2024-03-20

in bitumen mari navigamus

Es kommt Bewegung in die mit der Petition 2022 geforderte Verbesserung der Verkehrssicherheit auf unserem Platz. Die damals zugesagten Querungshilfen sind da. Schön, dass dem deutlich kommunizierten Anliegen der Bewohner eine relativ schnelle und spürbare Reaktion der Stadtverwaltung gefolgt ist.

Die Einmündung der Washingtonstraße wurde verjüngt, sodass die Passanten jetzt besser in die Straße einsehen können. Senkrecht gemessen ist es jetzt nur die Hälfte des früheren Asphaltflüsses zu überspringen. Allerdings, sind die "Halbinseln" versetzt zueinander angeordnet, wodurch eine Tendenz bei einigen Fahrer zu beobachten ist, dass sie die Hürde mit einem Bogen umfahren. Durch diese Interpretationsmöglichkeit ist die frühere unklare Verkehrsordnung noch nicht ganz eindeutig geklärt worden. Vielleicht werden hier noch horizontale Markierungen vorgesehen. Es wurden uns von der Stadt leider keine Details mitgeteilt.


Die zweite Querungshilfe hat die Form der bekannten Querungsinsel. Diese sieht nun ein bisschen einsam in dem Asphaltmeer, wirkt jedoch ganz eindeutig auf die Fahrer. Zum ersten mal konnte es häufig beobachtet werden, dass diese vor Passanten wie bei einer Zebra - von sich aus - anhalten. Bravo!


Der sparsame Umgang mit horizontaler Markierung ist an der Stelle vielleicht sogar in Ordnung, sodass die Passanten nicht gezwungen sind in eine gerade Richtung zu laufen. Der Platz wird hier gerne unter allen Winkeln gequert. Die Insel könnte aber noch am Sicherheitsgefühl gewinnen, wenn sie einen farbig abgesetzten Boden erhalten würde. Hauptsache, sie funktioniert:


Für das eingehaltene Wort bedanken wir uns schon bei der Stadtverwaltung. Jetzt freuen wir uns auf die vom Stadtrat zugesagten Sitzbänke, sodass der entschleunigte Straßenverkehr in aller Ruhe beobachtet werden kann.

2024-03-13

gesperrt für Verkehr - geöffnet für Leben

Liebe Nachbarn! 

Unsere Flyer sind mit der Unterstützung des von Culture Goes Europe e.V. geleiteten Projektes Placemaking 4 Inclusion fertig und sind zur Verbreitung freigegeben. Zusammen mit der Stadtverwicklung (Werkbank) und dem Familienzentrum (SOS Kinderdorf) haben wir für Euch am 18. Mai ein spannendes Programm gestemmt. Es wird aber nicht ohne Eurer Beteiligung funktionieren, da der Platz so aussehen soll:

Es wird in dem ab 18. Mai zum ersten Mal für Straßenverkehr gesperrten Bereich zwischen Kirche und Koriat ein richtiges Tauschrausch in 5 Kategorien geben:

- ab 10:00 Uhr Kinderspieletausch - hier können die Jüngsten in Eigenverantwortung die Rolle der Händler übernehmen und die Lieblingsspiele Ihrer Nachbarn kennenlernen. 

Parallel dazu wird die für Verkehr abgesperrte Asphaltfläche mit Hilfe vieler Hände mit Kreide in eine menschenfreundliche Zone umgewandelt - einen Stadtteilplatz.

- ab 11:00 Uhr sind alle Nachbarn zu einem 20m langen Nachbarschaftsbrunch eingeladen. Bringt was leckeres inkl. Rezept mit und lasst Euch das von anderen Mitgebrachte schmecken. Das Apollon überlegt gerade auch, welche Rezepte aus Griechenland noch her sollten.

- ab 14:00 Uhr: Kleider-, Pflanzen- und Büchertausch. Es wird wird auf dem Platz Ausstellungsflächen geben, die jeweils von einer Tauschmaus betreut werden. Bitte wendet sich an die jeweilige Maus mit Tauschfragen. 

Getauscht darf mit ein Bisschen Geschick alles gegen alles. Wichtig: das nicht getauschte muss zurück nach Hause.

ANMELDUNG: hausner(at)cge-erfurt.org

- ab 15:00 Uhr Klangrausch: nicht zu laut aber auch nicht zu leise werden wir bei akustischen Musik weit in den Nachmittag Spaß haben. Spielst Du gerne ein Instrument? Die Bühne wird den ganzen Tag für uns da sein. Der Kneipenchor und Bhinneka - eine Indonesische Band haben sich bereits gemeldet. Schreib uns an! 

Vielen Dank 
Ha Phan, Giovanni und Leonie für die wunderbaren Zeichnungen! 

Und am Sonntag, sind die Autos zurück?
Der Platz bleibt sogar bis zum Pfingstmontag für den Verkehr gesperrt. Der Raum ist offen für spontane Treffen, Boulle, Picnic, Kaffee, Chill und, und, und. Es mag auch eine Openair Messe und eine Karate-Show geben. So wird der August-Frölich-Platz zum Platz für alle!

