2025-03-14

neue Internetseite der Bürgerinitiative

Gestalte mit uns die Zukunft des Fröhlich-Platzes!

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

wir haben großartige Neuigkeiten! Dank der Unterstützung der Stadt Weimar über den Lokalen Aktionsplan Weimar haben wir unserer Bürgerinitiative eine neue, moderne Internetpräsenz geschaffen. Dort findet ihr alle bisher entwickelten Zukunftsszenarien für den Fröhlich-Platz – und das Beste: Ihr könnt mitentscheiden!


👉 Macht mit bei unserer Umfrage – auf Deutsch oder Englisch! Eure Meinung zählt und bringt uns gemeinsam dem Ziel eines lebendigen, einladenden Stadtteilplatzes näher.

Nehmt euch einen Moment Zeit, stöbert durch die neuen Inhalte und macht euch am besten auf einem großen Bildschirm ein Bild davon.

Hier geht’s direkt zur Website: 

www.initiative-froehlich-platz.de

Lasst uns zusammen den Fröhlich-Platz gestalten!

Euer Team der Initiative Fröhlich-Platz



2025-02-17

Szenario 4: Der Frölich-Platz als interaktiver, fußgängerfreundlicher Erlebnisraum

Dieses Szenario stellt eine visionäre, ökologisch nachhaltige und zukunftsorientierte Neugestaltung des August-Frölich-Platzes vor. Im Fokus steht die Schaffung eines attraktiven, spielerischen und barrierefreien Stadtplatzes, der insbesondere für Kinder, Familien und Fußgänger*innen gestaltet wird. Durch eine veränderte Verkehrsführung, interaktive Elemente und natürliche Gestaltung wird der Platz zu einem einladenden Ort der Begegnung, Bewegung und Entspannung.

Kernidee & Umsetzung

  • Fußgängerfreundliche Gestaltung & Verkehrsberuhigung:
    • Der Platz wird für Fahrzeuge gesperrt, nur ein Radweg führt hindurch.
    • Die zwei Bushaltestellen werden verlegt, um den Raum vollständig für Fußgänger*innen nutzbar zu machen.
  • Spiel- und Erlebniszonen:
    • Spielplatz mit Geräten für Kinder:
      • Südlich der Kirche gelegen, um die Sicht auf das Gebäude nicht zu beeinträchtigen.
      • Fördert Bewegung, Spaß und soziale Interaktion.
    • Calisthenics Anlage für Erwachsene und Jugendliche:
      • Fördert Bewegung, Spaß und soziale Interaktion auch bei Menschen ohne Kleinkinder
    • Bespielbare Brunnen mit kleinen Wasserbecken:
      • im nördlichen Teil des Platzes, um eine künstlerisch und spielerisch nutzbare Wasserfläche zu schaffen.
      • Verbindet ästhetische Stadtgestaltung mit praktischer Nutzung zur Abkühlung im Sommer - angenehm auch für die ältere Bewohnerschaft.
    • Gemütlicher Sitzbereich mit Bühne:
      • Gegenüber der Kirche, in direkter Nähe zum bestehenden Café.
      • Gastronomie & Kultur werden durch eine Bühne für temporäre Aufführungen bereichert.
  • Naturnahe Gestaltung & ökologische Innovation:
    • Der Lottebach, der derzeit unterirdisch verläuft, soll wieder an die Oberfläche gebracht werden.
      • Dies ermöglicht spielerische Wassernutzung für Kinder.
      • Das fließende Wasser könnte das Mikroklima verbessern und den Platz im Sommer kühlen.
    • Die Platzgestaltung folgt einer organischen, fließenden Formensprache, die natürliche Bewegungsmuster und Aufenthaltsqualität unterstützt.
    • Grüne Elemente wie Bäume, Pflanzen und kleine Naturinseln schaffen eine angenehme, nachhaltige Atmosphäre.
  • Flexible Nutzung & offene Programmgestaltung:
    • Die zentrale Hauptroute bleibt frei für temporäre Aktivitäten, von Straßentheater über Pop-up-Stände bis hin zu sportlichen Events.
    • Die Planung ist partizipativ ausgerichtet, sodass zukünftige Veränderungen an die Bedürfnisse der Anwohner*innen angepasst werden können.

Vorteile des Szenarios

Maximale Aufenthaltsqualität für Fußgänger*innen & Familien

  • Der Platz wird barrierefrei, kindersicher und einladend für alle Generationen.
  • Durch Sitzgelegenheiten, Wasserspiele und begrünte Flächen entsteht eine Wohlfühloase inmitten der Stadt.

Spiel, Kunst & Interaktion im öffentlichen Raum

  • Die Mischung aus Spielplatz, Wasserflächen und einer offenen Bühne bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.
  • Der Spielaspekt fördert Begegnung, Aktivität und Freude im urbanen Raum.

Ökologische und nachhaltige Stadtentwicklung

  • Die Freilegung des Lottebachs fördert Biodiversität, verbessert das Stadtklima und schafft eine natürliche Wasseroase.
  • Grünflächen reduzieren Hitze und steigern die Lebensqualität.

Flexibilität & Zukunftsorientierung

  • Das Konzept bleibt anpassbar und offen für neue Ideen.
  • Die Umgestaltung kann unabhängig von der zukünftigen Nutzung des Busbahnhofs erfolgen.

Herausforderungen & mögliche Nachteile

Verlegung der Bushaltestelle & Verkehrsanpassung

  • Die Neupositionierung des öffentlichen Nahverkehrs muss gut durchdacht sein.
  • Lösung: Eine enge Abstimmung mit Stadtverwaltung und ÖPNV-Betreibern.

Kosten und baulicher Aufwand

  • Die Umgestaltung erfordert technische und finanzielle Ressourcen.
  • Lösung: Mitfinanzierung durch nachhaltige Entwicklungsprogramme.

