Frölich-Platz. Die studentischen Entwürfe zeigten, wie durch eine Neuorganisation der Verkehrswege ein sicherer Schulweg für Kinder geschaffen werden kann. Gleichzeitig wurde das Potenzial des Platzes als Aufenthalts- und Begegnungsort für Jugendliche herausgearbeitet. Die vorhandene Infrastruktur bietet bereits Möglichkeiten für wettergeschützte Treffpunkte und soziale Interaktion. Durch gezielte gestalterische Eingriffe könnte dieser Ort weiter gestärkt und zu einem lebendigen Bestandteil des Quartiers entwickelt werden.



Der FröHlichplatz war dabei nur einer von mehreren öffentlichen Räumen, die im Workshop untersucht wurden. Die unterschiedlichen Projekte verdeutlichten, wie wichtig es ist, städtische Räume aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und die Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzergruppen – von Kindern über Jugendliche bis hin zu älteren Menschen – in die Planung einzubeziehen.


Der Workshop wurde von Dr. Amalia Podlaszewska und Prof. Dr. Frank Eckardt geleitet und bot den Studierenden die Möglichkeit, internationale Erfahrungen und lokale Kenntnisse miteinander zu verbinden. Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie akademische Zusammenarbeit dazu beitragen kann, neue Impulse für die Entwicklung inklusiver und zukunftsfähiger Städte zu geben.


Öffentliche Räume sind weit mehr als Verkehrsflächen oder Freiflächen zwischen Gebäuden. Sie sind Orte der Begegnung, des Lernens und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Die im Workshop entwickelten Ideen machen deutlich, welches Potenzial in den öffentlichen Räumen Weimars steckt und wie durch kreative Planung eine Stadt für alle entstehen kann.


2025-11-01

12 Schatten für FröHlich

Im Rahmen des fünften Zukunfts(t)raum beschloss die Initiative einen, bzw. mehrere Zeichen auf dem Platz zu setzen.

Die Anzahl der Anwesenden war gerade so ausreichend um ansatzweise den künftigen Hain am Ort darzustellen. 


So konnte jeder Baum personifiziert werden und sich an seinem künftigen Standort umschauen und anfühlen.




Dies ist ein Baumhain


Jetzt wissen wir wie viel für den Beginn der Umgestaltung notwendig ist:

🌳 Zwölf Schatten – Weimar zeigt, wie Klimaanpassung geht

Weimar, Fröhlich-Platz. Wo sich im Sommer die Hitze staut, wird bald etwas Neues entstehen: zwölf Bäume – gesetzt in große Pflanzkübel, grün, lebendig, bereit zum Wachsen. Sie sind kein fertiger Park, sondern ein lebendiger Prototyp. Ein Vorgeschmack darauf, wie der Platz aussehen könnte, wenn die Stadt Weimar ihre eigenen Klimaziele ernst nimmt.

🌿 Klimaanpassung – auf die einfache Art

Die Idee ist so schlicht wie wirksam:

Statt jahrelang auf Genehmigungen, Tiefbau und Förderanträge zu warten, bringen wir das Grün einfach jetzt schon auf den Platz. Jeder Kübel spendet Schatten, kühlt durch Verdunstung und macht den Fröhlich-Platz wieder begehbar. Die mobilen Bäume lassen sich flexibel anordnen, gießen, verschieben – und sie machen sichtbar, was in Zukunft dauerhaft wachsen soll.


Diese spontane Maßnahme erfüllt genau das, wozu Gesetze und Strategien längst verpflichten:

  • Das Bundes-Klimaanpassungsgesetz (2024) verpflichtet Städte, konkrete Anpassungsmaßnahmen anzugehen – mobile Stadtbäume sind ein Paradebeispiel dafür.
  • Das Thüringer Klimagesetz und die neue vorsorgende Klimaanpassungsstrategie fordern, dass Städte wie Weimar Hitzeschutz und Begrünung aktiv umsetzen.
  • Und das Baugesetzbuch (§1a) nennt ausdrücklich den Schutz vor Klimafolgen als städtebauliche Aufgabe – ob mobil oder eingepflanzt.

Wir helfen also nur ein bisschen nach.


💧 Was jetzt passiert

Die Initiative „Fröhlich-Platz“ setzt sich für zwölf große Pflanzkübel ein – jeder Baum bekommt seinen Platz, seine Patin oder seinen Paten und regelmäßige Pflege.