2024-01-23

Frö(h)lich Platzfest 18-20.05.2024 - Einladung zum Mitmachen

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,


Während wir auf die Montage von zwei Querungshilfen (Ergebnis der 2022 Petition) und drei Bänke (Ergebnis der 2023 Umfrage) auf unserem Platz im Frühling warten, haben wir den nächsten Schritt gewagt: 
Der Termin für das von vielen gewünschte Stadtteil- / Nachbarschafts- / Platzfest steht schon fest (!) siehe die Mitmach Einladung: 


Stadtteilfest - da wir das Herzstück der Westvorstadt erfinden,
Nachbarschaftsfest - da wir die lokalen Initiativen vernetzen,
Platzfest - da wir den Platz als Platz erleben wollen.

Für den Zweck wird der asphaltierte Bereich zwischen Kirche und Koriat für das Pfingstwochenende für Straßenverkehr gesperrt. Die meisten Veranstaltungen werden am 18.05 (Samstag) stattfinden. Der Pfingstsonntag und Montag sollen zum Bummeln auf dem Platz sein.

Einleitung:
- den Termin: 18-20.05 merken.
- beim Frühjahrsputz nichts verschenken, sondern fürs Handel beim Flohmarkt behalten (und sich unkompliziert mit eigenem Kramm beteiligen)
- Rezepte für die Nachbarschaftstafel überlegen (es soll ein sehr langer Tisch für alle aufgestellt werden)
- die Einladung schnappen und an Freunde weiterleiten! (spread the news!)
- Ideen und Gedanken an uns kommunizieren (es ist unser = euer Fest)

Da die Bürgerinitiative stetig wächst, kamen wir auf die Idee, uns vorzustellen: Über uns

Lust auf mitmachen? Schreibt hier über den Blog, oder direkt an unsere Platzfest-Koordinatorin Rebecca - hausner@cge-erfurt.org.

Die Reise zum Frö(h)lich Platzfest🎉

Während wir voller Hoffnung in das neue Jahr 🌟 starten, freuen wir uns, mit euch zusammen die Reise zum Frö(h)lich Platzfest fortzusetzen 🎈 zu einem Fest, das unsere Gemeinschaft verkörpern soll 💪.

Das Event im letzten Oktober war dank dem vielen positiven Feedback und der vielen Unterstützung ein riesiger Erfolg 🎊. Deshalb möchten wir das Frö(h)lich Platzfest noch unvergesslicher machen 🌈. Die Stadt unterstützt uns mittlerweile nicht nur, sondern hat auch die Installation von Bänken auf dem Platz genehmigt, was die Aufenthalts- und Nutzungsqualität des Platzes erhöht 🌳.

📅 Eckdaten für das Festival: 18. bis 20. Mai 2024

Markiert das Datum im Kalender 🗓️! Diese Tage wurden ausgewählt, um den Sommer mit Leben und Farbe zu begrüßen 🌸. Das Frö(h)lich Platzfest soll eine Plattform bieten, um die Gemeinschaft und verschiedene Aktivitäten in unserer Nachbarschaft zu präsentieren. Es ist eine Gelegenheit für verschiedene Menschen zusammenzukommen, um nicht nur ein Festival, sondern die Zukunft unseres öffentlichen Raums zu gestalten 🤝.

Wie wir alle Teil dieses Events sein können:

Aktive Teilnahme: Jeder Beitrag als Künstler, Handwerker, Darsteller oder Visionär macht dieses Festival besonders 🎨🛠️🎭.

Teilnahme bei Planung und Aufbau: Schließt Euch uns bei der Planung und Einrichtung des Platzes für das Festival an. Wir brauchen innovative Ideen für räumliche Gestaltung, Dekoration und Aktivitäten 🏗️🌿.

Weitererzählen: Teilt Eure Begeisterung und ladet andere ein teilzunehmen 📢.

Wir möchten einen Raum schaffen, der unsere Gemeinschaft repräsentiert, was nur mit der Beteiligung aller möglich ist. Lasst uns den August-Frölich-Platz gemeinsam verwandeln! 🤗

#Frö(h)lich Platzfest #CityMakers #AugustFrölichPlatz #Weimar #Westvorstadt #DiverCity 🎪🌟🌿

2024-01-03

Kunst willkommen

Da hatte jemand Geburtstag!

Schön, dass unser Platz auch für kleine Nachbarschaftsfeier ab und zu genutzt wird.

Mit ein bisschen Kreide ließ sich die Asphaltfläche vor der Kirche temporär beleben. Durch den Kontrast zur bunten Kunst strahlt die helle Architektur der Kirche noch stärker hervor. Eine überraschende Aufwertung!  

2023-12-08

Raumstation @KAKI

Mit der Initiative "Adventskalender" von Raumstation landete zum 2.Advent am Kaki Platz ein Pavillon aus Holz mit warmen Angebot und Einladung zum Boule. 


Die Studenten der Bauhaus-Uni wählten eine zentrale Lage für den Pavillon, sodass dieser der Strasse seinen Rücken zeigte und gemeinsam mit der Kirche einen gemütlichen Raum geschaffen hat.