Akzeptanz & Nutzungsvielfalt

  • Manche Anwohner*innen könnten eine vollständige Sperrung für Autos kritisch sehen.
  • Lösung: Intensive Bürgerbeteiligung, um den Platz so inklusiv wie möglich zu gestalten.

 
c - Helge Grüter-Birgaoanu

Fazit

Dieses Szenario verwandelt den Frölich-Platz in einen zukunftsweisenden, kinderfreundlichen und ökologischen Erlebnisraum. Die Kombination aus grüner Gestaltung, spielerischen Elementen, Wassernutzung und flexibler Platznutzung macht ihn zu einem einzigartigen Ort der Begegnung. Die größten Herausforderungen liegen in der Freilegung des Lottebachs, der Anpassung des Verkehrs und der Finanzierung, doch die langfristigen Vorteile für Stadtklima, Lebensqualität und soziale Interaktion sind erheblich.

Jetzt sind Sie gefragt! Was halten Sie von diesem Szenario? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit und gestalten Sie die Zukunft des Frölich-Platzes aktiv mit.

Gefordert durch: 


Szenario 3: Der Frölich-Platz als „Woonerf“ – Ein geteilter, sicherer Nachbarschaftsraum

Dieses Szenario verfolgt das Ziel, einen sicheren und einladenden nachbarschaftlichen Platz zu schaffen, der Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und Autofahrer*innen gleichberechtigt einbindet. Inspiriert vom niederländischen Konzept des „Woonerf“ (Wohnumfelds) wird der Platz in einen „Shared Space“ verwandelt – einen geteilten Raum, in dem alle Verkehrsteilnehmer*innen  auf Augenhöhe agieren. Durch eine sanfte bauliche Umgestaltung soll eine harmonische Verbindung zwischen den angrenzenden Bereichen geschaffen werden, während gleichzeitig die Aufenthaltsqualität und Sicherheit erhöht werden.


Kernidee & Umsetzung

  • Anhebung der Platzfläche:
    • Der Platz wird leicht angehoben, sodass eine visuelle Unterscheidung von den umliegenden Straßen entsteht.
    • Dies sorgt dafür, dass Autofahrer*innen langsamer fahren und bewusster mit anderen Verkehrsteilnehmer*innen interagieren.
  • Integration eines „Shared Space“-Konzepts:
    • Es gibt keine klaren Trennungen zwischen Gehweg, Fahrbahn und Aufenthaltsbereichen, was zu einer Verkehrsberuhigung führt.
    • Die Straße geht nahtlos in den Platz über, wodurch Barrieren verschwinden und eine offene Platzfläche entsteht.
  • Verbindung zwischen Kirche und umliegender Bebauung:
    • Der Platz stärkt die räumliche Beziehung zwischen der Kirche und dem gegenüberliegenden Häuserblock.
    • Bestehende gepflasterte Kurven werden genutzt, um die Platzstruktur organisch einzufügen.
  • Platzgestaltung mit Grünflächen & Stadtmöbeln:
    • Pflanzen und kleine Grünflächen dienen als sanfte Abgrenzung zu den umliegenden Straßen und schaffen eine einladende Atmosphäre.
    • Die „Zukunftsmaschine“ als zentrales Stadtmöbel zieht Aufmerksamkeit auf sich und regt zur aktiven Beteiligung und Diskussion über die Zukunft des Platzes an.
    • Zusätzliche Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein, fördern soziale Interaktion und stärken die Nachbarschaftsgemeinschaft.
  • Anpassung des Straßenraums:
    • Ein Teil der gepflasterten Fläche vor der Kuchenmanufaktur könnte angehoben werden, um die Verkehrsberuhigung zu unterstützen.
    • Nur zwei Regionalbushaltestellen müssten angepasst werden, um das Konzept umzusetzen.

Vorteile des Szenarios

Sicherheit & Verkehrsberuhigung

  • Autofahrer*innen reduzieren ihre Geschwindigkeit, da sie sich den Raum mit Fußgänger*innen und Radfahrer*innen teilen.
  • Weniger Unfallgefahren und eine insgesamt angenehmere Verkehrsführung.

Mehr Aufenthaltsqualität & soziale Interaktion

  • Der Platz wird als einladender, urbaner Innenraum wahrgenommen, der Begegnungen und gemeinschaftliches Leben fördert.
  • Durch Sitzmöbel und Grünflächen entsteht ein neuer sozialer Treffpunkt.

Nachhaltige Stadtgestaltung

  • Statt einer vollständigen baulichen Umgestaltung wird die bestehende Struktur clever genutzt und weiterentwickelt.
  • Grünflächen verbessern das Mikroklima und tragen zur Biodiversität bei.

Stärkung der lokalen Identität

  • Der Platz verbindet wichtige städtische Elemente wie die Kirche, Gastronomie und Wohnhäuser zu einer kohärenten Einheit.
  • Das zentrale Stadtmöbel („Zukunftsmaschine“) lädt zur aktiven Mitgestaltung der Stadt ein.

Herausforderungen & mögliche Nachteile

Gewöhnung an das „Shared Space“-Prinzip

  • Autofahrer*innen müssen sich an die neue Verkehrsführung anpassen.
  • Lösung: Klare Bodenmarkierungen und Bewusstseinsbildung durch Informationskampagnen.

Notwendige bauliche Anpassungen

  • Die Anhebung der Platzfläche erfordert Bauarbeiten, die mit Kosten und temporären Einschränkungen verbunden sind.
  • Lösung: Eine schrittweise Umsetzung und Finanzierung durch städtische Förderprogramme.

Mögliche Verkehrsbehinderungen

  • Die Umgestaltung könnte Auswirkungen auf den Verkehrsfluss haben, insbesondere auf Buslinien.
  • Lösung: Koordination mit dem öffentlichen Nahverkehr, um alternative Lösungen zu entwickeln.