Die Kübel sollen kein Provisorium sein, sondern Teil einer städtischen Lernphase: Wie verändern sie Temperatur, Aufenthaltsqualität, Wasserbedarf? Welche Arten kommen mit dem Standort klar?

Diese Erfahrungen fließen direkt in das entstehende Klimaanpassungskonzept der Stadt Weimar ein – als greifbares Beispiel, wie Bürger*innen Engagement zeigen, bevor die Verwaltung mit Planungsprozessen aufholt.

🌼 Ein Platz atmet auf

Die zwölf Kübel stehen nicht nur für Bäume, sondern für eine Haltung: Wir warten nicht auf Beschlüsse – wir handeln im Sinne der Gesetze, bevor sie umgesetzt sind.

Die Aktion ist Einladung, Anstoß und freundlicher Druck zugleich:


„Weimar hat den Auftrag zur Klimaanpassung – wir fangen schon mal an.



📚 Quellen & rechtlicher Hintergrund

  • Bundes-Klimaanpassungsgesetz (KAnG), in Kraft seit 01.07.2024
  • Deutsche Anpassungsstrategie 2024 – Umsetzungspflichten für Kommunen
  • Baugesetzbuch §1a – Klimaanpassung als Ziel der Bauleitplanung
  • Thüringer Klimagesetz (ThürKlimaG) und Entwurf der vorsorgenden Klimaanpassungsstrategie Thüringen
  • Stadt Weimar: Klimaanpassungskonzept (in Erarbeitung), Beirat für Klimaschutz und Klimafolgenanpassung

Abschließend eine visuelle Gedankenstütze:



2025-10-31

Ein Platz, der uns allen gehört – Ergebnisse der Sommerumfrage

Im Rahmen der sommerlichen Auswertung unserer Nachbarschaftsumfrage haben sich zwei charmante „Botschafter“ des Platzes vorgestellt:

  • Imker Fröhlich, der regelmäßig am Rande des Platzes seine Bienen beobachtet,

  • und Meerjungfrau Lotte, die sinnbildlich für den unterirdischen Lottebach steht, der unter dem Platz verläuft.

Sie standen symbolisch für die Auswertung der Umfrage, an der sich über 200 Anwohnerinnen und Anwohner beteiligt haben – ein beachtliches Zeichen des Interesses und der Verbundenheit mit diesem öffentlichen Raum. Von den 199 ausgewerteten Rückmeldungen ergibt sich ein klares Bild: 95 % der Befragten befürworten dauerhafte Verbesserungen am Platz.

Deutliche Mehrheit für mehr Aufenthaltsqualität

Eine überwältigende Mehrheit wünscht sich, dass der Platz künftig ruhiger, grüner und sicherer gestaltet wird.

  • 91 % der Teilnehmenden sprachen sich für eine Verkehrsberuhigung aus,

  • 64 bis 85 % wünschen sich mehr Bepflanzung,

Diese Ergebnisse zeigen ein breites Interesse an einer ausgewogenen Entwicklung des Platzes – hin zu einem Ort der Begegnung, der Sicherheit und des gemeinschaftlichen Lebens, ohne dabei Funktionalität oder Zugänglichkeit aus den Augen zu verlieren.

Breite Beteiligung aus der Nachbarschaft

Die Umfrage wurde spontan über Aushänge am Platz durchgeführt – ohne gezielte Werbung oder Kampagnen – und spiegelt damit ein authentisches Meinungsbild der Nachbarschaft wider. Die hohe Beteiligung verdeutlicht, dass es sich hier nicht um ein Einzelanliegen, sondern um ein gemeinsames Interesse vieler Bürgerinnen und Bürger handelt.


Ein gemeinsamer Weg nach vorn

Die Ergebnisse laden dazu ein, in einem offenen Dialog über die Zukunft des Platzes zu sprechen. Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die sowohl Lebensqualität als auch Erreichbarkeit in Einklang bringt – und damit den Platz zu einem lebendigen Mittelpunkt unseres Viertels macht.


Vollständige Ergebnisse auf: www.initiative-froehlich-platz.de  Zukunftsmaschine und Internetseite gefördert durch:



Kommentar von Dr. Ammalia Podlaszewska zu den Ergebnissen:

Placemaking bedeutet nicht nur, lebendige und funktionale Räume zu gestalten – es muss auch Placecaring umfassen.