Der zurückhaltend entworfene Raumstation-Pavillon stecht nicht ins Auge. Ein schönes Beispiel dafür, dass ein Raum sich fast unsichtbar mit neuen Funktionen ausstatten lässt.


Kleine Architektur zeigte große Wirkung als sich vor dem Pavillon erste Gruppen von Menschen versammelten. 


Die schöne Intervention machte es anschaulich, dass die architektonische Majestät der Kirche nach einer angemessenen Gestaltung des Platzes über den engen Vorplatz hinaus ruft.



2023-12-06

Bürgerinitiative im Stadtrat

Am 6. Dezember erhielt auch unsere Bürgerinitiative ein schönes Geschenk:

Während des heutigen Stadtrates versicherte die Beigeordnete Dr. Claudia Kolb in Antwort auf den Antrag vom Stadtrat Wolfram Wiese, dass im Jahr 2024 neben den länger erwarteten Querungshilfen auch neue Bänke auf dem Platz installiert werden. Die Verbesserung der Fußgängersicherheit befindet sich bereits seit Ende 2022 in Planung. Die Aufstellung von neuen Sitzgelegenheiten ist eine konstruktive Antwort auf das in der Umfrage während des Kaki Kultur Kick-Offs geäußerte Bürgerbegehren.

Wir freuen uns, dass die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung in der Form von den relativ schnell umsetzbaren Verbesserungsmaßnahmen aufgegangen ist. So wird der Platz den Bewohnern schon bald besser dienen können, lange bevor die anvisierte Umplanung Realität wird. Bis dahin erwarten uns noch viele Schritte.  Die Querungshilfen und somit Beruhigung vom Straßenverkehr, die Sitzgelegenheiten und somit Verstärkung der Rolle des Platzes als Treffpunkt für die Nachbarschaft, sind guten Meilensteine in Richtung eines menschenfreundlichen Platzes.



2023-12-04

Die Spuren eines Platzes

Mit Hilfe vom reichlich anfallenden Schnee habe ich heute eine Analyse des Platzes zur Veranschaulichung der gesunderen Proportionen zwischen den Verkehr und Fußgängern gewidmeten Flächen durchgeführt.

LEGENDE:

- schwarz: maximale notwendige Verkehrsfläche

- weiß-grau: Fussgängerfläche






2023-11-10

Laternen-Fußgänger Fest

 

Für Außensteher könnte es wie eine determinierte Fußgänger-Demo auf dem Fröhlich-Platz ausgesehen haben, als zum wiederholten Mal Hunderte Weimarer und Weimarerinnen den Sankt Martin Tag mit einem Laternenumzug zelebrierten. Als die letzten Personen den Platz verliessen war der vordere Teil des Festzuges schon am Theater. Die gefangenen Autos warteten geduldig, manche Fahrer sogar lächelnd. 

Eine sehr schöne KaKi - EvKi Tradition.

Als der Herderplatz der Menschenmenge seinen gemütlichen Boden anbot, ist bei mir ein Gedanke eingeflammt, dass vielleicht eines Tages der August-Frölich-Platz auch Teil des sicheren Fußgänger Netzwerkes der Altstadt werden könnte und das Fest sich in abwechselndem Rythmus ein Jahr vor der evangelischen und ein Jahr vor der katholischen Kirche abspielen könnte.

Die architektonischen Voraussetzungen für ein Festzimmer sind schon da. Jetzt muss nur der richtige Teppich her.

2023-11-08

Dringlichkeit der Verbesserungen bestätigt

Im Rahmen eines Studienprojektes an der Bauhaus-Universität-Weimar besuchte zwischen 1 und 4 November 2023 eine Gruppe von 30 Studierenden aus Indonesien Weimar, um mit den Studierenden des Instituts für Europäische Urbanistik öffentliche Räume der Stadt, unterteilt in kleinere Gruppen, detailliert zu untersuchen. Neben Theater-, Herder-, Marktplatz und anderen wurde auch der August-Fröhlich-Platz analysiert.

Die Gruppe von 7 Studierenden konnte während 3 Tage verschiedene analytische Werkzeuge ausprobieren, darunter auch dank der deutschsprachigen Studenten mehrere Interviews durchführen. Die zufällig angetroffenen Befragten haben ohne Ausnahmen negative Noten dem August-Frölich-Platz ausgestellt. Es wurde mehrmals auf die dringende Notwendigkeit der Verbesserung von Verkehrssicherheit hingewiesen. 

Es fehlten nicht nur die sicheren Querungsmöglichkeiten. Es wurde häufig auf die Nichteinhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung hingewiesen. Es wirkt auf die Kindern einschüchternd, wenn die Autos von der Steubenstraße kommend nach der Kurve laut bis 50 km/h beschleunigen, so ein Familienvater. „Das muss sich ändern!“ sagte eine ältere Bewohnerin.

Es wurden Skizzen zur Verdichtung der Funktionalität der derzeit den Fußgängern verfügbaren Flächen, sowie der grünen Fläche südlich der Kirche, erstellt. Der Grundsatz hieß: der Ort braucht viel mehr Sitzmöglichkeiten! 