Fazit

Dieses Szenario bietet eine innovative, sichere und nachbarschaftliche Lösung für den Frölich-Platz. Der „Shared Space“-Ansatz schafft eine gleichberechtigte Verkehrsfläche, die Autofahrer*innen  zum Langsamfahren anregt und Fußgänger*innen sowie Radfahrer*innen mehr Raum gibt. Die Gestaltung mit Grünflächen, Sitzgelegenheiten und der Zukunftsmaschine als kreatives Stadtmöbel macht den Platz zu einem attraktiven Treffpunkt für die Nachbarschaft.

Jetzt sind Sie gefragt! Was halten Sie von diesem Szenario? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit und gestalten Sie die Zukunft des Frölich-Platzes aktiv mit.

Gefordert durch: 

Szenario 2: Der Wochenendplatz – Weekend Square

Dieses Szenario verwandelt den August-Frölich-Platz an den Wochenenden in einen dynamischen, inklusiven öffentlichen Raum, der zum Austausch und zur Begegnung einlädt. Durch gezielte temporäre Straßensperrungen entsteht eine autofreie Umgebung, in der sich vielfältige Aktivitäten entfalten können. Unter der Woche bleibt der Platz in seiner aktuellen Form als Verkehrsknotenpunkt bestehen, doch am Wochenende wird er zu einem vielseitigen, lebendigen Treffpunkt für Anwohner*innen und Besucher*innen.

Kernidee & Nutzungsmöglichkeiten

  • Markt & Kulinarik: Ein Bauern- und Flohmarkt lädt zum nachhaltigen Einkaufen ein, während das Café Koriat, Restaurant Apollon, Biebereis und Essensstände für kulinarische Erlebnisse sorgen.
  • Bewegung & Entspannung: Morgendliche Yoga-Sessions, ruhige Chill-Bereiche und gemütliche Entspannungszonen schaffen eine Wohlfühlatmosphäre.
  • Spiel & Gemeinschaft: Bereiche für Ballspiele und interaktive Freizeitangebote fördern das Miteinander.
  • Kreative & kulturelle Nutzung:
    • Multifunktionale, mobile Möbel ermöglichen flexible Nutzungen und geben den Besuchern Freiraum zur Gestaltung. Festinstallierte Bänke (mother-benches) dienen unter der Woche als Aufbewahrung für andere Sitzmöbel, damit am Wochenende eine schnelle Bespielung des Platzes möglich wird.
    • Bewegliche Leinwandflächen dienen als Flächen für künstlerischen Ausdruck, Informationsaustausch und Open-Air-Kino.
    • Live-Auftritte und Silent-Discos sorgen bis in die Abendstunden für Unterhaltung, ohne Anwohner durch Lärm zu stören.

Vorteile des Szenarios

Flexible Nutzung des Stadtraums

  • Während der Woche bleibt der Platz wie gewohnt nutzbar, während er am Wochenende zu einem lebendigen Treffpunkt wird.
  • Die temporären Veränderungen erfordern keine, bzw. nur punktuelle, baulichen Eingriffe und können an Bedürfnisse angepasst werden.

Förderung von Gemeinschaft und sozialem Austausch

  • Durch die Vielfalt der Angebote entsteht ein Treffpunkt für Menschen aller Altersgruppen und Interessen.
  • Die Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung stärkt die Identifikation der Bewohnenden mit ihrem Stadtteil.

Nachhaltigkeit & lokale Wirtschaft

  • Ein Wochenendmarkt mit regionalen Produkten fördert nachhaltigen Konsum und stärkt lokale Händler.
  • Flohmärkte bieten eine Plattform für den Austausch und Wiederverwendung von Gegenständen.

Mehr Aufenthaltsqualität & kulturelle Vielfalt

  • Bewegliche Möbel, Pflanzeninseln und künstlerische Elemente erhöhen die Attraktivität des Platzes.
  • Das abwechslungsreiche Programm mit Sport, Musik und Kunst spricht verschiedene Zielgruppen an.

Herausforderungen & mögliche Nachteile

Verkehrliche Auswirkungen

  • Die temporäre Sperrung der Straßen erfordert eine gute Planung und Kommunikation, um Verkehrsprobleme zu minimieren.
  • Alternative Routen müssen für Auto- und Busfahrer klar ausgeschildert sein.

Logistik & Organisation

  • Der regelmäßige Auf- und Abbau der mobilen Infrastruktur erfordert engagierte Organisationsteams und finanzielle Mittel.
  • Lösung: Kooperation mit Stadtverwaltung, Anwohner*innengruppen und lokalen Unternehmen.

Lärmbelastung für Anwohner

  • Abendveranstaltungen wie Silent-Discos reduzieren Lärmprobleme, aber es muss dennoch Rücksicht auf Anwohner*innen genommen werden.
  • Lösung: Begrenzung der Lautstärke für Live-Musik und klare Regeln zu Veranstaltungszeiten.


Fazit

Das Wochenendplatz-Szenario schafft eine vielseitige Nutzung des öffentlichen Raums, die sowohl Erholung als auch kulturelle Aktivitäten vereint. Die Kombination aus Markt, Sport, Kunst und Begegnung bietet einen Mehrwert für die gesamte Nachbarschaft, ohne permanente bauliche Veränderungen zu erfordern. Die größten Herausforderungen liegen in der Verkehrsplanung, Organisation und der Balance zwischen Belebung und Rücksichtnahme auf Anwohner.