Das Prinzip des Placemakings sollte über die physische Gestaltung hinausgehen: Es fördert das Wohlbefinden der Menschen, des Ortes selbst und der fortlaufenden Praktiken, die ihn erhalten.

Placecaring betont, wie Menschen einen Ort nutzen, respektieren und im Laufe der Zeit pflegen. Es schafft ein Gefühl gemeinsamer Verantwortung und langfristiger Fürsorge. Wenn Menschen sich um einen Ort kümmern, kümmern sie sich auch umeinander – so entstehen tiefere Verbindungen und ein stärkeres Gefühl der Zugehörigkeit.

Die Ergebnisse der Gemeinschaftsbefragung verdeutlichen die Bedeutung von Placecaring: Nur durch Fürsorge und Verantwortungsbewusstsein können Orte zu lebendigen, gemeinschaftlich getragenen Räumen werden – für heutige und kommende Generationen.

2025-02-17

Szenario 4: Der Frölich-Platz als interaktiver, fußgängerfreundlicher Erlebnisraum

Dieses Szenario stellt eine visionäre, ökologisch nachhaltige und zukunftsorientierte Neugestaltung des August-Frölich-Platzes vor. Im Fokus steht die Schaffung eines attraktiven, spielerischen und barrierefreien Stadtplatzes, der insbesondere für Kinder, Familien und Fußgänger*innen gestaltet wird. Durch eine veränderte Verkehrsführung, interaktive Elemente und natürliche Gestaltung wird der Platz zu einem einladenden Ort der Begegnung, Bewegung und Entspannung.

Kernidee & Umsetzung

  • Fußgängerfreundliche Gestaltung & Verkehrsberuhigung:
    • Der Platz wird für Fahrzeuge gesperrt, nur ein Radweg führt hindurch.
    • Die zwei Bushaltestellen werden verlegt, um den Raum vollständig für Fußgänger*innen nutzbar zu machen.
  • Spiel- und Erlebniszonen:
    • Spielplatz mit Geräten für Kinder:
      • Südlich der Kirche gelegen, um die Sicht auf das Gebäude nicht zu beeinträchtigen.
      • Fördert Bewegung, Spaß und soziale Interaktion.
    • Calisthenics Anlage für Erwachsene und Jugendliche:
      • Fördert Bewegung, Spaß und soziale Interaktion auch bei Menschen ohne Kleinkinder
    • Bespielbare Brunnen mit kleinen Wasserbecken:
      • im nördlichen Teil des Platzes, um eine künstlerisch und spielerisch nutzbare Wasserfläche zu schaffen.
      • Verbindet ästhetische Stadtgestaltung mit praktischer Nutzung zur Abkühlung im Sommer - angenehm auch für die ältere Bewohnerschaft.
    • Gemütlicher Sitzbereich mit Bühne:
      • Gegenüber der Kirche, in direkter Nähe zum bestehenden Café.
      • Gastronomie & Kultur werden durch eine Bühne für temporäre Aufführungen bereichert.
  • Naturnahe Gestaltung & ökologische Innovation:
    • Der Lottebach, der derzeit unterirdisch verläuft, soll wieder an die Oberfläche gebracht werden.
      • Dies ermöglicht spielerische Wassernutzung für Kinder.
      • Das fließende Wasser könnte das Mikroklima verbessern und den Platz im Sommer kühlen.
    • Die Platzgestaltung folgt einer organischen, fließenden Formensprache, die natürliche Bewegungsmuster und Aufenthaltsqualität unterstützt.
    • Grüne Elemente wie Bäume, Pflanzen und kleine Naturinseln schaffen eine angenehme, nachhaltige Atmosphäre.
  • Flexible Nutzung & offene Programmgestaltung:
    • Die zentrale Hauptroute bleibt frei für temporäre Aktivitäten, von Straßentheater über Pop-up-Stände bis hin zu sportlichen Events.
    • Die Planung ist partizipativ ausgerichtet, sodass zukünftige Veränderungen an die Bedürfnisse der Anwohner*innen angepasst werden können.

Vorteile des Szenarios

Maximale Aufenthaltsqualität für Fußgänger*innen & Familien

  • Der Platz wird barrierefrei, kindersicher und einladend für alle Generationen.
  • Durch Sitzgelegenheiten, Wasserspiele und begrünte Flächen entsteht eine Wohlfühloase inmitten der Stadt.