Die Studenten arbeiteten unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Eckardt (BUW) und Dr. Ammalia Podlaszewska (CGE). Am ersten Tag gab es inspirierende Beiträge aus Italien (Mustapha El Moussaoui, PhD Universität Bolzano), Lettland (Prof. Peteris Skinsis) und Indonesien (Arif Budi Sholihah, PhD Universität Yogyakarta), sowie von den beiden in Weimar angesiedelten Forscher. Mehr über dem Studienbesuch in Weimar auf den Seiten von Culture Goes Europe

2023-11-03

Verkehrslösungen für August-Frölich-Platz

Damit der Platz im Namen zum wirklichen Platz wird, entscheidend sind die Verkehrslösungen. Die langjährigen Untersuchungen von verschiedenen Lösungen weltweit brachten den dänischen Experten für menschenfreundlichen öffentlichen Raum - Jan Gehl zu einem klaren Fazit: der Mensch fühlt sich wirklich wohl nur dort, wo er nicht bedroht wird. Für ein Wohlbefinden im öffentlichen Raum ist es entscheidend, auf welcher Weise die Autos, bzw. Busse den beanspruchten Raum queren dürfen (oder auch nicht). 

In diesem Beitrag habe ich versucht, drei in Weimar bereits umgesetzte Verkehrslösungen auf die Situation vor der katholischen Kirche zu legen, um mit allen möglichen Lösungen von utopisch bis realistisch in unseren Köpfen zu spielen.     

Zuerst werfen wir einen Blick auf das große Bild:


Die Führung von Straßenverkehr in Weimar gliedert die Stadt in klare städtebauliche Bezirke, manchmal auch "Superblöcke" genannt, die in ihren "Herzen" größere öffentliche Räume aufweisen: Plätze. Und so verfügt die Nordvorstadt über den Buchenwald- und Zeppelinplatz, die Altstadt über ihre mehrere, durch ein fußgängerfreundliches Netzwerk verbundene, Plätze. Der bewohnerreichste Bezirk Weimars - die Westvorstadt verfügt über nur einen Platz, den August-Frölich-Platz: 


Dieser ist auch ziemlich gut versteckt. Die Hauptverkehrsstraßen liegen um zwei Blöcke entfernt, wenn man den stadtnahen Abschnitt der Erfurter Straße nicht mehr als Hauptstraße bezeichnet. Der Kaki-Platz scheint also prädestiniert ein menschenfreundlicher Platz zu werden. Wie könnte er theoretisch verkehrstechnisch geregelt werden?

1. Ideal aus Sicht der Fußgänger: verkehrsberuhigter Bereich mit  Zulassung von Lieferverkehr, analog Theaterplatz:



Hier der Theaterplatz, genutzt von einer Schulklasse sogar als Schlafplatz:

Diese Lösung wäre am Kaki-Platz nur zusammen mit Maßnahmen zur Verkehrslenkung ins Umfeld umsetzbar. Eine Sperrung des Platzes für Autos würde die Übernahme von bisherigem Verkehr durch umliegende Straßen bedeuten. Der Liefer- und Rettungsverkehr wäre weiterhin möglich. Allerdings eine volle Sperrung der einmündenden Straßen wäre in dem Fall schwer erklärbar, deswegen Platz in der Mitte, aber abgeschnitten von den südlichen und nördlichen Gebäuden: 


2. Vorstellbarer Kompromiss - verkehrsberuhigter Bereich mit zugelassenem Verkehr, analog Herderplatz:


Im Fall von Herderplatz sorgt die Verwendung des gleichen Belags sowohl für die Fußgängerbereiche, als auch für die Fahrbahn, für eine deutliche Beruhigung des Verkehrs. Bei den vorgeschriebenen 10 km/h ist der Autolärm nur ein geringer Störfaktor. Hier wird aber der Unterschied in der Stimmung zum Theaterplatz deutlich. Die Durchfahrtmöglichkeit eliminiert eine Reihe von Aktivitäten. Dank der geringen Geschwindigkeit und fußgängerfreundlichen Gestaltung sind aber immerhin noch ganz viele Aktivitäten möglich. 

 

Diese Lösung wäre in der Westvorstadt ohne großen Auswirkung auf das Umfeld umsetzbar. Der Kaki-Platz wäre voraussichtlich nicht mehr so gerne als Abkürzung genutzt, wenn die Durchfahrt nicht mehr so fließend wie heute erfolgen dürfte. Ja, man muss den Autofahrern das Leben ein bisschen erschweren, damit sie dann selbst den Platz für sich nutzen können. Wichtig: eine Durchfahrt wäre immerhin möglich - daher, ein Kompromiss. Gewinn - der Platz könnte durchgehend zwischen den Gebäuden angelegt werden:


3. Verkehrsfreundliche Lösung - ohne Änderung der Verkehrsflusse. Verkehrszulassung mit Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 km/h mit Priorisierung des Fußgängerverkehrs, analog Goetheplatz:




Eine verkehrsfreundliche physische Gestaltung der Straßenbahn mit Priorisierung des Fußgängerverkehrs nur durch Straßenzeichen und Anstrich der Fahrbahn scheint im Bereich des zentralen Bus Knotens eine gute Begründung zu haben. 