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Gefordert durch: 

Szenario 1 - Platz für Feste

Dieses Szenario verwandelt den Frölich-Platz in einen lebendigen Treffpunkt für Kultur, Kreativität und soziale Begegnungen. An 1 bis 2 gewählten Wochenenden in der warmen Jahreszeit wird der Platz für verschiedene Veranstaltungen genutzt, ohne dass eine grundlegende bauliche Veränderung nötig ist. Stattdessen geschieht die Umgestaltung auf gesellschaftlicher Ebene durch eine gemeinschaftliche Organisation von wiederkehrenden Stadtteilfesten.

Kernidee & Nutzungsmöglichkeiten

  • Kulturelle Veranstaltungen: Konzerte, Open-Air-Theater und Filmvorführungen beleben den Platz und bieten Anwohner*innen und Besucher*innen abwechslungsreiche Unterhaltung.
  • Flohmärkte und Regionalmärkte: An bestimmten Wochenenden könnte die gesamte Herrmann-von-Fallersleben-Straße temporär für den Verkehr gesperrt und als Marktfläche genutzt werden. Dies würde den Platz stärker mit der Stadtmitte verbinden.
  • Kreativ- und Mitmach-Workshops: Bürger*innen könnten sich aktiv an der Gestaltung beteiligen – etwa durch gemeinsames Bauen von Sitzmöbeln oder durch Gartenprojekte.
  • Temporäre Straßensperrungen: Durch zeitlich begrenzte verkehrsfreie Zonen an Wochenenden wird die Nutzung des Platzes sicherer und vielfältiger.

Vorteile des Szenarios

Lebendige Nachbarschaft & soziale Begegnungen

  • Der Platz wird zu einem Treffpunkt für alle Generationen und schafft Raum für spontane Begegnungen.
  • Durch die gemeinschaftliche Organisation von Events entsteht ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl im Stadtteil.

Flexible Nutzung ohne bauliche Eingriffe

  • Der Charakter des Platzes bleibt unverändert, da die Veränderungen durch die Art der Nutzung entstehen.
  • Die temporären Straßensperrungen ermöglichen es, den Raum mutiger und kreativer zu nutzen.

Stärkung der lokalen Kultur & Wirtschaft

  • Lokale Künstler*innen, Händler und Initiativen bekommen eine Plattform, um ihre Angebote sichtbar zu machen.
  • Regionale Märkte könnten den Platz stärker mit der Stadtmitte verbinden und die Wirtschaft vor Ort fördern.

Erhöhte Aufenthaltsqualität & Nachhaltigkeit

  • Die Kombination aus kulturellen Angeboten und grünen Mitmach-Projekten könnte den Platz attraktiver machen.
  • Nachhaltige Nutzungskonzepte, wie Tauschmärkte oder Urban-Gardening-Initiativen, passen zu den Bedürfnissen einer modernen Stadt.

Herausforderungen & mögliche Nachteile

Lärmbelastung für Anwohner

  • Veranstaltungen, besonders Musik-Events, könnten zu Konflikten mit Anwohnern führen.
  • Lösung: Begrenzung der Veranstaltungszeiten.

Organisation & Finanzierung

  • Die regelmäßige Umsetzung von Events erfordert engagierte Organisator*innen und ausreichende Mittel.
  • Lösung: Kooperation mit lokalen Vereinen, Kulturinitiativen und Förderprogrammen.

Verkehrsprobleme durch temporäre Sperrungen

  • Die Sperrung von Straßen, insbesondere der Herrmann-von-Fallersleben-Straße würde den Regionalbusverkehr beeinträchtigen.
  • Lösung: Klare Kommunikation und Umleitungspläne, um Verkehrsprobleme zu minimieren.

Fazit

Dieses Szenario schafft ein dynamisches, kulturell bereichertes Stadtviertel, ohne kostenintensive bauliche Maßnahmen zu erfordern. Durch kreative Veranstaltungen und flexible Nutzungsformen wird der Frölich-Platz ein Ort für Begegnung, Austausch und Gemeinschaft. Allerdings müssen Herausforderungen wie Lärmschutz, Organisation und Verkehrsanpassungen bedacht werden, um eine langfristig tragfähige Lösung zu gewährleisten.

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Gefordert durch: 

2025-02-14

4 Szenarien für den FröHlich Platz

Ein wichtiger Meilenstein zur Diskussion über Zukunft des August-Frölich-Platzes wurde am 31.01.2025 im Gemeinschaftshaus der Pfarrerei gelegt als die StudentInnen der Bauhaus-Universität-Weimar ihre Semesterarbeiten im Rahmen vom Seminar "Placemaking as Grassroots Urbanism" vorgestellt haben. Wir bedanken uns herzlichst an allen Teilnehmenden für die sehr fruchtvolle Zusammenarbeit!

Das Seminar wurde von Giovanni Munoz, Leonie Borutta, Rana Saadallah und Karina Mendoza von der Professur für Sozialwissenschaftliche Stadtforschung von Prof. Dr. Frank Eckardt geleitet. Im Laufe des Seminars wurde die kreative Arbeit in vier Szenarien aufgegliedert die sich auch, so unsere Hoffnung, zur Gliederung der weiteren Konzeptplanung für den Platz eignen wird. 

Wir sind sehr gespannt wie Ihr, Anwohner, die Szenarien ansieht und versteht. Welches Potential steckt in ihnen? Schritt für Schritt werden wir jedes der Szenarien durchleuchten und mit Euch ausdiskutieren wollen, damit im Endeffekt ein möglichst wahrscheinliches Szenario entstehen kann, welches wir als einen weiteren Meilenstein nehmen werden können. Es folgt zuerst eine kurze Vorstellung aller vier Szenarien:

1. Platz für Feste - Festival Square 


Vom Freitag bis Sonntag im Frühling verwandelt sich der Frölich-Platz in der Westvorstadt in eine lebendige Begegnungsstätte für Jung und Alt. Das FRÖ(H)LICH Fest bietet ein buntes Programm für die ganze Nachbarschaft: Konzerte, Puppentheater, eine Filmnacht, einen Flohmarkt sowie zahlreiche Workshops und Mitmachangebote – von Tanzkursen und Sportaktivitäten bis hin zu einem mobilen Friseur.