Spiel, Kunst & Interaktion im öffentlichen Raum

  • Die Mischung aus Spielplatz, Wasserflächen und einer offenen Bühne bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.
  • Der Spielaspekt fördert Begegnung, Aktivität und Freude im urbanen Raum.

Ökologische und nachhaltige Stadtentwicklung

  • Die Freilegung des Lottebachs fördert Biodiversität, verbessert das Stadtklima und schafft eine natürliche Wasseroase.
  • Grünflächen reduzieren Hitze und steigern die Lebensqualität.

Flexibilität & Zukunftsorientierung

  • Das Konzept bleibt anpassbar und offen für neue Ideen.
  • Die Umgestaltung kann unabhängig von der zukünftigen Nutzung des Busbahnhofs erfolgen.

Herausforderungen & mögliche Nachteile

Verlegung der Bushaltestelle & Verkehrsanpassung

  • Die Neupositionierung des öffentlichen Nahverkehrs muss gut durchdacht sein.
  • Lösung: Eine enge Abstimmung mit Stadtverwaltung und ÖPNV-Betreibern.

Kosten und baulicher Aufwand

  • Die Umgestaltung erfordert technische und finanzielle Ressourcen.
  • Lösung: Mitfinanzierung durch nachhaltige Entwicklungsprogramme.

Akzeptanz & Nutzungsvielfalt

  • Manche Anwohner*innen könnten eine vollständige Sperrung für Autos kritisch sehen.
  • Lösung: Intensive Bürgerbeteiligung, um den Platz so inklusiv wie möglich zu gestalten.

 
c - Helge Grüter-Birgaoanu

Fazit

Dieses Szenario verwandelt den Frölich-Platz in einen zukunftsweisenden, kinderfreundlichen und ökologischen Erlebnisraum. Die Kombination aus grüner Gestaltung, spielerischen Elementen, Wassernutzung und flexibler Platznutzung macht ihn zu einem einzigartigen Ort der Begegnung. Die größten Herausforderungen liegen in der Freilegung des Lottebachs, der Anpassung des Verkehrs und der Finanzierung, doch die langfristigen Vorteile für Stadtklima, Lebensqualität und soziale Interaktion sind erheblich.

Jetzt sind Sie gefragt! Was halten Sie von diesem Szenario? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit und gestalten Sie die Zukunft des Frölich-Platzes aktiv mit.

Gefordert durch: 


Szenario 3: Der Frölich-Platz als „Woonerf“ – Ein geteilter, sicherer Nachbarschaftsraum

Dieses Szenario verfolgt das Ziel, einen sicheren und einladenden nachbarschaftlichen Platz zu schaffen, der Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und Autofahrer*innen gleichberechtigt einbindet. Inspiriert vom niederländischen Konzept des „Woonerf“ (Wohnumfelds) wird der Platz in einen „Shared Space“ verwandelt – einen geteilten Raum, in dem alle Verkehrsteilnehmer*innen  auf Augenhöhe agieren. Durch eine sanfte bauliche Umgestaltung soll eine harmonische Verbindung zwischen den angrenzenden Bereichen geschaffen werden, während gleichzeitig die Aufenthaltsqualität und Sicherheit erhöht werden.


Kernidee & Umsetzung

  • Anhebung der Platzfläche:
    • Der Platz wird leicht angehoben, sodass eine visuelle Unterscheidung von den umliegenden Straßen entsteht.
    • Dies sorgt dafür, dass Autofahrer*innen langsamer fahren und bewusster mit anderen Verkehrsteilnehmer*innen interagieren.
  • Integration eines „Shared Space“-Konzepts:
    • Es gibt keine klaren Trennungen zwischen Gehweg, Fahrbahn und Aufenthaltsbereichen, was zu einer Verkehrsberuhigung führt.
    • Die Straße geht nahtlos in den Platz über, wodurch Barrieren verschwinden und eine offene Platzfläche entsteht.
  • Verbindung zwischen Kirche und umliegender Bebauung:
    • Der Platz stärkt die räumliche Beziehung zwischen der Kirche und dem gegenüberliegenden Häuserblock.
    • Bestehende gepflasterte Kurven werden genutzt, um die Platzstruktur organisch einzufügen.
  • Platzgestaltung mit Grünflächen & Stadtmöbeln:
    • Pflanzen und kleine Grünflächen dienen als sanfte Abgrenzung zu den umliegenden Straßen und schaffen eine einladende Atmosphäre.
    • Die „Zukunftsmaschine“ als zentrales Stadtmöbel zieht Aufmerksamkeit auf sich und regt zur aktiven Beteiligung und Diskussion über die Zukunft des Platzes an.
    • Zusätzliche Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein, fördern soziale Interaktion und stärken die Nachbarschaftsgemeinschaft.
  • Anpassung des Straßenraums:
    • Ein Teil der gepflasterten Fläche vor der Kuchenmanufaktur könnte angehoben werden, um die Verkehrsberuhigung zu unterstützen.
    • Nur zwei Regionalbushaltestellen müssten angepasst werden, um das Konzept umzusetzen.