Diese Lösung wäre am August-Frölich-Platz in seiner heutigen Form ohne großen Aufwand, als temporäre Lösung bis zum Umbau, sofort Umsetzbar und würde deutlich für mehr Sicherheit und Wohlempfinden der älteren und jüngeren Bewohnerschaft sorgen. Was am zentralen Bus Knoten möglich ist, müsste auch an dem abgelegten regionalen Busbahnhof umsetzbar sein: 

Der grüne Streifen vom Goetheplatz ließe sich allerdings auch gewagter gestalten. Die Welt hat schon viele temporäre Maßnahmen, die zur Verkehrsberuhigung beitragen, gesehen:


Dank Asphaltkunst lassen sich Botschaften von Nachbarschaften oder Schulgemeinschaften im Asphalt einprägen - und dabei den Verkehr deutlich verlangsamen. Oben wurde mit Beteiligung von Jugendlichen ein Bild auf einer Brücke gemalt, das gleich eine umweltfreundliche Botschaft enthält. Dieses Bild hat mich an das unter dem Fröhlich-Platz fließende Lottebach erinnert. Vielleicht könnte es das Thema eines Kunstwerks vor der Kirche werden?

Die Herstellung kann gerne in der Form eines Events erfolgen, wie vor Paar Jahren in Mailand: 


bzw. das Programm eines Platzes durch Anbringung von Spielflächen erweitern, wie z.B. in den USA:
Bilderquelle: www.asphaltart.bloomberg.org 

Der Asphalt vor der Kirche ist zum Rückbau verdammt. Es ergibt eine schöne Gelegenheit mit innovativen Lösungen zu experimentieren. Das Know-how ist bereits da: www.asphaltart.bloomberg.org. Über ein Ideenwettbewerb könnte man Ideen für verkehrsberuhigende Maßnahmen sammeln - und diese relativ kostengünstig, jedoch mit großen Auswirkung innerhalb eines Jahres umsetzen. 

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2023-10-31

🌟KaKi Kultur Kick-Off: ein Tag des Mitmachens am KaKi-Platz! 🌟

Das erste KaKi Kultur Fest am August-Frölich-Platz markierte nicht nur einen weiteren Tag im Kalender der Stadt, sondern einen grundlegenden Schritt, um die Zukunft des KaKi-Platzes neu zu gestalten und ihn als Herz der Westvorstadt zu etablieren.

🤝 Herzliches Dankeschön an die Gemeinschaft 
Zunächst ein herzliches Dankeschön an das Team von Culture Goes Europe e.V. und alle Teilnehmer, die an diesem Tag aufgetaucht sind. Ihre Inbrunst und Ihr Enthusiasmus haben den KaKi/ August-Frölich-Platz auf eine Reise gebracht, die nicht aufhören wird, bis der Raum menschenfreundlich umgestaltet wird. 

 
💪 Einführung der Calastenics neben dem KaKi-Platz  
Einer der Höhepunkte war die Vorstellung von Calastenics durch eine Gruppe aktiver Community-Mitglieder. Sie zeigten nicht nur die Bedeutung der Outdoor-Fitness, sondern baten auch vielen Teilnehmern eine praktische Probe an. Der Vorschlag, eine Calastenics-Anlage im ungenutzten grünen Dreieck südlich der Kirche einzurichten, erregte viel Aufmerksamkeit und Interesse und markierte eine vielversprechende Initiative für die zukünftige Nutzung des Raumes. 


📢 Teilnahme der Bewohner 
Mit über 100 Einwohnern, die am KaKi Kultur Kick-Off teilnahmen, sammelte das Fest ein Mosaik von Ideen, Vorschlägen und unschätzbarem Feedback. Die von den Teilnehmern ausgefüllten Umfragen boten aufschlussreiche Perspektiven, die es uns und den Behörden von Weimar ermöglichten, die Bestrebungen und Anliegen der Gemeinschaft besser zu verstehen. 


 🚶‍♂️🚶‍♀️ Den KaKi-Platz neu erfinden 
Die primäre Vision für den KaKi-Platz ist es, ihn in einen lebendigen, fußgängerfreundlichen Raum zu verwandeln. Bedenken über die chaotische Verkehrssituation rund um die katholische Kirche wurden geäußert und betonten die Notwendigkeit eines klareren, sichereren Raumes. Die Idee, den Busbahnhof zu verlegen und die Straße vor der Kirche zu verjüngen, würde den öffentlichen Nutzen des Platzes klar verstärken. Die heutigen Verkehrsflächen könnten an Aufenthaltsqualität durch mehr Sicherheit, Sitzgelegenheiten, Grün und einen Brunnen gewinnen. Ergänzend könnte eine Straßenbibliothek, Kunstinstallationen, ein Pavillon oder andere außergewöhnliche Ausstattung das Nachbarschaftsleben auf dem Platz unterstützen.


🛠️ Lernen aus den platzschaffenden Aktivitäten 
An diesem Tag ging es nicht nur um den KaKi-Platz. Es ging darum, die Wirkung von Placemaking zu verstehen. Die Teilnehmer brachten zum Ausdruck, dass solche Aktivitäten neue Perspektiven auf die Transformation von Gemeinschaftsräumen bieten und als Inspiration für andere Bezirke dienen können. Die Betonung der Notwendigkeit, die Vision jedes Einzelnen für den Raum zu berücksichtigen, die Bedeutung der Vernetzung, der Anpassungsfähigkeit und der Einbeziehung der lokalen Gemeinschaften wurde während der gesamten Veranstaltung wiederholt. 