Ein besonderes Highlight ist der Gartenworkshop, der nachhaltige Urban-Gardening-Projekte ins Leben rufen soll. Diese sollen auch nach dem Festival bestehen bleiben und langfristig zu einer grüneren Nachbarschaft beitragen. Ebenso werden während des Festivals Sitzmöbel gebaut, die danach dauerhaft zur Verfügung stehen, um den Platz noch einladender zu gestalten.

Ein weiteres spannendes Element ist die Vorstellung der “Time Machine”, die in Zukunft den Frölich-Platz bereichern wird. Das Festival zeigt, wie der Platz anders genutzt werden kann und wird für das Wochenende vom Autoverkehr beruhigt, um Raum für Begegnung, Kultur und Gemeinschaft zu schaffen.

AutorInnen: Daniel Vinasco, Nourhan Said, Sophie Tempelhoff, Eda Ünal


2. Wochenendplatz - Weekend Square

Unser Entwurf verwandelt den August-Frölich Platz in einen dynamischen, inklusiven öffentlichen Raum für Austausch und Begegnung. Wochenendliche Straßensperrungen schaffen eine autofreie Umgebung für verschiedene Aktivitäten, darunter ein Bauern- und Flohmarkt, morgendliches Yoga, ruhige Leseecken, Essensstände und Ball- sowie Brettspiele. Das bestehende Café Koriat bereichert den Raum mit Erfrischungen und gemütlichen Entspannungszonen. Bewegliche Leinwandflächen bieten Platz für künstlerischen Ausdruck und Informationsaustausch. Multifunktionale, mobile Möbel geben den Besuchenden Bewegungsfreiheit und lassen den Platz einfach unter der Woche in eine Autokreuzung zurückverwandeln.


Bis in den Abend hinein können hier Live-Auftritte, Silent-Discos und Open-Air-Kino stattfinden. So kann der Platz zu einem Ort der Kreativität, kulturellem Engagement und Gemeinschaft werden, der die Identifikation der Bewohnenden mit ihrer Umgebung fördert.

So die AutorInnen: Tarek Ahmed, Pauline Sommerhäuser, Siva Mahmood, Barbora Gregová


3. Verkehrsberuhigter Platz - Woonerf


Das Projekt zielt darauf ab, einen sicheren nachbarschaftlichen Platz zu schaffen, der in diesem Teil von Weimar noch nicht vorhanden ist. Das Szenario des Woonerf(niederländisch für Wohngebiet) schafft einen “shared space”, in dem Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und Autos sich gleichwertig begegnen. Das Konzept basiert auf einer Anhebung des Platzes, die eine visuelle Unterscheidung von den sich dort verknotenden Straßen ermöglicht und den Fußgänger*innen einen gemeinsamen, niveaugleichen Raum und den Autofahrer*innen einen physischen Auslöser für Aufmerksamkeit und einen Grund zum Abbremsen bietet. 


Der Platzentwurf nutzt größtenteils die bereits vorhandenen optischen Kurven der gepflasterten Oberfläche, schafft aber eine Verbindung zwischen Kirche und gegenüberliegendem Häuserblock. Die Straße, die den potenziellen Platz in Stücke schneidet, geht durch den niveaugleichen Belag in den Raum über. Durch die Einführung der “shared space” Zone, die den Autoverkehr beruhigt, und die Platzierung von Pflanzen und kleinen Grünflächen als Abgrenzung zu den umliegenden Straßen, entsteht das Gefühl eines städtischen Innenraums mit einem geschlossenen und kohärenten Raum. Die „Zukunftsmaschine“ als begehbares Stadtmöbel steht in der Mitte des Platzes, zieht die Aufmerksamkeit auf sich und regt zur aktiven Teilnahme an. Das Konzept stärkt auch Gemeinschaften, die sich um die Kirche oder die Gastronomie herum gebildet haben, indem es die Menschen zum Verweilen auf dem Platz einlädt und so die soziale Interaktion in der Nachbarschaft fördert.

AutorInnen: Cabral Margarida, Ciortan Cristian-Vlad, Robak Aleksandra


4. Autofreier Platz


Wir schlagen vor, einen attraktiven, bespielbaren und fußgängerfreundlichen Interaktionsort zu schaffen, der die Nachbarn, insbesondere Kinder, berücksichtigt. Die Bushaltestelle wird verlegt, da es sich um einen für Fahrzeuge gesperrten Bereich handelt, und es wird nur ein Radweg durch den Bereich führen, um ihn fußgängerfreundlicher zu gestalten. Der ursprüngliche Grundriss des Platzes bleibt fast unverändert, mit Ausnahme der geometrischen Form. Organische Formen werden verwendet, um den Ort ansprechender zu gestalten. Die Hauptroute teilt den Platz in drei Hauptbereiche: den Spielplatz mit Spielgeräten für Menschen und ihre Haustiere, die bespielbaren Brunnen mit kleinen Becken und den gemütlichen Sitzbereich mit Bühne.

Der Spielplatzbereich befindet sich südlich der Kirche, sodass die Einrichtungen die Sicht auf die Kirche nicht versperren. Vor der Kirche wird der Bereich der bespielbaren Brunnen angelegt. Dieser dient nicht nur als Landschaftsinstallation, sondern auch als Interaktionsmöglichkeit zum Spielen. Der gemütliche Sitzbereich befindet sich gegenüber der Kirche, vor dem bestehenden Café, sodass die Menschen eine gute Aussicht auf die Kirche genießen und dabei ein Getränk und Dessert in Ruhe genießen können. Die Bühne neben dem gemütlichen Sitzbereich bietet die Möglichkeit für temporäre Aufführungen. Darüber hinaus bietet die Hauptroute auch Raumfreiheit für temporäre Aktivitäten wie Aufführungen und Spielaktivitäten.