Vorteile des Szenarios

Sicherheit & Verkehrsberuhigung

  • Autofahrer*innen reduzieren ihre Geschwindigkeit, da sie sich den Raum mit Fußgänger*innen und Radfahrer*innen teilen.
  • Weniger Unfallgefahren und eine insgesamt angenehmere Verkehrsführung.

Mehr Aufenthaltsqualität & soziale Interaktion

  • Der Platz wird als einladender, urbaner Innenraum wahrgenommen, der Begegnungen und gemeinschaftliches Leben fördert.
  • Durch Sitzmöbel und Grünflächen entsteht ein neuer sozialer Treffpunkt.

Nachhaltige Stadtgestaltung

  • Statt einer vollständigen baulichen Umgestaltung wird die bestehende Struktur clever genutzt und weiterentwickelt.
  • Grünflächen verbessern das Mikroklima und tragen zur Biodiversität bei.

Stärkung der lokalen Identität

  • Der Platz verbindet wichtige städtische Elemente wie die Kirche, Gastronomie und Wohnhäuser zu einer kohärenten Einheit.
  • Das zentrale Stadtmöbel („Zukunftsmaschine“) lädt zur aktiven Mitgestaltung der Stadt ein.

Herausforderungen & mögliche Nachteile

Gewöhnung an das „Shared Space“-Prinzip

  • Autofahrer*innen müssen sich an die neue Verkehrsführung anpassen.
  • Lösung: Klare Bodenmarkierungen und Bewusstseinsbildung durch Informationskampagnen.

Notwendige bauliche Anpassungen

  • Die Anhebung der Platzfläche erfordert Bauarbeiten, die mit Kosten und temporären Einschränkungen verbunden sind.
  • Lösung: Eine schrittweise Umsetzung und Finanzierung durch städtische Förderprogramme.

Mögliche Verkehrsbehinderungen

  • Die Umgestaltung könnte Auswirkungen auf den Verkehrsfluss haben, insbesondere auf Buslinien.
  • Lösung: Koordination mit dem öffentlichen Nahverkehr, um alternative Lösungen zu entwickeln.

Fazit

Dieses Szenario bietet eine innovative, sichere und nachbarschaftliche Lösung für den Frölich-Platz. Der „Shared Space“-Ansatz schafft eine gleichberechtigte Verkehrsfläche, die Autofahrer*innen  zum Langsamfahren anregt und Fußgänger*innen sowie Radfahrer*innen mehr Raum gibt. Die Gestaltung mit Grünflächen, Sitzgelegenheiten und der Zukunftsmaschine als kreatives Stadtmöbel macht den Platz zu einem attraktiven Treffpunkt für die Nachbarschaft.

Jetzt sind Sie gefragt! Was halten Sie von diesem Szenario? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit und gestalten Sie die Zukunft des Frölich-Platzes aktiv mit.

Gefordert durch: 

2024-11-15

Zukunfts(t)raum 3.0

Die Ideen aus dem letzten Community Workshop gehen auf!

Dank einer Unterstützung des Lokalen Aktionsplan Weimar konnten wir einige Hilfe vom Gaswerk e.V. für unser Vorhaben gewinnen. Am Freitag 29.11.20214, dank der Gastfreundschaft von Pfarrer Gothe, treffen wir uns alle wieder im Gemeindehaus (Elisabethensaal). 

Die während letzten Workshops vom 13.09.2024 konzipierte Zukunftsmaschine soll jetzt langsam physisches Gestalt bekommen. Wenn alles gut läuft, werden wir die Grundkonstruktion auf dem Platz sehen können. Die Fertigstellung obliegt der Nachbarschaft!