🔮 Nach Vorne Schauen 
Als das Kultur KaKi Fest zu Ende ging, hinterließ es nicht nur Erinnerungen, sondern auch eine erneuerte Hoffnung und Vision für den August-Frölich-Platz. Das Ziel ist jetzt, alle Rückmeldungen, Ideen und Vorschläge zu integrieren, um gemeinsam einen Raum zu schaffen, der mit dem Herzen jedes Weimarer Einwohners übereinstimmt. Die unterschiedlichen Ideen, Nachbarschaftsfeste vor Ort zu veranstalten, inspirierten den CGE e.V. und die anliegenden Nutzer, im nächsten Frühjahr ein großes Platzfest zu planen. Während wir auf dieser Reise voranschreiten, laden wir Sie ein, in Verbindung zu bleiben, sich zu engagieren und Teil dieser unglaublichen Transformation zu sein. Für weitere Updates, Einblicke und um Teil der laufenden Initiativen zu sein, folgen Sie uns unter www.kakiplatz.blogspot.com ("Folgen").


Wir sehen uns beim nächsten Treffen! 🌳 🌆 🎉

Bilder: Fatima, Marina, Gall

2023-10-26

Auswertung der Bewohnerumfrage

Foto Marina Bykova

Dank der Beteiligung von mehr als 100 Bewohner an dem Kaki Kultur Kick-Off konnten wir eine Menge an Gedanken, tollen Ideen, wie auch viele konstruktive Anmerkungen einsammeln. Die von 80 BesucherInnen während der 3 Stunden ausgefüllten Umfragen wurden nun ausgewertet. Da die Veranstaltung durch mehrere Plakate, 250 Flyer mit Briefkasteneinwurf, sowie Zeitungsartikel angekündigt war, halten wir die Ergebnisse als eine aussagekräftige und ziemlich genaue Stimme der Bewohner. Die Zahlen in diesem Eintrag wurden durch die mitgeteilten Äußerungen und Kommentare ergänzt. Bonne lecture: 


67% der Befragten wohnt in der Westvorstadt. Die Beteiligung kam aus allen Weltrichtungen um den Platz: die Straßen Hoffmann-von-Fallersleben-, Washington-, Paul-Schneider, Abraham-Lincoln-, Richard-Wagner- und die Steubenstraße waren vertreten. 22% wohnen woanders in Weimar und nur 3% außerorts. 44% nutzen den Platz täglich, 30% wöchentlich, 6% mindestens einmal im Monat, nur 20% seltener. Es ist uns also eine ganz lokale Umfrage gelungen: eine Stimme der WeimarerInnen (97%) und tatsächlichen NutzerInnen des Platzes (80%). 



Auf die Frage 'Was ist der August-Frölich-Platz für Sie heute?' antwortete die Mehrheit: ein Raum zum Queren, eine Kreuzung.   Nur 21% bestätigen es als Treffpunkt und das meistens dank der bekannten Kuchenmanufaktur. Einige Personen haben es als einen wunderschönen Platz - mit dem Vorbehalt: künftig, "to be", bzw. mit großem Potenzial bezeichnet. Außerdem spielt natürlich die katholische Kirche eine Rolle, da der Platz für mindestens 10% der Beteiligten einfach ein Platz vor der Kirche ist. 

Dass der Platz für 54% der Beteiligen ein Ort zum Queren ist, bestätigt die zentrale geographische Lage, sowie funktionelle Rolle des Platzes für die Westvorstadt. Man ist hier auch, wenn man es nicht unbedingt vor hat: eine natürliche Voraussetzung für einen lebvollen Bezirksplatz. Für ein gesundes Nachbarschafts-leben müssen aber ganz deutlich zuerst die Voraussetzungen am Ort selbst geschafft werden.

Gefragt nach besonderen vergangenen Aktivitäten, konnten nur wenige genannt werden. Viele erinnern sich an den jährlichen Laternenumzug am St. Martins Tag. Es ist tatsächlich ein wunderschönes Fest von überlokalen Bedeutung, welches zur Identifizierung mit dem Ort beiträgt. Außerdem konnten nur Boule spielen und Kaffe/Kuchen genannt werden. Diese eher magere Zuschreibung von Bedeutungen mag klare Gründe haben. Diese zeichneten sich in der fünften Frage ab. Die darauffolgende Frage brachte auch eine klare Antwort: 



Nur 14% der Befragten fühlen sich sicher auf dem Platz, und das nur die jungen Erwachsenen. 46% fühlt sich ein bisschen gestresst, vor allem beim queren der breiten Fahrbahnen. Für 40% der Nutzer ist es kein angenehmer Ort um da zu sein, bzw. fühlen sie sich gar nicht sicher. Viele Erwachsenen haben hier das empfinden ihrer Kinder übermittelt. Mehrere ältere Bewohner haben die Unüberschaubarkeit der Querungsmöglichkeiten, bzw. die Länge der Übergänge als inakzeptabel bezeichnet. Und das alles mitten im Wohngebiet!  