AutorInnen: Dzhuliana Farkhat Dib, FengYi Yan, Jessica Lattanzi, Xingyu Lu


Gefördert durch Bauhaus-Universität-Weimar (Seminar)


und 

2024-12-05

Ideenbrunnen

Am 29.11.2024 fand im Gemeindehaus der Katholischen Kirche unser 3. Zukunftstraum statt. 8 BürgerInnen verstärkt durch TeilnehmerInnen eines unserem Platz gewidmeten Seminars der Bauhaus-Universität-Weimar haben mit der organisatorischen Unterstützung von Culture Goes Europe e.V. und Stella den Elisabeethensaal mit Gesprächen und Ideen gefüllt.

Zur Erinnerung, beim 1. und 2. Zukunftstraum wurde klar: es soll auf dem Platz ein Treff- und Informationspunkt aufgestellt werden, welcher die Ziele der Bürgerinitiative der breiteren Anwohnerschaft fortlaufend und vor Ort kommunizieren könnte. Gleichzeitig soll der Punkt einen Perspektivenwechsel, z.B. durch besteigen weniger Treppen ermöglichen und Gedanken über Funktion und Zukunft des Platzes anregen und sammeln. Der Treffpunkt soll zudem mobil sein, um verschiedene Bereiche des Platzes über mehrere Monate erkundigen zu können. Viele Aufgaben für einen Treffpunkt, daher "Zukunftsmaschine“ - wir wollen sehen, was sie kann und finden auch noch einen richtigen Namen...

Gaswerk e.V. lieferte rechtzeitig einen Mockup der Base zur Untersuchung der Dimensionen des Treff- und Infopunktes (Zukunftsmaschine) in Anlehnung an den in Oktober gemeinsam entwickelten Entwurf. Vielen Dank, Stephan! 

Die Runde war diesmal größer und internationaler. Viele Namen zu merken! Durch die Übersetzungen von Lotte & Leonie konnte der Workshop bilingual stattfinden. Dann ging es an die Arbeit.

Um Vorstellungskräfte zu wecken, wurden die TeilnehmerInnen eingeladen, Briefe zu schrieben, in denen der künftige Platz, also in 5 Jahren beschrieben wurde. Aus Zeit-Gründen, wurden die Briefe in eine Zukunftskapsel eingeworfen und werden bei nächster Gelegenheit aufgearbeitet.

Inspiriert, in 5 Gruppen widmeten sich die TeilnehmerInnen den Funktionen der imaginierten Zukunftsmaschine. Was soll sie also alles können? Wie kann sie mit den BewohnerInnen kommunizieren? Wie kann sie helfen den Platz-Raum zu erkundigen? Wie könnte sie zu einem ansprechenden Treffpunkt werden?

Die Ergebnisse der Gruppenarbeit wurden gemeinsam ausgewertet...

und weiter diskutiert.

Einer der spannenden Programmpunkte war das testen des Mockups, also erleben der angenommenen Maße auf einem 1:1 Modell.  Dadurch konnten Fehlentscheidungen rechtzeitig im Vorfeld erkannt werden.

Zusammenfassung: 
- die Zukunftsmaschine soll nicht unbedingt "Maschine" heißen. Vielleicht Ideenbrunnen?
- die Sitzmöglichkeit soll lieber direkt, ohne besteigen der Plattform möglich sein
- die Paneele mit Informationen können als Rückenlehnen dienen
- der Treffpunkt soll erweiterbar sein.

Unsere Initiative wird dieses Jahr stark durch den Lokalen Aktionsplan Weimar unterstützt. Vielen Dank! 



2024-11-15

Zukunfts(t)raum 3.0

Die Ideen aus dem letzten Community Workshop gehen auf!

Dank einer Unterstützung des Lokalen Aktionsplan Weimar konnten wir einige Hilfe vom Gaswerk e.V. für unser Vorhaben gewinnen. Am Freitag 29.11.20214, dank der Gastfreundschaft von Pfarrer Gothe, treffen wir uns alle wieder im Gemeindehaus (Elisabethensaal). 

Die während letzten Workshops vom 13.09.2024 konzipierte Zukunftsmaschine soll jetzt langsam physisches Gestalt bekommen. Wenn alles gut läuft, werden wir die Grundkonstruktion auf dem Platz sehen können. Die Fertigstellung obliegt der Nachbarschaft!

Was soll die Zukunftsmaschine können? Vor allem soll sie an die Anliegen der Bürgerinitiative auf dem Platz erinnern, Informationen und Visionen vor Ort bereitstellen. Sie wird auch bereit Eure Ideen, Rückmeldungen und Fragen aufzunehmen. Sie darf zu einem Treffpunkt werden. Wie wir beim letzten Workshop festgestellt haben, soll sie uns gleichzeitig helfen, den Raum um die KaKi Schritt für Schritt besser zu verstehen. 

Gearbeitet wird im World Cafe Format und vielleicht auch schon physisch mit der Maschine.

Wie soll das alles gehen? Interessiert? Kommt zahlreich zum Workshop:   




2024-10-19

Zukunftsmaschine

Dank der Zusage vom Lokalen Aktionsplan Weimar konnten wir mit der Umsetzung der Idee aus unserem 2. Community Workshop loslegen.


Am 18.10  fand eine kleine kreative Runde im Gaswerk Weimar statt. Die Zukunftsmaschine nimmt ihre Form an: es wird octagonal, es wird organisch, es wird Perspektiven verändern! 