Was soll die Zukunftsmaschine können? Vor allem soll sie an die Anliegen der Bürgerinitiative auf dem Platz erinnern, Informationen und Visionen vor Ort bereitstellen. Sie wird auch bereit Eure Ideen, Rückmeldungen und Fragen aufzunehmen. Sie darf zu einem Treffpunkt werden. Wie wir beim letzten Workshop festgestellt haben, soll sie uns gleichzeitig helfen, den Raum um die KaKi Schritt für Schritt besser zu verstehen. 

Gearbeitet wird im World Cafe Format und vielleicht auch schon physisch mit der Maschine.

Wie soll das alles gehen? Interessiert? Kommt zahlreich zum Workshop:   




2024-08-23

Miyawaki Wald - little forest

Überlastung der Regenwassernetze, Hitzeinseln, Monokulturen auf den Feldern... Was können Stadtbewohner dagegen tun? Ein Landwirt aus Japan hat den Weg gezeigt. Seine Methode hat schon längst den Fuß in Deutschland gefasst. Schaut Euch ein den simplen Rezept (Link), welches in einfachen Schritten in beliebig konstruierten Gemeinschaften umgesetzt werden kann, wie der Citizens Forests e. V. aus Norddeutschland zeigt (Link).

So attraktiv beschreibt der MIYA e.V. die Methode. Vielleicht könnte das eine Richtungsänderung für Teil unserer Bratpfanne sein? Hier meine ich den großzügig zugepflasterten Bereich des Platzes, der vielleicht durch kleine Waldinseln perforiert eine nützlichere Funktion erhalten könnte. Der Miyawaki-Wald kann bereits auf 1 Quadratmeter gepflanzt werden, was mehrere Beispiele aus der Welt beweisen. 

Was denkt Ihr? 

2024-07-25

Zukunfts(t)raum 2.0

Wie geht es mit dem Fröhlich Platz weiter?


Am 13.03 ab 13:00 Uhr werden wir das zweite Community Workshop zum Frö-h-lichplatz durchführen. Diesmal auf den ganzen Nachmittag gestreckt, um die Zeit für ein spannendes Programm zu schaffen. Nach kurzer Einleitung und Vorstellung der noch ausstehenden Rückmeldungen aus der Stadtverwaltung gibt es spannendes Programm:

1. Geokulturelle Analyse des Ortes:

Angebot von Stella*_Geokulturelle Raumentwicklung


Zu Beginn des Workshops gibt es kurz einen Impuls zur Geokultur:

_was Geokulturelle Raumgestaltung ist & will

_warum bei Gestaltungen ein geokultureller Ansatz sinnvoll ist

_wie man sich dem Raum geokulturell nähert.

Anschließend erkunden wir das „Gelände“ - unseren Platz:

_alle Teilnehmenden bekommen Wahrnehmungsaufgaben

_der Platz wird durch uns erfahren mit unterschiedlichem Fokus

_alle Erfahrungen tragen wir zusammen und tauschen uns aus.

Unsichtbares machen wir kreativ sichtbar:

_wir sammeln Impulse & Ideen, die aus der Wahrnehmung heraus entstanden sind

_in einem großen Plan wird eingezeichnet - bringt Malstifte, Papier, Schere mit...

_eine gemeinsame Vision entsteht

Was „spricht“ der Platz? - geosystemische Ortsanalyse

_wahrnehmen was ist - die Realität des Ortes

_was will eigentlich der Ort?! - fragen wir ihn doch...

_Raumerfahrung in den Ideen-Cluster übersetzen


„Hast du Lust auf einen interessanten Nachmittag - dann bring Zeit mit und Offenheit, du wirst danach die Stadt mit anderen Augen sehen...“ Stella*


Außerdem vorgesehen:

2. Mapping des Platzes aus umweltpsychologischer Perspektive - angedacht ist eine einfache Aufgabe mit ausgehändigtem Zettel und zwei bunten Stiften in der Hand. Jeder kann mitmachen, Kinder auch willkommen. Die einzelnen Beobachtungen werden dann zusammen auf einen großen Plan der Platzumgebung eingetragen.

3. Konkretisieren der Vorschläge vom 1. Workshop: mit Begleitung von Designexperten vom Gaswerk Weimar e.V. werden wir die Idee einer Litfaßsäule / Straßenbibliothek / Sitzlandschaft in Richtung eines Entwurfes konkretisieren, mit dem Ziel es dieses Jahr noch zu bauen! 