Wie ganz oben beschrieben, haben wir uns die Mühe gegeben, mit der Initiative bei der breiten Bevölkerung anzukommen, damit ein möglich weites Spektrum an Bedürfnissen kommuniziert werden konnte. Bei der 6. Frage 'Wie wichtig ist es für Sie, dass der Platz verkehrsberuhigt wird?' war auch die Option gegeben sich für das Verbleiben der vorhandenen Verkehrssituation auszusprechen. Die fünfte Antwort 'es soll bleiben wie es ist' hat jedoch KEINE der 80 Anwesenden angekreuzt. 

57% fanden es sehr wichtig, dass der Platz im Namen zum tatsächlichem Platz, also mit einer sehr starken Verkehrseinschränkung, wird. Es gab hier zusätzlich viele Anmerkungen: "Bitte ohne Autos!", bzw. in der 5. Frage fanden sich überzeugende Begründungen des schlechten Empfindens des Platzes, wie: unklare Verkehrsregelung, Nichteinhaltung der "rechts-vor-links" Regel durch die Autofahrer, Irreführende Gestaltung der Fahrbahn, weil die Strecke zwischen Steuben- und Washingtonstraße durch Asphalt hervorgehoben wird, "Verkehr von allen Seiten!", etc.. Diese Gruppe der Menschen konnte sich häufig einen Platz sogar ganz ohne Straßenverkehr gut vorstellen. Diese Einstellung hat unsere Vorstellungen übertroffen und Mut gegeben ein Schritt gewagter zu denken.

Weiterhin fanden zusätzliche 28% die Verkehrsberuhigung wichtig. Zu der Gruppe zählen Personen, die sich wahrscheinlich eine Umgestaltung mit starken Einschränkung der Verkehrsflächen vorstellen. Laut unseren Rechnungen wäre eine Halbierung der Verkehrsfläche ohne Einschränkung des Verkehrsflusses (durch Wegfall von 3 Bushaltestellen und des zentralen Wendeplatzes) möglich. 

Für 12% der Befragten schien das Thema egal zu sein. Auf diese Gruppe kann die Qualität der anstehenden menschenfreundlichen Planung künftig vielleicht überzeugend wirken. Nur 2 von den 80 Befragten fanden die Verkehrsberuhigung für sie unwichtig. Alle Beteiligten waren somit aktiv für eine Umgestaltung des Platzes. Auf der zweiten Seite der Umfrage standen deshalb die nächsten Fragen:

Hier herrschte an einigen Stellen, trotzt ermöglichten Mehrantworten, wieder Eindeutigkeit: 

- 76 von den 80 befragten (95%!) brachten die Notwendigkeit von mehr Sitzgelegenheiten zum Ausdruck. Es scheint ein direkter Auftrag an die Stadtverwaltung zu sein und es hat uns gefreut, dass dieser Bedarf von Frau Dr. Kolb an Ort und Stelle persönlich entgegengenommen wurde.  

- 71% wünschen sich an dem Ort mehr Grün und Bäume. Damit der Platz in dem immer länger werdenden Sommer nicht wie eine Bratpfanne wirkt, hätte man hier vielleicht an die ursprüngliche Vision der Grünen Kette um die Kirche zugreifen können. Das wunderschöne Gebäude war ursprünglich tatsächlich von einem Baumring umgeben. Ein viertel davon wurde jedoch irgendwann aus mutmaßlich denkmalpflegerischen Gründen entfernt. Eine Idee wäre es auch verstellbare Töpfe mit Bäumen zur Abgrenzung des Straßenverkehrs an den zwischenzeitlich den Fußgängern zugeschlagenen Flächen zu nutzen. Das könnte mit einem Schlag ein dreifacher Gewinn sein: Sicherheit und Ambiente dank den Schattenspender. Drittens: auf dieser Weise während der Zwischenzeit adaptierten Bäume könnten nach erfolgten Planung an ihre Endstelle direkt auf dem Platz ausgepflanzt werden.   

- ein klarer 3. Platz ging an die Idee einer Straßenbibliothek in der Form eines Bücherschrankes. Ein tolles Ergebnis welches bestimmt noch besser mit den guten Sitzgelegenheiten, sowie reduziertem Verkehrslärm in Einklang gebracht werden könnte. Ein Lesergarten in der Verlängerung des Pfarrergartens wäre eine ansprechende Möglichkeit an Sommertagen.. 

- viele Befürworter (38% Angaben) fand das Thema Bewegung. Dank dem tollen Team der Parkour Leute wurde Calastenics den Anwesenden anschaulich gemacht. Viele konnten auch die mitgebrachten Geräte selbst ausprobieren und erleben, wie toll es ist auf frischer Luft Sportübungen zu machen. Einer der Nachbarn hat die Idee einer Calastenics Anlage für ältere Jugendliche und Erwachsenen an dem heute komplett (außer Hunde) ungenutztem grünem Dreieck südlich der Kirche vorgestellt. Diese wäre relativ unkompliziert, mit dem Vorbehalt es handelt sich um kein Kinderspielplatz, realisierbar, so die Stadtvertreterin.  