Es soll ein Treffpunkt, ein Inspirationspunkt, ein physischer Akzent entstehen, mit dem wir in verschiedenen Stellungen den Platz mit Euren Hilfe weiter erkunden werden.

Die grobe Idee und Form ist definiert worden, um notwendiges Material bestellen zu können. Der Gestaltungsprozess ist ununterbrochen offen auf Eure Ideen und Anmerkungen - es wird Anfang November noch ein Planungstreffen geben müssen, bei Interesse - schreibt.

Eine gemeinsame Fertigstellung der Maschine soll während des 3. Community Workshops am 29.11.2024 stattfinden. Da das schöne Wetter längst vorbei ist, wird es höchstwahrscheinlich in einem Innenraum stattfinden. Da müssen wir noch sehen, wo die Maschine ihren Winterunterschlupf findet, damit sie im Frühjahr frisch ausgeschlafen auf ihre erste Station am Platz hingestellt werden kann.

Der Post wird fortgeschrieben.






2024-09-15

Der See ist größer als zuvor gesehen und er hat nur einen Schiff

Am Freitag, den 13. September fand der zweite Zukunfts(t)raum - eine Ideenwerkstatt der Nachbarn aus der Westvorstadt, diesmal in dem großzügigen Elisabethensaal des Pfarramtes statt. Gleich am Anfang konnten wir beim Blick aus dem Fenster entdecken, dass der Raum des August-Frölich-Platzes sich eigentlich bis hierher erstreckt!

Raumwahrnehmungsmodelle kurz skizziert

Der diesmalige Workshop wurde von Stella, einer Expertin für Geokultur geleitet. Der Ansatz der Geokultur ist es, den Raum von sich aus aktiv mit allen Sinnen wahrzunehmen, anstatt nur auf die Form zu achten. Nach einer Vorstellungsrunde und einer spannenden Einführung in die geokulturelle Sichtweise begaben sich die rund 20 Teilnehmer auf den Platz, um ihn über eine erweiterte Wahrnehmung zu untersuchen. 



Die gesammelten Erkenntnisse wurden nachher auf einen großen Plan des Platzes im Maßstab 1:50 übertragen. Mit erstaunen konnten wir feststellen, wie der Ort zu uns „spricht“ und uns seine kontrastvolle Seiten aufdeckte: alles zwischen vibrierendem Pflasterbelag, brummenden Bussen im Bereich der „Pfanne“ bis zu raschelndem Lindenlaub und geheimnisvollen Stille an der Südseite der Kirche. Die Teilnehmer waren sich einig: trotz verschiedener Atmosphären, lädt der Ort nicht so wirklich zum verweilen ein. Nur teilweise an den Rändern, mit einem Gebäude im Rücken und vielleicht das grüne Dreieck gaben den Besuchern ein bisschen Halt. Etwas ist also schief. Fehlt dem Platz das Gleichgewicht oder ist das genau seine Funktion, seine Natur, ständig im Fluss zu sein?

Graphische Übertragung der Erfahrung aus der geokulturellen Ortserkundung.

Die Frage entfachte eine lange Diskussion die wir versuchten folgend zu systematisieren.

Der in der Siedlung zentral gelegene Platz erstreckt sich tatsächlich zwischen dem ehemaligen Versicherungshaus und dem Griechischen Restaurant, zwischen Koriat und ehemaligen Mühlhaus, also in alle Richtungen ca. 100m Diameter. Fast zentral dominiert die Kirche den eigentlich runden Platz.
Im Verlauf des kanalisierten Lottebaches ist bis heute ein starkes Gefühl des Fließen spürbar, welches durch den großzügigen Asphalt- „Fluss“ aus Richtung Washington- in die Steubenstraße noch verstärkt wird. Horizontale Richtungen der Bewegung und der Sichtachsen dominieren den Platz. Der Kirchturm schafft es alleine, bzw. aktuell nicht, den Platz zu „erden“.

Die Hecke, welche die Kirche von dem Platz abgrenzt, warf einige Fragen auf. Da sie auf dem öffentlichen Grundstück liegt, verantwortet nicht der Pfarrer ihre Pflege. Eine Idee kursierte in Gesprächen: was wäre, wenn die Hecke komplett weg wäre? Die sich dahinter anstauende Energie wäre frei, das Problem der heimlichen Pinkler wäre weg, die Kirche wäre definiert als das zentrale Element des Platzes, so wie es auch beim Florenz Dom, der mutmaßlichen Entwurfsvorlage, bis heute ist.

Es gab mehrere Versuchungen gleich in Entwurfsideen einzutauchen. Wir versuchten aber immer noch den Schritt zurück zu gehen und vor allem erst den Genius Loci des Platzes zu begreifen. Was wollen wir von dem Platz und was kann uns der Platz geben? Den als negativ empfundenen Bereich der „Pfanne“ versuchten wir auch nicht sofort zu streichen. Ein Teilnehmer erinnerte uns an die zahlreiche Benutzergruppe, die gerade aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens (und Kuchen) vor dem Gebäude gerne herumsitzt. Eine Teilnehmerin hat die Verkehrsfunktion des Platzes unterstrichen. Es waren sich jedoch alle einig, dass die derzeitige Verkehrsfläche schlicht zu großzügig ist und der nördliche gepflasterte Bereich dringend reduziert werden sollte, um das Verkehrsaufkommen besser zu leiten.

In der Frage nach der Ausrichtung und nächsten Schritten der Bürgerinitiative musste die Stadtverwaltung thematisiert werden. Eine erfreuliche Nachricht erreichte uns direkt vor dem Workshop: wir bekamen eine Zuwendung im Rahmen des Lokalen Aktionsplan Weimar für die Durchführung des Workshops. Da wir gleichzeitig einen Antrag auf eine weitere Förderung gestellt haben, abhängig von dem Ergebnis, werden wir vielleicht noch dieses Jahr eine weitere Maßnahme unternehmen können. Geplant für den Fall wird der Bau einer Zukunftsmaschine, die uns helfen soll, den Platz mithilfe der Nutzer weiter zu erforschen.