Die Ergebnisse des Workshops werden ca. 17:00 Uhr für die Öffentlichkeit zusammengefasst. 

Die Werkstatt ist offen:

Ihr seid alle herzlich willkommen. Wir werden uns immer über eine Voranmeldung freuen. 

Treffpunkt ist Otto-Neururer-Haus. Vielen Dank an Pfarrer Timo Gothe für die Gastfreundschaft!

2024-05-31

Fröhlich Workshops - ZUKUNFTS(T)RAUM

Am 14.06 um 17:00 Uhr laden wir alle Leute, die ihre Gedanken zur künftigen Gestaltung des Platzes weiter treiben wollen, in die ehemalige Apotheke - heute NIVRE Studios ein, in einem ca. 3 stündigen Workshop die Ergebnisse der letzten Umfrage gemeinsam auszuwerten und die Lösungen für die Intensivierung der Nutzung am Platz zu konkretisieren. Schaut Euch das schöne Plakat von Lotte (CGE) an:

Es werden die noch im Raum schwebende Ideen aufgefangen.
Ziel wird es sein, am Ende des Tages den Entwurf einer Präsentation für den wiedergewählten OB Kleine zu haben, auf die er sich nach dem Sommer freuen darf.

Vielen Dank an die Gastgeber NIVRE für die Bereitstellung der Räumlichkeit.

Der Fußball am Abend findet anders als vor kurzem geplant, am Hermann-Brill-Platz: 



2024-05-27

Frö(h)lich Fest in Bildern

Was war das für ein Fest! 

Hier einige Bilder aus der Platz-Chronik, geschossen von Stefan Kranz (SK) und Gall Podlaszewski (GP):

PFINGSTSAMSTAG:

 GP

Nach einigen erforderlichen Anpassungen am frühen morgen war die erste Platzsperrung der Geschichte ein Fakt! Nicht alle Autofahrer konnten sich die Ausschilderung auf den Hauptstraßen merken und suchten vergebens nach der Abkürzung. Auffällig dabei - mehrheitlich waren es Autos mit fremden Kennzeichen. Scheinbar reagierten die Navigeräte nicht schnell genug auf das Fest.

GP

Straßenmalerei: dank dem wechselnden Wetter konnten wir verschiedene Varianten der Rennstrecken sehen können,

SK
SK

aber auch echte Kunstwerke, wie dieser steigende Drache, oder dieser wunderschöne Fächer (hier noch nicht fertig).

SK

Der Kinderspielzeug Tauschrausch machte einige Kinder sehr glücklich. Sowohl die, die sich was schönes schnappen konnten, als auch diejenigen die ihre nicht mehr genutzten Spiele für Geld tauschen konnten.

 GP
Unser Nachbarschaftsbrunch ist dank euren Beiträgen überhaupt zustande gekommen. Wir erinnern gerne daran, dass als nicht kommerzielle Veranstalter haben wir als Nachbarn nur zwei Optionen: selbst gekochtes mitbringen, oder Essenausgabe mit Spendenpreis. Für die zweite Option haben wir noch nicht genug Anbieter. Es gibt hier Potential nach oben beim nächsten Mal.

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GP

Brigitte & Carlos von der Tanzschule Tango Milonga Tango-Workshop haben es geschafft eine große Gruppe an freiwilligen Tänzern zu bewegen!

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Küche für Alle mit dem KüfA-Kollektiv Rote Soße rettete die hungrigen Gäste mit selbst gemachten Menü. Als nicht kommerzielle Veranstalter konnten wir keine weiteren Gastronomen gewinnen.

SK
Der Tauschrausch von Kleider, Pflanzen und Bücher zog viele Interessenten an. Das Angebot der Klassik Stiftung mit placemaking Co-Labor füllte die Fläche vor Koriat zu einer sehr willkommenen Menschendichte.

GP

Der emeritierte Präsident der Klassik Stiftung, Herr Hellmut Seemann bot sogar zwei Führungen durch die Kirche an. Im Inneren erzählte er spannend die Geschichte und erklärte die biblische Ikonographie des Hauptdarstellers des Platzes

GP

Zu den interessanten Fakten zählen die bis in die 10 Meter Tiefe gemauerte Fundamenten, sowie die Namensgebung der umliegenden Straßen, die nach dem Krieg nach zwei amerikanischen Präsidenten getauft wurden.