- die fünfte der am meisten gewählten Funktionen, die der Platz unbedingt erhalten soll, war Wasser. Das unter dem Platz im Kanalrohr fliesende Lottebach möge hoffentlich eines Tages das Tageslicht wieder sehen... Dies würde mit dem auch geäußertem Wunsch nach einem "Ort zum Entspannen" doch Hand in Hand gehen.  

Alle die fünf Funktionen könnten und sollten noch vor der großen künftigen (also ungewissen) Umgestaltung auf eine zeitnahe Umsetzung überprüft werden, da sie einem klaren Wunsch der Bewohner entsprechen. Die weiter aufgeführten Funktionen scheinen weniger zu brennen, da sie auch Bestandteile der Einrichtung eines schon funktionierenden städtischen Platzes sein könnten.

Eine ähnliche Zahl der Angaben (knapp unterhalb 1/3) befürwortete die Schaffung von neuen Spielgelegenheiten, Fahrradstellplätze, Kunstinstallationen, sowie die Veranstaltung eines Markts mit regionalen Produkten. 10% der Befragten befürworteten die Idee eines Pavillons für Nachbartreff. Es wurde auch das Thema der derzeit unzureichenden Beleuchtung angesprochen. Das sind also zusätzliche Themen die nach Beginn der Umplanung vielleicht nicht vergessen werden sollten. 

So kommen wir auch zu der 8. Frage in der die Befragten um Auflistung der möglichen Veranstaltungen oder Aktivitäten gebeten worden sind. Ein klarer Sieger in der Kategorie war der Flohmarkt! Zu den interessanten Ideen zählten auch das Freilichtkino und öffentliches Lagerfeuer (hoho!). Apropos, gab es schon ein Genius Loci an der katholischen Kirche? Natürlich mehrmals ausgedruckt war auch der klare Verbleib für den Boule-Platz! Außerdem waren Stichwörter wie Nachbarfest, Stadteilfest, Kindertagesfest, Familienfest häufig auf den Zungen. Alle diese Ideen wurden unter eine Schirmidee eines (jährlichen?) Platzfestes aufgenommen und vor Ort verkündet. 


Der Bedarf nach Alternativen zu den altstädtischen Festen scheint in der Westvorstadt da zu sein. Ein jährliches Platzfest könnte tatsächlich die Form eines großen Flohmarktes haben, da sich an sowas viele Familienhäuser gleich gerne beteiligen. Wir stellen uns aber auch vor, dass das eine geniale Gelegenheit sein könnte um alle in der Westvorstadt und natürlich auch in der ganzen Stadt sich entwickelnde Initiativen hier an einem Tag zusammen zu bringen und sich einander vorzustellen. "Gemeinsam sind wir stark!" und es ist schade, wenn viel Kraft in getrennte Gruppen-arbeit investiert wird ohne Erkundung der möglichen Synergien..  

In der 11. Frage haben wir um weitere Vorschläge für die Zeit bis zu dem großen Umbau gebeten. Die vielen tollen Stimmen lassen sich folgend zusammenfassen:
VERKEHR - "aus der Perspektive der Fußgänger denken!" schrieb eine Bewohnerin. Es ist ein inspirierender Hinweis zum Überdenken des Platzes vielleicht gar ohne Autos, bzw. mit Autos als Gast. Da der Platz von einem vollständigen Straßennetz umgeben ist, da er nicht zwingend als Abkürzung zwischen Steuben- und Erfurter Straße genutzt werden muss, wäre eine Umlenkung der großen Mehrheit des Verkehrs sicherlich denkbar.  
GUTE NACHBARSCHAFT - hohe Aufenthaltsqualität: ja, Partyzone: nein. Natürlich wollen wir die Bedürfnisse der Anwohner, die direkt auf den Platz blicken, erkennen und respektieren.       Die neuen Nutzungen sollen den aktuellen Verkehrslärm nicht übertreffen. Zum Thema Sorgen um einen zweiten Wielandplatz wird es auf diesem Blog einen besonderen Eintrag geben.
REZEPTE - man sagt, viele Köche verderben den Brei. Um eventuell widersprechenden Interessen entgegenzukommen, um einem planerischen Fiasko vorzubeugen, fangen wir schon jetzt an Rahmenforderungen an die Stadtplanung durchzudenken, in der Hoffnung, dass diese künftig auch an der richtigen Stelle verdaut werden. Dafür werden wir uns noch häufig am Platz sehen müssen. Und weil in vielen Häusern die Küche die zentrale Anlaufstelle ist, stellen wir uns vor, dass ein gemeinsames Kochen am Platz eine tolle Sache sein könnte (t.b.c.). Lasst Euch schmecken!     

Last but not least: der große Gewinner des Kaki Kultur Kick-Offs ist der Spitzname Fröhlich! Wir haben uns aber auch gefreut den Namen Lindenplatz zu hören. Zusammen mit dem Namensgeber August-Frölich kam der Spitzname auf eine große Mehrheit der Stimmen. So, jetzt haben wir keine Wahl mehr als Fröhlich miteinander! 

Foto Marina Bykova

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