Eine weitere Teilnehmende erinnerte an den mehrfach ausgedruckten Wünsch, das Platzfest regelmäßig abzuhalten. Hier musste der Autor auf die noch ausstehende Antwort der Stadtverwaltung hinweisen, in welcher Form ein Stadtteilfest unterstützt werden könnte um die sonst privat und teuer zu organisierende logistischen Aufwendungen zu reduzieren.

Eine starke Unterstützung wurde uns von den teilnehmenden Youth Ambassadors (die mit uns die Initiative vor einem Jahr gestartet haben) vorgestellt: dem August-Fröhlich-Platz wird In diesem Semester ein Seminar des Instituts für Urbanistik an der Bauhaus Universität Weimar gewidmet: 

Bleibt geschaltet und merkt euch schon den Freitag 29.11.2024 für den nächsten Community Workshop vor.

Der Workshop wurde neben der Gastfreundschaft des Pfarramtes der Katholischen Kirche unterstützt von: 




2024-08-23

Miyawaki Wald - little forest

Überlastung der Regenwassernetze, Hitzeinseln, Monokulturen auf den Feldern... Was können Stadtbewohner dagegen tun? Ein Landwirt aus Japan hat den Weg gezeigt. Seine Methode hat schon längst den Fuß in Deutschland gefasst. Schaut Euch ein den simplen Rezept (Link), welches in einfachen Schritten in beliebig konstruierten Gemeinschaften umgesetzt werden kann, wie der Citizens Forests e. V. aus Norddeutschland zeigt (Link).

So attraktiv beschreibt der MIYA e.V. die Methode. Vielleicht könnte das eine Richtungsänderung für Teil unserer Bratpfanne sein? Hier meine ich den großzügig zugepflasterten Bereich des Platzes, der vielleicht durch kleine Waldinseln perforiert eine nützlichere Funktion erhalten könnte. Der Miyawaki-Wald kann bereits auf 1 Quadratmeter gepflanzt werden, was mehrere Beispiele aus der Welt beweisen. 

Was denkt Ihr? 

2024-07-25

Zukunfts(t)raum 2.0

Wie geht es mit dem Fröhlich Platz weiter?


Am 13.03 ab 13:00 Uhr werden wir das zweite Community Workshop zum Frö-h-lichplatz durchführen. Diesmal auf den ganzen Nachmittag gestreckt, um die Zeit für ein spannendes Programm zu schaffen. Nach kurzer Einleitung und Vorstellung der noch ausstehenden Rückmeldungen aus der Stadtverwaltung gibt es spannendes Programm:

1. Geokulturelle Analyse des Ortes:

Angebot von Stella*_Geokulturelle Raumentwicklung


Zu Beginn des Workshops gibt es kurz einen Impuls zur Geokultur:

_was Geokulturelle Raumgestaltung ist & will

_warum bei Gestaltungen ein geokultureller Ansatz sinnvoll ist

_wie man sich dem Raum geokulturell nähert.

Anschließend erkunden wir das „Gelände“ - unseren Platz:

_alle Teilnehmenden bekommen Wahrnehmungsaufgaben

_der Platz wird durch uns erfahren mit unterschiedlichem Fokus

_alle Erfahrungen tragen wir zusammen und tauschen uns aus.

Unsichtbares machen wir kreativ sichtbar:

_wir sammeln Impulse & Ideen, die aus der Wahrnehmung heraus entstanden sind

_in einem großen Plan wird eingezeichnet - bringt Malstifte, Papier, Schere mit...

_eine gemeinsame Vision entsteht

Was „spricht“ der Platz? - geosystemische Ortsanalyse

_wahrnehmen was ist - die Realität des Ortes

_was will eigentlich der Ort?! - fragen wir ihn doch...

_Raumerfahrung in den Ideen-Cluster übersetzen


„Hast du Lust auf einen interessanten Nachmittag - dann bring Zeit mit und Offenheit, du wirst danach die Stadt mit anderen Augen sehen...“ Stella*


Außerdem vorgesehen:

2. Mapping des Platzes aus umweltpsychologischer Perspektive - angedacht ist eine einfache Aufgabe mit ausgehändigtem Zettel und zwei bunten Stiften in der Hand. Jeder kann mitmachen, Kinder auch willkommen. Die einzelnen Beobachtungen werden dann zusammen auf einen großen Plan der Platzumgebung eingetragen.

3. Konkretisieren der Vorschläge vom 1. Workshop: mit Begleitung von Designexperten vom Gaswerk Weimar e.V. werden wir die Idee einer Litfaßsäule / Straßenbibliothek / Sitzlandschaft in Richtung eines Entwurfes konkretisieren, mit dem Ziel es dieses Jahr noch zu bauen! 

Die Ergebnisse des Workshops werden ca. 17:00 Uhr für die Öffentlichkeit zusammengefasst. 

Die Werkstatt ist offen:

Ihr seid alle herzlich willkommen. Wir werden uns immer über eine Voranmeldung freuen. 

Treffpunkt ist Otto-Neururer-Haus. Vielen Dank an Pfarrer Timo Gothe für die Gastfreundschaft!

Auf dem großen Platz

Es hat uns erreicht ein Beitrag von Pfarrer Timo Gothe über seine Erfahrungen während des Platzfestes broadcasted für 200.000 Zuhörer bei:


Audio abrufbar unter: https://www.deutschlandfunk.de/auf-dem-grossen-platz-dlf-5280f0ef-100.html

Wir freuen uns immer auf Eure Beiträge in aller Form über dem Platz!

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