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GP
Helge zeichnete nach jedem Regen unermüdlich neue Schachbretter, um mit den selbst gemachten Schachfiguren jüngeren und älteren Nachbarn ein Schachspiel anzubieten. Das tolle Angebot wurde sogar von dem OB Kleine und seinem Sohn angenommen.

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Den Abend bereicherte der Konzertmeister Christoph Neumann, mit einem  Orgelkonzert, das die Kirche wieder zum Brummen bringte.

Die inzwischen eröffnete OFFENE BÜHNE lieferte breites Unterhaltungsprogramm: 

SK

GP

Das langjährige Mitglied der Literarischen Gesellschaft, Herr Johannes Bock teilte mit uns seine spannende Gedanken zur Namensgebung des Platzes. Interessant: unser Platz wurde nach dem Krieg von den Amerikanern als Friedensplatz getauft!

SK

BFF (Rumi und Sofia)

SK
GP

Bujangan Tangguh aus Indonesien

GP
Kneipenchor mit (manchmal zu leisen) schönen Stimmen
und Rafael mit Musik gesungen in fast allen Europäischen Sprachen.


SKSK

Unser Familienzentrum hat Kinder und Erwachsene mit mobilem Angebot begeistert.

SK

Der Knabe-Verlag war mit der mobilen Bücherei (und später auch mit einem für den Platz gesponserten Kickertisch) dabei.

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Die Stadtverwicklung begeisterte für städtische Projekte mit Infostand und Gymnastik.

GP

Unsere neuen Anwohnern: NIVRE Film & Studios belebten die "rote Ecke" mit Angebot für Klein und Groß, was besonders gut angenommen war.

SKSK

Eine der lokalen Initiativen überzeugte mit einem Angebot zur Selbstversorgung: FoodCoop Leko, aus der Garage in der Steubenstraße.

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Vielen Dank an Röstbrüder (Richard-Wagner-Straße) für den immer vorhandenen frischen Kaffee, welcher die vielen Nachbarschaftsgespräche noch leckerer und gemütlicher machte.
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PFINGSTSONNTAG 

brachte viele spontane Aktivitäten der Nachbarschaft, die dann am Nachmittag in einer Rollschuhdisco (dank Lösungslabor und Rolling Mondays) mündeten. 

GP

Der immer wiederkehrende Regen erfrischte den Platz und zwang die Kinder zu erneuten Kreide-Kreativität am Asphalt. So entstanden viele Varianten von Rennstrecken für kleine Räder. 

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Die Fläche wurde auch gerne als Badmintonfeld wahrgenommen.  

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Die Kirchenwand belebt mit unseren Blogartikeln interagierte leitete aktiv viele Gespräche mit den Bewohnern ein.

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PFINGSTMONTAG:

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Heilige Messe (Open Air) Auch die Besucher der katholischen Kirche nutzten den neu geschaffenen Platz für ihre Pfingstmesse. Um der morgigen Sonne zu entgehen, sammelten sich die Besucher an der einzigen schattigen Ecke des Platzes, was erneut Bedarf nach mehr Baumpflanzungen, oder andersartigen Schattenspender verdeutlicht hat.

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Danach wurde der Platz wieder frei für spontane Aktivitäten der Nachbarschaft, welche für viele einzigartigen Begegnungen sorgten und insbesondere:

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 Soli-Haarschnitte by soli;hair;ity waren wahrscheinlich der Stille Hit des Festes! Hey, wie viele Kubikmeter Haar fliegen dort zum Boden?


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dazu Musik von DJs aus der Nachbarschaft, u.a. Cat-J, Pani Paulo, Peter Pain brachte viele zum Schwingen.. Um 20 Uhr wurde es plötzlich wieder leise und still.  
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Die Koriat Kuchenmanufaktur konnte uns wieder mit ihren nicht zu erschöpfenden Kapazitäten begeistern.  
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Die auf den Platz geschleppten Überdachungen haben sich als hoch nützlich erwiesen: sowohl beim Regen, als auch bei der prallenden Sonne. 

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Das Culture Goes Europe e.V. / Stadtverwicklung gGmbH Team tüftelt schon an den nächsten Schritten. Darüber ließt ihr hier ziemlich bald wieder!

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Für Gall und Ammalia ist es klar: Steuer auf weitere Abenteuer!

Vielen Dank an den Fotograf Stefan Kranz für die wundervollen Bilder!

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